TSP Messung / Hilfe / Ringversuch

  • Moin,

    ich hätte gedacht, dass jeder sein Equipment in gewohnter Form einsetzt und die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] auf Konsistenz prüft.

    Die Dokumentation der Methode (in Grundzügen, wenige Worte reichten dabei) könnte für die Diskussion hier nützlich sein. Ok so?

    LG Gazza

    Vielleicht sollte man das dann auch nutzen, um Methoden zu vergleichen. REW bietet ja unter anderem an, die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] aus der Verschiebung der Impedanz zu berechnen, wenn diese Verschiebung durch ein geschlossenes Gehäuse erzeugt wurde. Das ist unter REW eine alternative zur Added Mass Methode.

    Ich hab nur noch nie mit Jemandem gesprochen, der diese Methode anwendet, vermutlich weil sie sehr aufwändig ist.

    Für Treiber, bei denen sich die Knete nicht Rückstandsfrei entfernen lässt, könnte das eine alternative sein. Interessant wären dabei die Diskrepanzen zwischen den beiden Methoden, bei ein und dem selben Messaufbau.

    Einmal editiert, zuletzt von wBo93 (24. Januar 2023 um 11:54)

  • REW bietet ja unter anderem an, die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] aus der Verschiebung der Impedanz zu berechnen, wenn diese Verschiebung durch ein geschlossenes Gehäuse erzeugt wurde. Das ist unter REW eine alternative zur Added Mass Methode.

    Voooorsicht!!!

    Bei den von Tom und Rouven genannten Tools "[definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Check" und "WinISD" geht es nur darum, einen bereits erfassten oder in einem Datenblatt angegebenen [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Satz auf seine Konsistenz zu überprüfen. Auch das Enclosure Tool von VituixCAD kann das über die Funktion "Crosscalc". Auch mit Boxsim geht das.

    Die von dir angesprochene Geschichte in REW dient der Messung von [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] über das Impedanzmodul des Programms. Das gleiche bietet auch LIMP aus dem ARTA Paket.

    Also handelt es sich hier um zwei unterschiedliche Dinge.

    Hier ein Beispiel für [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Check. Ich habe die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] aus dem Omnes Exclusive 8 (Redcatt 8FHM) Datenbaltt auf der linken Seite des Tools eingegeben. Auf der rechten Seite werden die jeweils korrektren Werte über ein Formelwerk errechnet. Wie man sieht, ist der [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Satz aus dem Datenblatt nicht konsistent.

    Hier der Link zum Datenblatt des Chassis: Omnes Exclusive 8 (Redcatt 8FHM)

  • Man kann sicher auch unterschiedliche Methoden bei diesem Ringversuch einsetzen. REW, LIMP und DATS bieten alle die Möglichkeit, die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] per "Added Mass Method" oder "Closed Box Method" zu ermitteln. Die "Added Mass Method" ist in meinen Augen für den "Normaluser" die einfachste, da kein Gehäuse mit bekanntem Volumen vorhanden sein muss, auf welches man je nach Chassis eine andere Schallwand schrauben muss. Ich für meinen Teil habe mit der "Closed Box Method" keinerlei Erfahrung.

  • Moin,

    bei der 'added mass method' bin ich relativ sicher, dass man mit weitgehend haushaltsüblichen Mitteln die Masse recht gut abwiegen kann. Ich bin mir unsicher, wie genau das Volumen bei der 'closed box method' berechnet sein muss und welche Verluste durch Undichtigkeiten da toleriert werden können. Das Argument, für jedes Chassis dann eine extra Schallwand zu fräsen und für stark unterschiedlich große Treiber auch noch verschiedene Volumina parat zu haben, sind Gründe für mich, das nicht zu favorisieren. Zumal ich mit der added mass das Chassis messen kann, ohne es an der Schraubung zu beschädigen und entsprechend dann auch anstandslos als Retoure zu haben, wenn damit was nicht stimmt.

    Aus meiner Sicht ist aber jeder, der das so messen möchte, herzlich eingeladen, das so zu machen. Da spricht nix gegen.

    LG Gazza

  • Ich bin etwas verwirrt, ich dachte speziell in dem von mir zitierten Post von Gazza ginge es um die Möglichkeiten zur Ermittlung der [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition], die Dokumentation der Messungen und der Methode und die anschließende Softwareseitige Überprüfung der Daten auf Konsistenz.


    Ich selbst nutze immer WinISD Crosscalculation, um generell [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] auf Konsistenz zu prüfen.

  • Genau, da haben wir uns wahrscheinlich falsch verstanden. Du meintest wohl, dass es um die Möglichkeit zur Ermittlung von [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] geht, was Tom mit Eröffnung dieses Threads ansprach. Ich ging davon aus, dass du dich auf Toms vorheriges Posting bezogen hast, in dem es auch un den Crosscalc ging.

    Alles gut... :)

  • Moin,

    hatte ich ganz vergessen; bei den beiden Monacor / Monarch Chassis ist das vollkommen wumpe. Wer das probieren möchte, kann die in ein Gehäuse schrauben. Nicht das die jetzt Schrott wären, aber die liegen jetzt schon länger hier, sodass Kratzer an den Chassis-Befestigungen vollkommen egal sind. Im Gegenteil; wenn jemand gerade ein Gehäuse hat, soll das einfach machen. Finden wir dann schon gemeinsam raus, wie sich das verhält.

