Projektname I.B.M. - Inspired by Menhir

  • Hallo zusammen,

    gerade mit dem ersten Satz Messungen fertig geworden - also hier mal der erste Eindruck ohne Smoothing 3m Fenster in 10° Schritten:

    Und im 5ms Fenster ohne Smoothing:

    Muss jetzt mal schauen ob die Messungen so passen ... Grüße, Manuel

    PS: Vielleicht kann ja mal jemand versiertes schauen ob ich nen offensichtlichen Bock geschossen habe - das wär lieb !

  • Sieht für mich alles plausibel aus. Bei 5m sind schon deutlich die ersten Reflexionen beim TMT sichtbar, mit 3m fährst du da also deutlich besser. Bei mir sind es auch meist ca. 3,5mS, die ich das Fenster offen lassen kann.
    Eine Trennung im Bereich um 1,5kHz sollte machbar sein. Ca. 1,2kHz würde ich als Trennfrequenz bei den Messungen anstreben, bis dort spielt der TMT sauber und auch der HT scheint das ohne Probleme zu packen. Außerdem ist die Bündelung in dem Bereich bei beiden Chassis sehr ähnlich.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Trennfrequenz bei 1000 Hz:

    So tief wollte ich eigentlich gar nicht runter ... frage mich ob ich den Hochton noch etwas pushen sollte zB. die 10° linear machen?

    Glaubt Ihr der HT macht die 1000Hz - Trennfrequenz an dem Horn mit?

    Einmal editiert, zuletzt von Manuel S. (19. Juli 2023 um 23:52)

  • Das sieht wirklich schonmal recht gut aus. Ich würde wohl versuchen, beiden Tönern jeweils ein 18 dB Filter zu verpassen. Die Impedanzlinearisierung im Tiefpass kann man auch dafür nutzen, den Übergang zwischen beiden Tönern sauber zu bekommen - muss nicht immer wirklich nur "linearisieren". Beim Hochtöner könntest du versuchen, den Spannungsteiler anders auszuführen. Mit dem Reihenwiderstand kannst du den wahrscheinlich komplett glätten und dann mit dem Parallelwiderstand vom Pegel her runter ziehen. Dabei dann aber die Impedanz im Auge behalten.

    EDIT: da haben sich unsere Beiträge überschnitten ;)

  • Mit etwas höherer Trennung wills unter starken Winkeln nicht ganz ideal werden. Zumindest jetzt nicht auf die Schnelle. Deswegen hab ich jetzt testhalber mal eine etwas tiefere Trennung versucht als ich eigentlich wollte:

    Mit minimal lauterem Hochton ist die Energieabgabe ein wenig schöner im Hochton:

    Da geht aber sicher noch ein wenig mehr. Muss jetzt allerdings mal das Bett aufsuchen ;)

  • Es wird nicht mehr besser heute - hier mal mit möglichst wenig Bauteilen und sehr niedriger Trennfrequenz (900Hz) ... wurde mit dem Treiber wohl schonmal gemacht ... :

    Und einmal bei ca. 1350Hz:

    Das Maximum ist das vermutlich noch nicht, wie Rouven ja auch schon vermutet ;) ... ich brauch ein Bett

    2 Mal editiert, zuletzt von Manuel S. (20. Juli 2023 um 09:38)

  • So aktuell gehen mir etwas die Ideen aus - bzw. ich kann, falls noch Potential vorhanden ist, es mangels Erfahrung noch nicht heben ... Muss mir mal noch ein paar Schaltungsdesigns anschauen...

    Aktueller Stand:

    900Hz Version:

    1395Hz Version:

    Würdet Ihr eher die sehr tiefe oder höhere Trennung verfolgen?

    Grüße,

    Manuel

    Einmal editiert, zuletzt von Manuel S. (20. Juli 2023 um 14:56)

  • Grundsätzlich sieht das schonmal sehr gut aus, und es dürfte in der Praxis besser klingen als vieles andere.

    Die "900Hz Version" würde ich mir aber aus dem Kopf schlagen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Treiber erstens in dem Bereich schon verzerren könnte, und zweitens dürfte er wegen Ersterem ein Belastbarkeitsproblem bekommen, wenn es einmal lauter werden sollte. Deswegen ist nach meinem Geschmack die "1395Hz Version" vorzuziehen. Diese sollte deutlich mehr Betriebssicherheit und Reserven mitbringen. Das Abstrahlverhalten sieht bei beiden Versionen ordentlich aus.

    Ich habe mich auch mal an eine Simulation gewagt. Eine Version mit 1550 Hz Trennfrequenz, die mit relativ wenigen Bauteilen realisierbar ist, sieht wie folgt aus:

    Irgendwas scheint mit deiner 90° Messung nicht zu stimmen. Die wird verzappelt dargestellt.

    Ein kleiner Vorteil meiner Beschaltung ist die korrekte Phasenlage der Chassis zueinander. Das erkennst du daran, dass der Pegel der Einzelzweige vor und hinter der Trennfrequenz nicht über den Gesamtpegel hinausragt. Bei Hornkombis ist das wegen der Laufzeitunterschiede der Chassis öfter der Fall. Wenn das nur minimal ist, spielt das aber keine wirkliche Rolle. Auch ich habe schon Kombinationen aufgebaut und veröffentlicht, bei denen das in kleinem Maße der Fall ist.

