Klanglicher Eindruck verschiedener Genres

  • Moin zusammen, ich würde hier gerne mal einige Erfahrungen zusammen tragen.

    Im kern geht hier nicht um den möglichst neutral abgestimmten Lautsprecher, der ist für die Eindrücke praktisch eine Grundvoraussetzung. Da der Dau bei seiner Entwicklung, und bei seiner Unterstützung eben genau die richtige Philosophie verfolgt, was die Abstimmung angeht, denke ich hier an der richtigen Adresse zu sein.

    Man wühlt sich ja oft durch Musik, und versucht auch neuen Input zu finden. Die übliche Konservenmusik lasse ich dabei eigentlich aus.


    Als Beispiel:

    Das Phänomen Metal finde ich da besonders spannend, denn da ist die klangliche Qualität der Musik sehr vielfältig. Manche Stücke sind musikalisch wirklich gut, tonal aber sehr kritisch. An dem Punkt bin ich mir nicht sicher: Gefällt mir der Stil der tonalität nur einfach nicht, oder ist sie tatsächlich unausgewogener, als bei anderen Stücken?

    Die Frage steht deshalb Raum weil ich vermehrt feststelle, dass grade kleine Truppen, die sich viel Mühe mit ihrer Musik geben , oft auch einfach deutlich besser klingen, als Truppen die ihre Musik für die breite Masse auslegen. Nun nutzt der typische „achtsame“ Musikhörer häufig auch anderes Equipment, als die breite Masse.

    Das lässt sich teilweise auch auf andere Musikrichtungen übertragen und es wäre super, wenn ich mal einen Blick in die (wenn auch sehr Subjektiven) Erfahrungen anderer werfen könnte.

    Wie erlebt ihr die Tonalität von verschiedener Musik auf euren Lautsprechern - auch im Bezug auf die angewandten Instrumente?

  • Puuuuh, das ist so eine Sache. Ich glaube festgestellt zu haben, dass das einzige Genre, in dem der Klang meist total daneben liegt, der komplette Heavy Metal Bereich ist. Die meisten Stücke klingen für mich ganz ganz furchtbar. Besonders Gitarren in dem Bereich "klingen" für mich einfach nur wie ein nerviger Lärmteppich, vollkommen frei von Dynamik. Ja, auch in diesem Genre habe ich schonmal etwas besser produzierte Stücke gehört, aber wirklich klanglich überzeugen konnte mich noch keines. Jetzt könnte man als Argument anführen, dass ich dieses Genre ohnehin überhaupt nicht mag und kaum ertragen kann, aber andersrum habe ich festgestellt, dass ich andere Musikrichtungen, die ich nicht mag, durchaus ertragen kann, wenn sie von der Produktion her stimmen. Wieder aus einer anderen Richtung betrachtet kann ich Musik, die mir sehr gut gefällt, aber grausam klingt, einfach nicht anhören. Deswegen gelange ich zu dem Schluss, dass bei mir persönlich der "Wohlklang" noch über dem Genre steht, also dass ich z. B. einen klanglich gut produzierten Schlager viel lieber anhöre, als eine schlecht produzierte Aufnahme aus meinen Lieblingsbereichen.

  • Das ist gerade im Metal-Bereich ein echtes Problem. Gute Produktionen kosten Geld, und genau das ist bei Metal-Bands in der Regel eher Mangelware.

    Dazu kommt noch, dass viele Leute gerade von solcher Musik erwarten, dass sie einen direkt anspringt und möglichst laut klingt. Dynamik bleibt dabei dann auf der Strecke, obwohl Metal prinzipiell eigentlich ein sehr dynamischer Stil wäre.

    Und dann spielt da unser Gehör auch noch eine große Rolle, weil die Gitarren genau in dem Bereich verzerren, in dem das Ohr besonders empfindlich ist. Das geht bei gemäßigter Lautstärke meist noch recht gut, aber mit höherem Pegel wird es dann ganz schnell nervig. Zumal hier bei vielen Lautsprechern aufgrund ungünstigem Bündelungsverhaltens oft auch noch zu viel Energie im Raum ist.