    LG Gazza

  • Um nach so langer Zeit (bin aber ja auch gerade erst dabei :saint: ) kurz auf Masse- vs. Volumen-Methode zurückzukommen: ich habe bisher auch ausschließlich die Masse-Methode benutzt.

    Einen Spezialfall gibt es aber, wo die Volumenmethode im Vorteil sein dürfte: bei Treibern mit sehr tief liegender Freiluftresonanz fs.

    Es kommt ja bei der TSP-Ermittlung u.a. auf eine nennenswerte Verschiebung der Resonanzfrequenz an. Da ist bei solchen Treibern nach unten halt nicht mehr viel "Fleisch", um es mal so auszudrücken. Womöglich spucken einem dabei Begrenzungen der Messhardware in die Suppe, bei der ist ja die untere Grenzfrequenz auch endlich, schon alleine deshalb, weil DC in der Regel vermieden werden soll, was halt auch nicht unendlich steilflankig geht.

    Die Volumenmethode verschiebt die Resonanzfrequenz im Gegensatz zur Massemethode aber nach oben. Da ist ja dann reichlich Platz. :)

    Viele Grüße,

    Michael

  • Interessanter Ansatz, den ich nie verfolgt habe. Es ist halt wesentlich einfacher, mit der Masse Methode zu arbeiten, weil man sich die Bastelei eines Gehäuses, mindestens aber die Herstellung eines passenden Chassisausschnitts sparen kann. Die Gehäuse Methode birgt aber imho ein zusätzliches Problem. Man muss nämlich das Volumen, welches das Chassis einnimmt, subtrahieren. Wie aber will man das exakt berwerkstelligen? Das Volumen des Magneten recht genau zu bestimmen, dürfte noch die kleinste Hürde sein. Es kommen aber auch noch der Korb und der Pyramidenstumpf hinzu, den die Membran bildet. Letztere endet meist außerhalb des Gehäuses oberhalb des Ausschnitts für den Korb. Da kommen viele Unwägbarkeiten zusammen.

    Hast du diese Methode bereits erprobt? Die Frage ist natürlich, wie sehr diese kleinen Ungenauigkeiten, die die Methode mit sich bringt, das Resultat beeinflussen. Das würde mich wirklich interessieren. Vielleicht hat jemand Lust, das einmal nachzuvollziehen und die Methoden miteinander zu vergleichen...?

  • Die Gehäuse Methode birgt aber imho ein zusätzliches Problem. Man muss nämlich das Volumen, welches das Chassis einnimmt, subtrahieren. Wie aber will man das exakt berwerkstelligen?

    Es ist zwar nicht 100prozentig, aber - denke ich - hinreichend genau: weil ich aus einem anderen Grund das Volumen, dass so ein Treiber verdrängt, messen wollte, habe ich in eine große Schüssel mal einen mit Wasser randvollen Eimer gestellt. Den Treiber habe ich in zwei Müllbeutel gepackt, mit dem Magneten voran bis zum Chassisrand in den Eimer getunkt und gemessen, wieviel Wasser in der Schüssel gelandet ist. 8)

    Hast du diese Methode bereits erprobt?

    Nein, wie gesagt, leider nicht. Die einzigen beiden Treiber, deren jeweilige fs so niedrig liegt, dass sich das angebotn hätte, habe ich erworben, als ich noch nicht selbst [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] gemessen habe: vor ewigen Zeiten den Peerless CSX257W und vor nicht gar so langer Zeit den Eminence LAB 12. Zu beiden hatte ich aber [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition], die von Bernd Timmermanns gemessen worden sind, im ersten Fall noch in der K&T und im zweiten in der HobbyHifi. Ich habe mich dann einfach darauf verlassen.

    Wird bei der Volumen-Methode das Chassis nicht "verkehrt" eingebaut, also mit dem Magneten nach außen?

    In dem Fall müsste man ja nur das Volumen, das in die Membran passt ermitteln und zum Volumen der Box addieren. Ist wohl weniger riskant, als das ganze Chassis zu tunken.... :)

    Viele Grüße,

    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von Azrael (17. Mai 2023 um 09:40) aus folgendem Grund: Kleine Ergänzungen.

  • Hinzu kommt aber auch noch der Verlustfaktor des Gehäuses - und der steigt mit dem Gehäusevolumen an. Wobei da wiederum das verwendete Material eine Rolle spielt. Also noch eine sehr schwammige Variable, die das Ergebnis beeinflusst.

    Meinem Verständnis nach geht es auch um die prozentuale Verschiebung der Resonanzfrequenz. Wenn man also bei einem Chassis mit 100Hz FS per Zusatzmasse auf beispielsweise 85Hz kommt (was ausreichen sollte für die Ermittlung), dann muss ein Chassis mit FS 20Hz gerade mal auf 17Hz gedrückt werden für die gleiche prozentuale Verschiebung.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Ich denke, für den Fall der Fälle, in der die Gewichtsmethode an ihre Grenzen stößt, ist die Volumenmethode sicherlich eine gangbare Alternative. Man kann sich ja an das durch den TT verdrängte Volumen möglichst genau herantasten. Welten werden kleine Abweichungen sicher nicht bewegen... ;)

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