Beiträge von Azrael

    Du meinst diesen Bereich hier?:

    Was sagt die Legende, was die gestrichelte Linie ist? Irgendwie scheint das weder die Kurve eines Einzeltreibers, noch die der Summe zu sein, aber ich kann mich auch täuschen. Vielleicht ein übrig gebliebenes Overlay? Der gestrichelte Buckel ist nämlich im Directivity-Diagramm nicht zu sehen.

    Aber nicht vergessen: wir bewegen uns hier in einem sehr eng bemessenen Schlauch, da kann sich der ein oder andere Fertighersteller 'ne Scheibe von abschneiden. Ich gehe da also mit donhighend: auch mal reinhören, ob's überhaupt auffällt. 8)

    Viele Grüße,

    Michael

    Bei Dickason bin ich ein wenig zwiegespalten. Sicherlich hat er einen sehr großen Wissensschatz. Betrachte ich aber anderseits seine Messungen bei AudioXpress muss ich immer wieder den Kopf schütteln. Statt in einer DIN bzw. IEC Schallwand zu messen, schraubt er seine zu testenden Probanden dauernd in irgendwelche gerade vorhandenen Schallwände, in denen sie irgendwelche Frequenzgänge produzieren, die nicht vergleichbar sind und somit keinen Nutzen bringen.

    Was seine Test Bench angeht, stimme ich zu: die Messungen sind leider immer mit einem Quentchen Salz zu genießen. Am besten hat man immer einen Schallwandsimulator zur Hand , das VituixCAD Diffraction Tool z.B., damit man die Messungen wenigstens einigermaßen nachvollziehen kann. Immerhin scheint er die Maße der verwendeten Schallwände meistens anzugeben.

    Sein Buch "Loudspeaker Design Cookbook" fand ich allerdings großartig. 1997, als ich mal in New York war, habe ich mir das englischsprachige Original in einer dortigen Buchhandlung zum Versand nach Deutschland bestellt, als ich noch nicht wusste, dass es das auch in deutsch gibt. Hat Wochen gedauert, bis es zuhause ankam, kam womöglich per Schiff.... 8|

    Da habe ich mich tatsächlich von vorne bis hinten durchgequält. Später habe ich mir eine übersetzte Ausgabe vom Elektor Verlag besorgt, war für's Nachschlagen einfacher. Auch Joseph D'Appolitos "Lautsprechermesstechnik" habe ich durchgelesen, auch ein sehr empfehlenswertes Buch.

    Ich finde, dass Foren eine tolle Wissensquelle sind. Allerdings helfen solche Bücher sehr, Sinnvolles von Schmu zu unterscheiden, von dem es leider recht viel gibt.

    Viele Grüße,

    Michael

    *edit*:

    Friedmann Hausdorfs "Handbuch der Lautsprechertechnik" habe ich auch gelesen, ist lange her. Mir kam es aber meiner Erinnerung nach etwas oberflächlich vor.

    "Lautsprecher - Dichtung und Wahrheit" habe ich nie gelesen, ich glaube auch nicht unbedingt, dass es mir jetzt noch viel Neues bringen würde.

    Und ja: Klang&Ton und HobbyHifi haben mich eigentlich die ganze Zeit über, die ich mich mit dem Kram beschäftige, begleitet. Was das Erhalten dieses schönen Hobbies angeht, halte ich beide Zeitschriften für wichtig. Für's Entwickeln bringen beide mir allerdings nicht mehr sonderlich viele neue Erkenntnisse. Und trotzdem kaufe ich immer noch fast jede Ausgabe....seltsam.... 8)

    Hm, stimmt, ganz so automatisch geht es in ARTA wohl tatsächlich nicht: zumindest die Winkel scheint man immer manuell eingeben zu müssen, wohingegen der Rest des Dateinamens für alle Messungen vorgegeben werden kann, wenn ich das richtig verstanden habe (ich habe im Dokument "Response measurements for crossover simulation with VituixCAD" nachgesehen).

    Bei REW kann man neben dem Basistext für den Dateinamen (z.B. "Treibername hor" oder auch "Treibername ver") halt den Winkel angeben, mit dem man starten will ("Next number"), und die Winkelschrittweite ("Increment").

    Es ist dann während der Mess-Session für einen Treiber gar nicht mehr nötig, irgendwelchen Text einzutippen. Die ganzen Messungen kann man anschließend wie gesagt in einem Rutsch in ASCII-Dateien exportieren (Siehe das Dokument "Measurements with Room EQ Wizard (REW) for crossover simulation with VituixCAD 2").

    Viele Grüße,

    Michael

    Ist es aber nicht so, dass dieses Datenpaket im .mdat Format exportiert wird und dann doch jede einzelne Messung ins .frd, .zma oder .txt Format umgewandelt werden muss?