  • Die 90° Messung ist wohl leider an der Wand reflektiert oder es war etwas mehr als 90° ... danke für den Input, dann werde ich werde ich mal weiterprobieren ... überstürzen will ichs nicht ;) - hatte mich die 900Hz auch nur getraut weil in der Ephedra 2 der Treiber bei 800Hz getrennt wird...

  • 900Hz dürfte der Treiber in dem Horn schon noch packen, zumindest für gehobene Zimmerlautstärke. Der HT wird durch den Spannungsteiler ja ohnehin sehr stark eingebremst. Wenns natürlich auch mal richtig zur Sache gehen soll, würde ich auch höher trennen.

    Ob man die sehr großen Winkel wirklich in die Simu mit einfließen lassen muss, weiß ich nicht genau. Ich würde gefühlt eher nur die Messungen bis 60° verwenden um den Gesamteindruck nicht zu sehr zu beeinflussen. 75 und 90° haben weit weniger Gewicht als z.B. 15 und 30°.

    Was mir noch aufgefallen ist:
    Alex hat rund 90dB an Kennschalldruck am Ende, Du und Rouven nur ca. 85dB.
    Das kann man natürlich nicht beliebig einpegeln, denn der Wirkungsgrad im Bass gibt den Pegel vor.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Ja, ich habe den TT bewusst so beschaltet, um die Beule im Grundtonbereich auszumerzen.

    Um welchen TT handelt es sich denn? Ist das der aus der Menhir? Die macht nämlich laut Monacor Datenblatt 95dB!

    Auch die Messung in der K+T 06/08 erreicht um 95dB.

    Ich denke, die 90dB sind ziemlich realistisch.Man könnte an Manuels Messung mal eine Nahfeldsimu aus VituixCAD dran fummeln.

    Meine Weiche ist übrigens recht einfach:

    Ein paar Werte entsprechen nicht der E12 Reihe. So gibt es eine 0,51mH Spule nicht bei jedem Händler. Man kann aber problemlos eine 0,56mH Spule abwickeln. 30µF kann man mit zwei 15µF parallel hinfummeln und den 3 Ohm Widerstand gibt's recht einfach. Andernfalls zweimal 1,5 Ohm in Reihe. In der E24 Reihe gibt es auch 9,1µF für den Hochtöner, aber die Parallelschaltung aus 6,8 + 2,2µF tut es auch. In Nuancen kann man da im Übernahmebereich noch eine kleine Senke reinkonstruieren, falls da zuviel Energie sein sollte. Allerdings stellt sich wegen der Bündelung des TT und der TF von rund 1550Hz unter Winkeln da ohnehin eine Senke ein. Das könnte so schon reichen.

  • Hallo zusammen,

    ja das ist der TT aus der Menhir + der CDX1-1748.

    Das Messmikro ist kalibriert die absolute Laustärke aber nicht (wir wissen also die 90db in meiner Messung sind vermutlich keine 90dB

    Ich habe ja bewusst einen recht sanften Abfall im TT gewählt (Wandnahe Aufstellung und Downfire [definition='2','0']BR[/definition]) und daher Angst vor zu wenig Bass --> daher weiter abgesenkt als Alex.

    Was Braucht man als Input für die Nahfeldsimu?

    Grüße,

    Manuel

  • Was Braucht man als Input für die Nahfeldsimu?

    Die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] des Chassis, die Abmessungen der Schallwand und die Position des TT auf dieser und das Volumen des Gehäuses. Das ergibt aber keinen Sinn, solange du nicht mit korrektem Pegel misst.

  • Eine Messung und die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] des SP-12A/302PA gibt es in der Beschreibung der Menhir in K+T 0608. Diese Messung habe ich getraced und den Frequenzgang im Diffraction Tool für das Menhir Gehäuse aufbereitet. Zusätzlich habe ich das Nahfeld Verhalten im Menhir Gehäuse simuliert und beides gemerged. Das sieht dann so aus:

    Du kannst im ARTA Setup ein wenig mit der Mikrofonempfindlichkeit spielen, bis dein gemessener Pegel möglichst genau dem obigen entspricht. Das ist zwar keine 1000%ige Pegelkalibrierung, aber auf diese Weise erhältst du eine realitätsnahe Angabe des Pegels.

    EDIT: Du misst ja mit REW. Da kann ich dir leider nicht sagen, wo die nötigen Stellschrauben versteckt sind...

  • Das ist super lieb, bin glaube ich an dem Punkt angekommen, an dem ich noch mehr Verständnis brauche...

    -Mein Bassgehäuse ist kein 100% Menhir Gehäuse sonder hat ein kleineres Volumen von 67Liter - die Schallwandbreite stimmt aber überein.

    -Die Fasen sind sehr ähnlich ausgeführt 45°

    -Unten im Zentrum sitzt aktuell ein HP100 welches aktuell noch 14cm misst (Fb ca.40Hz).

    Vieleicht helfen diese Infos - habe das Gefühl das ich euch teilweise nicht folgen kann oder ihr Sachen für selbstverständlich haltet, welche ich unter umständen nicht berücksichtigt habe...

    Vielen Dank für eure Unterstützung ich versuche mich nicht zu dämlich anzustellen..

    Wenn neue Messungen notwendig sind, mit Nahfeld und oder Pegelkalibreierung dann ist das halt das Lehrgeld, welches gezahlt werden muss um es zu lernen ;)

    LG Manuel

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