    Bei manchen Subgenres gehört schlechte Aufnahmequalität sogar zum guten Ton. Echte Black-Metal Fans würden eine saubere Produktion ihrer Lieblingsband vermutlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.


    Die Voraussetzungen sind also ziemlich mies.

    Da ich auch sehr viel Metal höre, baue ich für mich privat immer eine deutliche Senke im Bereich zwischen 1,5 und 3kHz ein. Das nimmt bei hohen Pegeln den Druck auf die Ohren, den die Verzerrungen oft verursachen. Damit kann man die meisten Alben dann wirklich gut und angenehm hören, muss aber natürlich bei guten Produktionen mit einer zu braven Wiedergabe leben.

    Ideal wäre hier eine schaltbare Metal-Abstimmung. Das gelingt oft sogar relativ einfach, wenn man die Trennfrequenz von (T)MT und HT etwas auseinander zIeht. Dafür genügt es mit etwas Glück schon, den Cap vor dem HT oder die Paralellspule eine oder zwei Nummern kleiner zu machen.

    Hier mal ein Beispiel vom aktuellen PA-Koax:

    Auch das Original hat schon eine leichte Badewanne, für reine Metal-Anwendungen könnte man aber im Bereich zwischen 1,3 und 3kHz etwa 3dB raus nehmen und dazu muss man nur die Parallelspule um zwei Nummern verkleinern.
    Und das könnte man auch durchaus schaltbar machen.

    Viele Grüße,
    Oli

  • In einigen Punkten kann ich da voll zustimmen, bei einigen Metal-Bands gehört der Sound zum Stil.

    Das hält mich leider oft davon ab sie zu hören.

    Mir fallen aber in letzter Zeit ab und an mal kleinere Truppen positiv auf, die sowohl technisch, musikalisch als auch vom Sound merklich besser aufgestellt sind als der Mainstream.

    Ich bin in der Metal-Welt groß geworden, hatte immer was für die Musik übrig - aber leider eher selten für den Sound, den einige Bands ihr Eigen nennen. Daher bin ich da immer auf der Suche, zuletzt bin ich Thrailkill stehen geblieben, die passen nicht nur hunderprozentig in meinen Geschmack, der Sound passt auch soweit, dass er mir die Musik nicht vermiest - aber auch da spielt persönliches empfinden natürlich eine Rolle.

    Ein fantastisches Gegenbeispiel ist Tool, auch wenn die Musik sehr schätze, finde ich den Souncharakter (bis auf einige Ausnahmen) einfach miserabel, völlig unter Wert im Grunde.


    Wie sehen eure Erfahrungen mit anderen Genres aus? Wann klingt Jazz für einen Jazzer gut, oder wann klingt elektronische Musik für Jemanden gut, der voll in diesem Genre steckt? Ich würde mein Hörempfinden gerne etwas erweitern, und gegebenfalls auch langfristige Ausflüge in andere Genres machen. Manchmal rastets ja erst nach ein paar Anläufen ein. Aus Erfahrung weiß ich, dass Spotify und Youtube einem das nicht besonders leicht machen.


    *Es gibt aber auch Soundkulissen und Arrangements, die holen einen einfach ab. So gings mir vor einigen Jahren mit Interstellar - die Musik hat mich buchstäblich bis heute nicht mehr losgelassen.

    Einmal editiert, zuletzt von wBo93 (27. Januar 2025 um 22:33)

  • Interessant, denn gerade Tool gilt eigentlich als ein Beispiel dafür, dass Metal auch einigermaßen gut produziert sein kann.

    Interessant finde ich auch, dass selbst Größen wie Metallica, Maiden oder AC/DC es nicht schaffen, einen wirklich sauberen Sound auf den Datenträger zu pressen. Am Geld sollte es da nicht scheitern. Sieht man z.B. auch daran, dass Metallica mit Star-Produzenten wie Rick Rubin zusammenarbeiten. Das schwarze Album hat der auch tatsächlich ziemlich gut hin bekommen. Seit dem steht sein Name aber meiner Meinung nach eher für klangliche Fehlgriffe.