    Nein, man kann alle Messungen in einem Rutsch im ASCII-Format exportieren. REW hat auch eine nette "Halbautomatik", die einem das händische Eintippen der einzelnen Dateinamen einer kompletten Mess-Session unter verschiedenen Winkeln abnehmen kann. Würde mich wundern, wenn es sowas in ARTA nicht auch gäbe.

    Viele Grüße,

    Michael

    Und warum solltest du dich in ARTA reinwurschteln, wenn du mit REW klar kommst.

    Ein Beispiel, dass mir spontan einfällt: wenn ich ein Sonogramm des Abstrahlverhaltens erstellen will, muss ich das in VituixCAD machen, in REW gibt's das nicht. Das reicht zwar in der Regel, doch scheint mir ARTA hier mehr Einstellmöglichkeiten zu haben.

    Wenn ich das richtig sehe, sehen so Dinge wie Wasserfalldiagramme auch was besser aus.

    Aber das sind eher Kleinigkeiten, du hast im Grund ja Recht. :)

    Viele Grüße,

    Michael

    Dieses Programm killt mich mit seiner seltsamen Darstellung wirklich irgendwann... ;)

    Das ist eine Geschmacks- bzw. Gewöhnungsache, denke ich. Ich komme halt mit ARTA nicht sonderlich gut klar, auf mich wirkt REW intuitiver. Aber vielleicht sollte ich mich nochmal mit ARTA auseinandersetzen, eine Lizenz hätte ich ja jedenfalls. ARTA hat auch ein paar nette Gimmicks, die REW so nicht oder in andere Weise hat (und vice versa 8) ).

    Wichtig bleibt am Ende, dass man mit beiden Programmen gute Ergebnisse erziehlen kann. :)

    Viele Grüße,

    Michael

    PS: ein kalibriertes Mic liegt vor. Ob dieses aus SPL-mäßig kalibriert ist, müsste ich checken.

    Es ist grundsätzlich unmöglich, für ein nacktes Messmikrofon eine Pegelkalibrierung anzubieten. Sie muss immer über die gesamte Messkette hinweg geschehen. Vorstellbar wäre das allenfalls für Messmikrofone, die ein Audio-Interface eingebaut haben, aber solche Mikrofone bringen wiederum andere Probleme mit sich.

    Ich selber benutze dafür einen Pegelkalibrator, den hier:

    Den Lack meines damals verwendeten IMG ECM-40 musste ich etwas abschmirgeln, er scheint die Spitze des Mikros einen Ticken dicker zu machen, als 1/2 Zoll. Für mein Isemcon EMX-7150 habe ich mir bei Isemcon einen Adapter auf 1/4 Zoll bestellt, da passt alles quasi saugend. 8)

    Viele Grüße,

    Michael

    Da ich nicht über eine (CNC-)Fräsmaschine verfüge und mir das kantige Design irgendwie gefällt soll der Waveguide so gestaltet werden, dass ich die einzelnen Segmente mit einer Kappsäge gefertigt kriege und diese dann zusammensetze.

    Da stelle ich zumindest schon mal meinen Klappstuhl auf. :)

    Viele Grüße,

    Michael

    Es geht dabei nicht unbedingt um den absoluten zeitlichen Versatz, sondern darum, dass sich bei der Trennfrequenz die Einzelfrequenzgänge möglichst ideal zu einer Summe addieren.

    Praktisch sieht das in einem Messdiagramm so aus, dass sich bei richtiger Polung zweier Treiber bei der Trennfrequenz möglichst kein Bereich zeigt, bei dem die Einzelfrequenzgänge mehr Pegel machen, als in Summe. Gleichzeitig sollte die Summe bei falscher Polung in möglichst keinem Bereich größeren Pegel zeigen, als die Einzelfrequenzgänge.

    Es geht weniger um die Verzögerung des Weges mit dem weiter entfernten SEO (trotzdem sollte man natürlich bestrebt sein, die von dir erwähnte Grenze einzuhalten), sondern darum, dass TMT und HT im Bereich der Trennfrequenz in Phase sind.

    Das ist mir passiv bei Hochtönern mit Horn noch nie wirklich 100prozentig gelungen, aber zumindest in meinen Ohren ausreichend genau. Das 100prozentig hinzubekommen halte ich auch schon deshalb für kaum möglich, weil die Phasengänge zweier Treiber mit derart auseinanderliegenden SEOs zwangsläufig unterschiedliche Steilheiten aufweisen, die man kaum über einen größeren Frequenzbereich hinweg deckungsgleich hinbekommt.

