TSP Messung / Hilfe / Ringversuch

  • Moin,

    einfach um die Dinge hier langsam mit Inhalt und ggf. etwas Hilfestellung zu füllen, die Idee, hier die Durchführung von TSP-Messungen zu besprechen und dann in der Praxis umzusetzen. Das ist an sich nix Neues und hat es in ähnlicher Form schon in Foren gegeben. Hier aber die Idee, das insbesondere damit zu paaren, dass es weniger darum gehen soll, Unterschiede in den Messungen festzuhalten und zu wissenschaftlich zu begründen, sondern mehr mit der Zielstellung, dass derjenige, der die Chassis daheim hat, hier solange Hilfe bekommen kann, bis er glaubhafte Messungen hinbekommt.

    Auf dem Weg werden dann evtl. typische Fallstricke auftauchen und besprochen werden können. Ich denke, dass die Crux bei eigenen TSP-Messungen ist, Vertrauen in die Messungen zu bekommen und auch zu wissen / ahnen, wenn man Grütze gemessen hat. Testobjekte würde ich stiften, ich dachte eher in Richtung 4- oder 5-Zoll, damit das Päckchen im Versand klein bleibt.

    Lasst mal hören, ob es Interesse in dieser Richtung gibt.

    LG Gazza

  • Das ist an sich eine gute Idee um überhaupt Mal was zu messen und Vergleichswerte zu haben. Gerade für Anfänger wie mich eine gute Möglichkeiten Mal damit anzufangen. Ich hatte zwar Mal eine Platine mit einem Wiederstand schon Mal zusammen gebastelt und einen Versuch mit dem Laptop gewagt aber da ich erst Mal nur nach Bauen wollte kam das Recht schnell wieder in Vergessenheit.

  • Das ging mir damals ähnlich. Ich habe mit einem ausrangierten PC und dem günstigen 5€ Messkabel sowie Arta nach der Anleitung aus der Hobby Hifi meine ersten TSP-Messversuche gestartet. Das funktionierte zwar auf Anhieb, nach wenigen Minuten gab es allerdings einen Systemabsturz, was sich auch bei den weiteren Messungen leider immer wiederholte.

    Dazu kam noch, dass sich die verwendete Knete an der Membran des Messobjektes nicht mehr rückstandsfrei ablösen lies.

    Insgesamt also eine recht frustrierende Erfahrung.

    Da mir auch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten bei Arta nie das Gefühl gaben, wirklich alles richtig gemacht zu haben, habe ich das Ganze dann irgendwann wieder aufgegeben.

    Ich muss auch dazu sagen, dass ich was PCs angeht keine Koryphäe bin. Wenn es nicht einfach und logisch funktioniert, habe ich in diesem Bereich nur einen sehr dünnen Geduldsfaden. Daher fielen auch die Motivationsversuche meiner DAU-Kollegen auf wenig fruchtbaren Boden.

    Da zu einer ernsthaften Entwicklung allerdings auch TSP-Messungen gehören, habe ich vor einiger Zeit in ein DATS V3 von Dayton investiert. Für mich ideal, weil sehr schnell eingerichtet und dann sofort bereit für die Messungen.

    Mit ~150€ allerdings nicht gerade günstig, deshalb finde ich die Idee hier super. Mit der Hilfe des Forums und dem Ringversuch kann man sich dann auch sicher sein, alles richtig gemacht zu haben und falls es doch mal Ungereimtheiten gibt, kann man zusammen auf Fehlersuche gehen. :thumbup:

    Viele Grüße,
    Oli

  • Den Dayton DATS V3 habe ich auch. Die Bedienung ist simpel und gerade wenn man in die Materie einsteigt ist die Hemmschwelle damit sehr niedrig. Man muss nicht selber irgendwelche Schaltungen aufbauen und kann gleich loslegen. Zusammen mit einem einfachen USB Mikro und REW ist das ein super Setup.

    Gruß

    Fabian

  • Die Ergebnisse sind reproduzierbar und entweder das Dingen läuft oder es läuft nicht. Dasselbe gilt für CLIO Pocket. Mit der ARTA-Messbox oder einem einfachen Impedanzmesskabel hat man dann ein Problem, wenn Messungen plötzlich nicht mehr reproduzierbar sind oder einfach nicht richtig sein können. Dann gehts erstmal an die Fehlersuche. Daher kann ich DATS und CLIO Pocket auf jeden Fall nur empfehlen.

  • Moin,

    ich kann die Vorbehalte bzgl. Limp verstehen. Allerdings, wenn das System einmal läuft, hat man eine recht mächtige 'Waffe'. Und die Impedanzmessungen sind im Vgl. zu FG und Klirr an sich das einfachste. Aus der Erfahrung würde ich sagen, dass die meisten Messungen mit Limp, Arta, etc. an den Einstellungen von Soundkarte, Mixer und Software scheitern.