    Bei meiner Lieblingsband Sybreed ist es so, dass damals vom Gitarristen Drop versucht wurde, die Produktion in die eigenen Hände zu nehmen. Inzwischen hat er zwar ein Studio mit ganz gutem Ruf, aber die mangelnde Erfahrung hört man ihm vor allem auf dem ersten Album schon sehr deutlich an.

    Der Loudness-War hat vor allem auch im Metal sehr stark eingeschlagen. Seit der Jahrtausendwende gibt es kaum ein Album, welches noch nennenswert Dynamik aufweist. Bands wie Iced Earth haben zwar versucht, dagegen anzukämpfen, aber der Großteil der Leute fanden/finden lautere Scheiben eben besser.

    Das hatte ich z.B. auch auf unserem Motorrad-Treffen im Sommer. Da gab es am Donnerstag als Warm-Up eine kleine Wacken-Party und es lief Arch Enemy mit einem gewissen Pegel. Als nächstes war dann Testaments "Alone in the dark" in der Playlist und das war gefühlt nicht mal halb so laut. Da ich für die Beschallung und Playlist zuständig war, ließen die Beschwerden nicht lange auf sich warten. Als ich den Leuten versuchte zu erklären, dass es so eigentlich richtiger und besser ist, konnte das niemand so richtig verstehen. Die Theorie von Jemandem, dass man Mitte der 80er Jahre technisch noch nicht so gut Musik produzieren konnte wie heute, wurde dagegen als logisch akzeptiert. :rolleyes:

    Viele Grüße,
    Oli

  • Interessant, denn gerade Tool gilt eigentlich als ein Beispiel dafür, dass Metal auch einigermaßen gut produziert sein kann.

    Echt jetzt Oli? Wir haben Fear Inocolum (so hieß das Album glaube ich) auf einem unserer vergangenen Treffen etwas häufiger gehört, und ich fand es klanglich ganz grausam, völlig unabhängig davon, dass mir das Genre nicht gefällt. Glaube ich zumindest, und ich glaube, das neutral zu bewerten. Weiter oben habe ich ja schon geschrieben, dass ich Musik aus einem Genre, das ich nicht so favorisiere, durchaus anhören kann, wenn sie nur ordentlich klingt.

  • Ich bin auch ein wenig zwiegespalten bei Tool. Da sind teilweise Sachen dabei, die ich klanglich ganz gut finde, andere aber wieder gar nicht.

    Nur wenn man irgendwo nach gut produziertem Metal fragt, wird recht oft Tool genannt. Deshalb finde ich das schon erstaunlich, dass es dazu auch komplett gegenteilige Meinungen gibt.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Wie sehen eure Erfahrungen mit anderen Genres aus? Wann klingt Jazz für einen Jazzer gut, oder wann klingt elektronische Musik für Jemanden gut, der voll in diesem Genre steckt?

    Auch das ist schwierig zu sagen. Eines meiner favourite Genres ist Jazz. Jazz ist ein sehr breit gefächertes Genre, von dem mir vieles gefällt, aber ebenso vieles nicht. Meine Vorlieben liegen bei Smooth Jazz. Da gibt es viele akustische Sachen. Kleine Ensembles, und oft ein Vocal dazu. Ich denke, dass den Tonleuten das Können der einzelnen Beteiligten am Herzen liegt und deswegen bei den überwiegenden Produktionen wirklich so viel wie möglich an Authenzität rübergebracht werden soll. Gute Beispiele für solch gelungene Produktionen sind z. B. die Alben "We get Requests" vom Oscar Peterson Trio, "The Best Of The MPS Years", ebenso von Oscar Peterson, "Jazz at the Pawnshop" von Arne Domnerus, "Time Out" von Dave Brubeck oder die traumhafte "Getz Gilberto" von Sten Getz, Joao Gilberto und der fantastischen Stimme von Astrud Gilberto aus 1964. Viele Sachen, von denen man es nicht glaubt, sind auch toll, wie z. B. alte Sachen von Paul Kuhn. Aber auch mehr mit elektronischen Instrumenten produzierte Alben wie "Restless" von Bob James, "Elixir" von Fourplay, "This is Love" von Lee Ritenour oder auch "Restless" von Kenny G. klingen fantastisch. Wirklich ganz schlechte habe ich gar nicht auf dem Schirm, wohl aber solche, die nicht 100% toll sind, aber "gut genug", um nicht abschalten zu müssen. Selbst das etwas flippige Album "Jazz" von Helge Schneider & Hardcore klingt mindestens gut.