    Es ist wie bei so vielem im LS-Bau die Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss. :)

    Viele Grüße,

    Michael

    Schon mal mit dem virtuellen Probieren von Trennungen am TMT loszulegen, ehe damit auch am HT beginnen zu können, schadet zwar nicht, viel nützen wird es aber IMHO auch nicht.

    Insbesondere, wenn es an die Phasenbeziehungen zwischen TMT und HT geht, wird mit Sicherheit auch einiges an Vorabüberlegungen für den Tiefpass des TMT den Weg alles Irdischen gehen, kann ich jedenfalls aus leidvoller Erfahrung sagen, erst recht, wenn es um Konstruktionen mit eher weit auseinanderliegenden SEOs geht (was bei mir bisher immer der Fall war wg. Horn im HT).

    Aktiv via DSP getrennt u.a. unter Zuhilfenahme von Delay ist man da natürlich fein raus, aber wo bleibt da die Herausforderung....? 8)

    Viele Grüße,

    Michael

    Dann habe ich mich womöglich falsch und zu "hart" ausgedrückt. Tatsächlich meinte ich damit, dass es mit einem Audiointerface, bei dem Soundkarte und Mic-VV integriert sind, aus meiner Sicht nicht möglich ist, die ARTA-Box einzubinden. Zumindest habe ich das nie geschafft und mir würde sich auch nicht erschließen, wie das gehen soll. Daher ist eine 2-kanalige Messung damit nicht möglich. Ein semi-zweikanal-Setup geht.

    Es ist tatsächlich nicht möglich, die ARTA-Messbox ohne separaten Mikrofonvorverstärker vollständig ins Mess-Setup einzubinden.

    Es sollte aber schon möglich sein, ohne ARTA-Messbox, vollständig zweikanalig zu messen. Da ist ja, wenn ich das richtig sehe, lediglich ein Spannungsteiler nötig, um die Eingänge des Audio-Interfaces nicht zu grillen. Ich habe darauf aber bisher verzichtet und semi-zweikanalig gemessen, weil ich wie du hiervon ausgehe.....:

    ein Verstärker, der nicht linear spielt und an der Phase dreht, hat in einem Messsetup ohnehin nichts verloren.

    ....und davon, dass Verstärker, die linear sind und nicht ungebührlich an der Phase drehen bzw. zumindest in einem um Äonen kleineren Maße, als ein Lautsprecher, in meinen Augen schon seit langer Zeit den Stand der Technik darstellen (was wiederum nicht heißt, dass es nicht Hersteller von Verstärkern geben könnte, die auf den Stand der Technik einen Sch..ss geben....:whistling: ).

    Was einem ohne ARTA-Messbox entgeht, ist IMHO die einfache Umschaltbarkeit zwischen akustischen und elektrischen (Impedanzgang) Messungen. Ich zum Beispiel muss dann halt umstöpseln. Das ist zwar etwas unkomfortabler, aber so viele Impedanzmessungen macht man ja in der Regel nicht. :)

    Viele Grüße,

    Michael

    Ja, für die ARTA-Messbox geht's nicht anders:

    Wenn man die ARTA-Messbox vollständig in sein Setup integrieren will, dann braucht man natürlich einen separaten Mikrofonvorverstärker.

    Aber diese Begründung für einen separaten Mikrofonvorverstärker...:

    "eine für die Lautsprechersimulation notwendige 2-kanalige Messung sei bisher nicht “mit in die Soundkarte integriertem MicVV gelungen"

    ....meint ja offenbar was ganz anderes. Da hätte ich halt gerne mehr drüber gewusst.

    Viele Grüße,

    Michael

    Ich hätte mal eine Frage zu diesem Satz aus dem Bereich "Equipment":

    Zitat

    Mikrofon-Vorverstärker: IMG Stage Line MPA-102 (“eine für die Lautsprechersimulation notwendige 2-kanalige Messung sei bisher nicht “mit in die Soundkarte integriertem MicVV gelungen”).

    Was ist damit gemeint? Ich benutze ein konzeptionell recht ähnliches Audio-Interface, ein Cakewalk UA-25EX. Damit messe ich semi-zweikanalig, d.h. der Messverstärker ist nicht in die Loopbackkette integriert.

    Das Loopbackkabel selbst ist ein 6,3 mm Klinke-Patchkabel, d.h. in der Loopbackkette befindet sich kein Mikrofonvorverstärker, nur, falls das gemeint ist.

    Das Mikrofon, ja über XLR angeschlossen, braucht natürlich einen Mikrofonvorverstärker. Ist der damit womöglich gemeint?