    Den Vorteil von Dats sehe ich eher darin, dass man damit schnell die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] am Schreibtisch messen kann, wenn Chassis neu kommen. Hilft auch bisweilen, defekte Chassis zu identifizieren. Beim Entwickeln wäre mir das Umstöpseln oder die Benutzung von Dats statt Limp doch zu umständlich. Wären aber alles persönliche Vorlieben und Befindlichkeiten, die für eine 'Messrunde', wie hier angedacht, erstmal nicht relevant wären.

    LG Gazza

    P.S.: auch Dats würde ich nicht ganz blind vertrauen und immer doch mal einen Widerstand messen.

  • Absolut! Nur WENN was schief geht mit der ARTA-Box oder einem Messkabel, dann ist man am Suchen. Wenn das alles läuft, dann ist das alles kein Thema. Für "schnell mal eben" Messungen am PC habe ich DATS V2, wenn ich eh am Messsetup zugange bin um akustische Messungen einzufangen, dann messe ich natürlich mit LIMP.

    All diese Tools (Messbox in Kombination mit LIMP oder REW, DATS oder CLIO Pocket) können noch viel mehr, als nur die Impedanz zu messen. Eine der wichtigsten Funktionen wäre da die Messung der Bauteilewerte. Wie oft ich das schon gebraucht habe, wenn ich mal Spulen abwickeln musste. Oder wenn man mal ne Menge sehr günstiger Kondensatoren oder Widerstände messen möchte, um die tatsächlichen Werte zu bestimmen und um zu prüfen, ob sie im Toleranzbereich liegen.

    "Blind vertrauen" darf man keinem der Tools. Definitiv nicht. Bei DATS V2 liegt ein 1kOhm Widerstand bei und den sollte man auch immer mal wieder nachmessen. Beim DATS V3 ist der glaub ich direkt ins Gehäuse eingebaut und man kann die Klemmen an externen Stiften anschließen.

  • Die Impedanzmessbox habe ich mir nach Anleitung vom [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Talk gebaut, nach dem ich vorher das ganze mit einem alten Kabel angetestet hatte. Die ganze Messkette zu kalibrieren ist da für Anfänger auch ein wenig abschreckend, aber alles in allem ist das machbar und grade für finanziell nicht gut ausgestattete Interessenten sehr attraktiv. Der Vorteil ist halt, dass man beim Zusammenbau auch direkt etwas lernt, besonders wenn man auf Fehlersuche gehen darf. Bei mir war es tatsächlich ein Klinke zu Cinch Kabel, bei dem Werksseitig Links und Rechts vertauscht waren, man war das eine nervige Geschichte. Bei mir sind halt zusätzlich auch unterschiedliche Betriebssysteme im Einsatz.

    Meine eigentliche Intention besteht im Grunde darin, dass man solche Messungen wie die Impedanzmessung auch mit behelfsmäßigen Konstruktionen hinbekommt, sobald man dazu in der Lage ist seine Ergebnisse zu verifizieren. Man kann z.B, wenn man keine Vergleichsmessung zur Hand hat, auch die Impedanz eines einfachen Schwingkreises simulieren, und diese Werte mit den Messungen vergleichen (oder man misst bekannte Festwerte), dann geht man halt auf kleine Forschungsreise und probiert sich ein wenig aus. Das habe ich letztes Jahr so gemacht, um die Funktion der Impedanzmessbox zu überprüfen. Auch wenn ich der Anleitung absolut vertraut habe, soll sich da anschließend kein Fehler einschleichen. Bei [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Messungen sieht das aber anders aus, auch wenn denke, dass das mit der Impedanzmessbox funktioniert, könnte ich meine Resultate mangels Vergleichsmöglichkeiten nur sehr schwer verifizieren (ich besitze einfach zu wenige Testobjekte um sicher zu sein, dass es zuverlässig funktioniert und, dass ich alle richtig gemacht habe). Deshalb greife ich bei bekannten Chassis, im Sinne der Gewissenhaftigkeit meiner Arbeit, auch auf die TSP-Messungen von zuverlässigen Quellen zurück, statt sie selbst anzufertigen. Schön wäre es dann zu wissen, was ich dort eigentlich Messe und welche Fehler zu welchen Ergebnissen führen, denn da wird empirisches Ermitteln ziemlich schwierig.

    Im Interesse dieser Aktion würde ich mich auch bereit erklären einen Dayton Audio PC83-4 als Testobjekt zu spenden, der war mal für ein nebenbei Projekt gedacht, dessen Freude mir die Ermittlung seiner Resonanzfrequenz genommen hat. Sofern man einen einzigen dafür gebrauchen kann, würds mich nicht stören, den für diesen Zweck zu "opfern", der andere ist irgendwann mal irgendwo als Ersatz untergekommen. Der ist tatsächlich auch nie ernsthaft mit Musik bespielt worden und verstaubt im Regal.