    Bei reiner Elektronik ist es vielleicht so, dass die Musik grundsätzlich einen anderen Ursprung (im Sinne von Tonerzeugung) hat. Da gibt's fette, aber trotzdem saubere Bässe, weil da nicht wirklich irgendeine Saite schwingt. Das ist überwiegend mit Synthesizern und Computern generierter Kram, der richtig geil sein kann. Ich denke z. B. an "Converting Vegetarians" von den Infected Mushrooms, oder auch an die alten Sachen von Kraftwerk. Ich glaube, da muss man sich als Produzent schon ziemlich blöd anstellen, damit das nicht klingt. Ob das tatsächlich so ist, weiß ich aber nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von donhighend (28. Januar 2025 um 15:39)

  • "Meine" Musik ist eher die elektronische Richtung. Und da sehe ich es ähnlich wie Alex: da muss man sich glaub ich schon ein wenig blöd anstellen, wenn das am Ende nicht klingt. Hier wird mit elektronischen bzw. virtuellen Instrumenten oder auch Samples gearbeitet. Das Meiste ist da von hervorragender Qualität. Klar kann man auch das totkomprimieren und mit Effekten kaputt machen, aber in der Regel ist elektronische Musik nicht schlecht produziert. Von den ganzen "Happy Hardcore" oder "Mainstream Techno"-Sachen mal ganz abgesehen. Das ist einfach auch nur Massenware und nicht besser produziert, als die meisten Pop-Geschichten.

  • Bei elektronischer Musik hatte ich bisher ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei den ganzen Hardcore Geschichten steht die Produktionsqualität auch wohl nicht an erster Stelle. Da scheint „mit aller Gewalt“ wohl die Devise zu sein, was auch irgendwo zum Genre passt.

    In „We get Requests“ habe ich reingehört, das gefiel mir recht gut, besonders die authentische Bühnenstaffelung fällt da richtig auf. Im ersten Moment ist mir als „Metaller“ dieses heftige Stereopanorama etwas fremd, aber da gewöhnt man sich fix dran. Mich würde mal interessieren, was du als Jazzer vom Album „Lighter Notes“ von Luca Sestak hälst. Das ist zwar im Kern Boogie Woogie, aber die Einflüsse aus Jazz, Swing und auch Blues haben dort viel Gewicht bekommen.

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    Bei Sybreed bin ich übrigens an Bord, klanglich sind da viele Sache auch absolut in Ordnung. Musikalisch gefällt mir das auch.


    Ein absolutes Negativbeispiel für Metal Produktionen sind für mich übrigens viele Sachen von Nightwish. Je nach Album klingt die Musik (für mich) absolut „tot-gemastert“.

  • Spannendes Thema!

    Ich komme auch musikalisch aus der Metal Ecke und ärgere mich über schlecht produzierte Alben. Meistens höre ich die dann über Lautsprecher, die gutmütig Produktionsfehler verzeihen. Noch schlimmer ist hier Punkrock 8o

    ABER - es gibt ganz toll produzierte Metal Alben, wenn man offen für progressiven Metal ist:

    Leprous - Amphelion (Anspieltip Track 8 "On Hold") - durfte donhighend auch schon bei meinem Besuch hören

    Twelve Foot Ninja - Vengeance (Anspieltip Track 4 "IDK")

    Polyphia - Remember That You Will Die (Anspieltip Track 2 "Playing God")

    David Maxim Micic - https://davidmaximmicic.bandcamp.com/track/wrinkle-maze


    Auf Wunsch kann ich noch mehr auflisten

  • Ha, hier nochmal konkrete Tipps! Danke!