    Über solche Timing-Probleme bin ich nämlich noch nie gestolpert und lese die Aussage, die in solchen Audio-Interfaces eingebauten Mikrofonvorverstärker seien deshalb nicht geeignet, das erste Mal.

    Wenn man die ARTA-Messbox vollständig in sein Setup integrieren will, dann braucht man natürlich einen separaten Mikrofonvorverstärker. Ich brauche allerdings die ARTA-Messbox nicht.

    Viele Grüße,

    Michael

    Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, aber ich hatte mal die nächstkleinere Version des SP-12A/302PA, den SP-10A/302PA (Tieftöner der Moppel 101 :)) in einem Gehäuse von 30 cm Breite gemessen. Der Bafflestep ist IMHO gut zu erkennen:

    Das Messfenster konnte ich aber mit 5 ms relativ groß für eine Wohnzimmermessung wählen, dort ist die Zimmerdecke deutlich über normal hoch.

    Die gefensterte Messung ist ergänzt mit Nahfeldmessungen (so nah wie möglich!) des Treibers und des BR-Ports. Das Ganze wurde mit dem Diffraction-Tool in VituixCAD um die Einflüsse der Schallwand im Fernfeld ergänzt an die gefensterten Messungen angefügt (gemerged im Merger-Tool von VituixCAD).

    Überhaupt mache ich alle Messungen in REW, bearbeite sie mit diesem Programm aber kaum, es bleibt ausschließlich bei der Fensterung der Fernfeldmessungen. Alles andere (Merging von Nah- und Fernfeldmessungen nach Anpassung von Pegel und Einbeziehung der Schallwandgeometrie für die Nahfeldmessungen, Entwirrung der Phasengänge durch Rausrechnen der Messdistanz bzw. anderweitiger Delays und so Sachen halt) mache ich in VituixCAD.

    Viele Grüße,

    Michael

    Vielleicht noch interessant: die üblichen Stärke-Maße von MPX und MDF unterscheiden sich ein bisschen, mir scheint MPX da oft einen Millimeter drunter zu liegen, z.B. ist 19 mm häufig bei MDF, das nächst ähnliche Maß bei MPX ist 18 mm.

    Gängige Stärken Birke-Multiplex:

    9, 12, 15, 18 bzw. 21 mm

    Gängige Stärken MDF:

    8, 12, 16, 19 bzw. 22 mm

    Solche zugegebenermaßen nicht gerade großen Unterschiede tauchen wohl zwischen noch weiteren Holzwerkstoffen auf (Span, OSB, Buche-Multiplex, etc.). Man muss dann ggf. die Konstruktion ein wenig anpassen.

    Viele Grüße,

    Michael

    Leider lässt die Qualität der Fotos zu wünschen übrig, aber das ist mein Drehtürmchen:

    Die Höhe lässt sich variieren, indem man Rohre anderer Länge verwendet.

    Die Gradanzeige geht jeweils von 0 bis 180 Grad:

    So einen Drehring wie Oli habe ich auch benutzt, nur ein paar Nummern größer:

    Viele Grüße,

    Michael

    Die Gehäuse Methode birgt aber imho ein zusätzliches Problem. Man muss nämlich das Volumen, welches das Chassis einnimmt, subtrahieren. Wie aber will man das exakt berwerkstelligen?

    Es ist zwar nicht 100prozentig, aber - denke ich - hinreichend genau: weil ich aus einem anderen Grund das Volumen, dass so ein Treiber verdrängt, messen wollte, habe ich in eine große Schüssel mal einen mit Wasser randvollen Eimer gestellt. Den Treiber habe ich in zwei Müllbeutel gepackt, mit dem Magneten voran bis zum Chassisrand in den Eimer getunkt und gemessen, wieviel Wasser in der Schüssel gelandet ist. 8)

    Hast du diese Methode bereits erprobt?

    Nein, wie gesagt, leider nicht. Die einzigen beiden Treiber, deren jeweilige fs so niedrig liegt, dass sich das angebotn hätte, habe ich erworben, als ich noch nicht selbst [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] gemessen habe: vor ewigen Zeiten den Peerless CSX257W und vor nicht gar so langer Zeit den Eminence LAB 12. Zu beiden hatte ich aber [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition], die von Bernd Timmermanns gemessen worden sind, im ersten Fall noch in der K&T und im zweiten in der HobbyHifi. Ich habe mich dann einfach darauf verlassen.

    Wird bei der Volumen-Methode das Chassis nicht "verkehrt" eingebaut, also mit dem Magneten nach außen?

    In dem Fall müsste man ja nur das Volumen, das in die Membran passt ermitteln und zum Volumen der Box addieren. Ist wohl weniger riskant, als das ganze Chassis zu tunken.... :)

    Viele Grüße,

    Michael