  • Wenn man gute Quellen für TSP-Messungen hat, dann lässt es sich natürlich auch ohne selbst gemessene [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] entwickeln. diBirama ist zum Beispiel eine solche. Die Daten, die Diego veröffentlicht, haben Hand und Fuß und sind reproduzierbar.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ein solcher Ringversuch zustande käme. Gerade die Möglichkeit des Vergleichens und der Validierung fehlt dem einen oder anderen und dass man dann eher etwas vorsichtiger an die Sache herangeht, weil man nicht weiß, ob man den Daten vertrauen kann, ist absolut nachvollziehbar.

  • Die Idee finde ich auch sehr gut. So'n paar kleine Chassis, die man für einen solchen Versuch opfern könnte, habe ich auch noch. Da macht es dann auch nichts, wenn sie durch den Transport oder durch kleine Missgeschicke beschädigt werden.

  • Moin,

    schaut mal, Ihr Lieben! Ich war gerade im Keller; ich habe zwei Monacor SPH-115, von denen das eine Chassis noch 'Monarch' gelabelt ist.

    Die sind nicht zu groß für ein kleines Päckchen, ich fange das Weinen nicht an, wenn damit was passiert und es ist dann ggf. auch spannend, wie die Konstanz bei Monacor über die Jahre ist.

    LG Gazza

  • Ja, die passen doch. Nehmen wir die? Ich könnte andernfalls ein Paar 3 Zoll BB von Sharp anbieten. Die haben keine tollen [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition], aber darum geht es ja bei der Messung nicht. Die Monachöre haben natürlich den Vorteil, dass man bei denen auch checken kann, wie weit die gemessenen [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] mit denen im Datenblatt übereinstimmen, und/oder ob wenigstens eine Konstistenz besteht, die zu einer identischen Abstimmung führt. Von daher sehe ich die für den Versuch vorne und besser geeignet.

  • Die Monacöre sind mittlerweile zwar ganz schön teuer, würden für den Versuch aber super passen. Durch den nach vorne gezogenen Blechkorb kann man die wohl auch unfallfrei face-to-face gegeneinander schrauben, damit ist die Membran perfekt geschützt beim Versand.

    Wichtig ist nur eine sehr stabile und wiederverwendbare Umverpackung. Die Paketdienste sind ja nicht gerade zimperlich...

    Viele Grüße,
    Oli

  • Was wäre denn die Aufgabenstellung für jeden Testenden? Messung von Impedanz, [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] und auch Frequenzgang? [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Bestimmung mit der "Knete" Methode? Vielleicht sollten wir eine kurze Liste aufstellen, damit auch gleich gemessen wird.

    Gruß

    Fabian

  • Moin,

    ich hätte gedacht, dass jeder sein Equipment in gewohnter Form einsetzt und die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] auf Konsistenz prüft.

    Die Dokumentation der Methode (in Grundzügen, wenige Worte reichten dabei) könnte für die Diskussion hier nützlich sein. Ok so?

    LG Gazza

  • Moin,

    für viele ist das ein sog. 'alter Hut' und man kann die Konsistenz von [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] über mehrere Arten / Tools überprüfen. Dennoch hier der Hinweis auf das gute alte TSP-Check von HiFi-Selbstbau. Das Programm kommt ohne Installation aus und funktioniert gut. Wer einen modernen PC verwendet mit Win8 / Win 10 / Win11 braucht evtl. diese Datei für sein System:

    msvbvm50.dll

    Ich poste das mal, weil ich gemessene [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] gern damit überprüfe, um sicherzustellen, dass ich keinen Unsinn gemessen habe.

    LG Gazza

  • Moin,

    für viele ist das ein sog. 'alter Hut' und man kann die Konsistenz von [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] über mehrere Arten / Tools überprüfen. Dennoch hier der Hinweis auf das gute alte TSP-Check von HiFi-Selbstbau. Das Programm kommt ohne Installation aus und funktioniert gut. Wer einen modernen PC verwendet mit Win8 / Win 10 / Win11 braucht evtl. diese Datei für sein System:

    msvbvm50.dll

    Ich poste das mal, weil ich gemessene [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] gern damit überprüfe, um sicherzustellen, dass ich keinen Unsinn gemessen habe.

    LG Gazza

    Oh, super Tipp. Das schaue ich mir die Tage mal an.

    Gruß

    Fabian

  • Eine Alternative dazu ist WinISD:

    Die grünen Werte werden vom User eingegeben, die blauen Werte werden automatisch errechnet. Ergeben sich hier gänzlich andere Werte als das, was man gemessen hat, weiß man sofort, dass man Mist gemessen hat.

    ich hätte gedacht, dass jeder sein Equipment in gewohnter Form einsetzt und die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] auf Konsistenz prüft.

    Die Dokumentation der Methode (in Grundzügen, wenige Worte reichten dabei) könnte für die Diskussion hier nützlich sein. Ok so?

    Das klingt vernünftig.

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