    Ich nutze tatsächlich immer den Klassiker von Metallica "battery" : nach dem Akustik-Intro muss die verzerrte Gitarrenharmonie "richtig" klingen => sehr mitteltonsensibel :)

    Für Stimmen: Queensryche - "The mission" (von der Operation: mindcrime) & "silent lucidity" (sonst musikalisch nicht so meins...)

    Für Bass: Faith no more: "evidence"

    Für Becken-Wiedergabe: Deep Purple - Made in Japan - "Child in time"

    generell mag ich Martin Birch Produktionen: Number of the beast (Maiden), Rising (Rainbow) usw.

    Ich finde, dass auch schlecht produziertes Material von "korrekt" abgestimmten Lautsprechern profitieren sollte. Ansonsten muss man eben an der Anlage nachregeln (Thema: Hörschwelle).

  • Ich werf mal ganz spontan das neue Album von Sleep Token in den Raum, das höre ich grade durch und musste direkt an diesen Thread denken.

    Abgesehen davon, dass ich an deren Musik wirklich gefallen gefunden habe, gefällt es mir auch tonal sehr gut.

    Auch deren Musik ist ein bisschen schräg, da kann man sich durch kurzes Reinhören eigentlich kein Urteil bilden, es könnte passieren, dass man da eine der vielen „weichgespülten Passagen“ erwischt.

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    ABER - es gibt ganz toll produzierte Metal Alben, wenn man offen für progressiven Metal ist:

    Leprous - Amphelion (Anspieltip Track 8 "On Hold") - durfte donhighend auch schon bei meinem Besuch hören

    An Leprous bin ich schon länger dran, sehr sehr feine Musik, tonal ab und an ein wenig steril und etwas anstrengend, aber nur wenn das Arrangement etwas überstrapaziert wird.


    Mein Fazit nach Jahrelangem „genuss“ diverser Metal Alben scheint in eine Richtung zu gehen - die Perlen für den bewussten Musikhörer sind Seltenheiten. Und ich fürchte da kann man noch so viele möglichst neutrale Lautsprecher Entwickeln oder Besitzen, für den Großteil der musikalischen Produktionen aus der Metalwelt sind wir einfach nicht die richtige Zielgruppe.

    Einmal editiert, zuletzt von wBo93 (9. Mai 2025 um 21:17)

  • Ich glaube, das Problem ist auch, dass im Metal sehr viel in kleinen, oft privaten Studios gemischt wird, weil einfach kein Geld da ist. Und dann mischt man die Gitarren oft stark in den Vordergrund, was durch die darin enthaltenen Verzerrungen praktisch immer unsauber klingt.

    Beispiel ist hier Communic mit Watching It All Dissapear oder Communication Sublime. Das ist bei beiden Songs anfangs ohne verzerrte E-Gitarre wirklich ordentlich produziert. Da hat sogar Alex damals kurz aufgehorcht. Sobald aber die Verzerrungen der Gitarre dazu kommen, ist das akustisch ziemlich schwierig, weil sie das ganze Klangbild dominieren.


    Bei meinem großen 3-Weger mit MT-Kalotte, den ich gerade probehöre, ist genau das auch ein echtes Problem. Die Kalotte haut einem diese Verzerrungen so gnadenlos um die Ohren, dass man gerne leiser macht. Wenn ich die Kalotte um 1dB absenke, wird es besser. Man hört dann auch wieder den Rest der Instrumente besser, aber trotzdem erkennt man, dass die Gitarre(n) deutlich in den Vordergrund gemischt sind.


    Leider machen es viele Bands, die sich auch gute und teure Studios leisten können, aber auch nicht besser.

    Viele Grüße,
    Oli

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