Beiträge von Y-King66

    Das ist schwer zu beantworten, weil jeder "vernünftigen Bass" anders definiert und noch dazu der Raum ein sehr gewichtiges Wort in dem Frequenzbereich mitredet.

    Durch den großen Tieftöner und die damit recht mächtige Erscheinung der Box erwarten die meisten Leute, dass es im Bass richtig zur Sache geht. Durch das GHP-Prinzip spielt die Asathor im Bass aber eher unaufdringlich und ohne Übertreibung. Da sind sich BYT und Asathor tatsächlich ziemlich ähnlich würde ich sagen.
    Leider gibt es auf dem Fertigmarkt kaum wirklich neutral abgestimmte LS. Car-Hifi, Heimkino und Bluetooth-Boxen kommen ebenfalls nahezu immer mit einer Überhöhung im Bass daher, so dass sich die Gesellschaft an zu viel Bass gewöhnt hat. Hört man dann eine neutrale Box wie LYC, BYC oder auch die Asathor, kann es gut sein, dass man im ersten Moment enttäuscht ist. Lässt man sich aber beim Hören länger Zeit, erkennt man, dass Bass nicht nur aus einem dicken, eintönigen Brei besteht, sondern z.B. eine Bassgitarre plötzlich ganz klar von einer Bass-Drum unterschieden werden kann. Und wenn sich das Gehör dann auf dieses Klangbild eingestellt hat, ist der überzogene Bass anderer LS plötzlich ganz klar als Mangen auszumachen.

    Das heißt natürlich nicht, das die Asathor keinen Bass kann, ganz im Gegenteil. Hier sind bei hohen Pegeln und tiefbasslastiger Musik schon Leute von der Couch geflüchtet, weil es ihnen zu heftig wurde. Aber eben erst, wenn man auch mal richtig Gas gibt.

    Bei meinen Versuchen mit anderen HT und angeflanschten Schallführungen war es immer der Übergang HT-Front zu WG/Horn, der über 10kHz für Störungen gesorgt hat. Da reichte schon ein kleiner Spalt von weniger als 1mm, um eine tiefe Kerbe zu erzeugen.

    Aber das ist wirklich nur ein kleiner Schönheitsfehler, unter Winkel läuft das ja auch ohne Probleme und in dem Bereich ist unser Gehör so unempfindlich...geschenkt.

    Aber vielleicht bringt ja das Glätten der Oberfläche noch was.

    Ein Mehrwege-Lautsprecher hat einen recht unruhigen Impedanzverlauf, was insbesondere bei Röhren zu klanglichen Problemen führt. Die Korrektur begradigt die Impedanz im Idealfall so, dass es kaum noch Schwankungen gibt und der Röhrenamp dann eine konstante Last "sieht".

    Transistoren haben in der Regel damit kein Problem - sowohl mit als auch ohne Korrektur funktionieren die ohne Probleme. Musst du also nicht schaltbar machen.

    Schellack sieht super aus wenn es richtig gemacht wurde und ist sogar relativ pflegeleicht, weil man Kratzer auch sehr gut wieder reparieren kann. Wollte ich auch immer schon mal machen, habs dann aber doch nie probiert.

    Das Video schau ich mir mal an! :thumbup:

    Ich hab mir vor ewigen Zeiten mal eine Packung Schnellbauschrauben im Baumarkt gekauft. Die sind mattschwarz phosphatiert, was zu vielen Chassiskörben optisch ganz gut passt. Hier mal ein Beispielbild, wie die eingeschraubt aussehen:

    Es gibt so viele verschiedene Chassis, dass es die eine, beste Kombination einfach nicht gibt. Es ist dein Projekt, und irgendwann muss man sich entscheiden. Ich bin ebenfalls gespannt, wie es weiter geht.

    Wir rechnen in der Regel mit +3dB, da die Lautsprecher in der Regel nicht komplett an der Wand stehen. Bei deinen beengten Verhältnissen könnte es aber mit 5-6dB durchaus hin kommen. Das ist leider schwer vorherzusagen.

    Mit dieser Chassiszusammenstellung lässt sich sicher ein sehr guter Lautsprecher bauen, einzig die Sickenresonanz der meisten Satori-Chassis bei ca. 1,5kHz ist nicht wirklich schön. Das muss man nicht überdramatisieren, aber z.B. ein LaVoce WSF051.02 oder Faital 5FE100 für einen Bruchteil des Preises machen das mindestens genauso gut. Ich kann aber natürlich verstehen, dass man ein solches "Billigchassis" nicht in eine High-End Box integrieren möchte.

    Wenn man rein auf Satori-Chassis setzt, wäre meine Wahl als Mitteltöner eher der MW13TX oder MW16TX. Die sind zwar deutlich teurer, laufen im Mittelton aber perfekt.

    Oder Beispielsweise einen Seas MCA15RCY, der ebenfalls besser läuft als der Satori MR13P, nur etwa die Hälfte kostet und dennoch mit hochwertiger Verarbeitung glänzt.


    Danke Janosch!

    Das matte Schwarz ist eigentlich nur schwarzes MDF, welches mit farblosem Hartwachsöl behandelt wurde. Aber mir hat das auch sehr gut gefallen.

    Leider habe ich keine Kontaktdaten mehr zu dem Schreiner aus Hamburg, der mir damals die Gehäuse für sehr wenig Geld gebaut hatte. Ich glaube, wir haben damals keine 200€ für die drei komplett fertigen Gehäuse bezahlt.

    Spoiler anzeigen

    Kurz OT:

    Dass sich ausgerechnet hier auch ein Sybreed-Fan tummelt hätte ich nun echt nicht erwartet. Slave Design und Antares gehören zu meinen All-Time Top 5 und laufen hier wirklich regelmäßig alle paar Wochen. Ich war damals auf einem Konzert in München, wo Sybreed mit Soilwork und Keep of Kalessin hätte spielen sollen und habe da erfahren, dass sich die Jungs leider ein paar Tage zuvor getrennt haben. Obsydians finde ich auch eher durchwachsen und auch Shadow Domain und Lucifer Ascending, die Nachfolgebands von Sänger Benjamin kommen an Sybreed mMn leider nicht ran. Am ehesten hat mir da noch This Misery Garden - Another Great Day At Earth gefallen.

    Das ist so gar nicht meine Musik, obwohl ich vor Orchestern und deren Leistung viel Respekt habe. Wir haben da aber ein sehr spezielles Teststück für Dynamik, mit dem man anfangs wirklich vorsichtig sein sollte. Auch klanglich ist das durchaus gut:

    Track #4 hält eine schöne Überraschung parat. Am besten natürlich direkt von CD.

    Das sehe ich genau wie Gazza. Die Idee an sich ist sicher interessant, allerdings gibt es so eine Unmenge an Bausätzen verschiedenster Entwickler, dass man hier irgendwann nahezu endlos viele Einzelthreads hätte.

    Designs lassen sich ja meist auch auf andere Bausätze übertragen, daher kann man sich bei der Durchsicht auch von anderen Modellen inspirieren lassen.

    Hallo zusammen!

    So ein Forum lebt, neben den ganzen Informationen, vor allem auch von den Bildern der umgesetzten Lautsprecher. Deshalb habe ich mir gedacht, ich mache hier mal einen Bilderthread auf. Natürlich für Lautsprecher jeglicher Art und egal von welchen Entwicklern.

    Eine Bitte hätte ich dabei jedoch:

    Damit man hier nicht zu viel Off-Topic generiert, wäre es sehr hilfreich, direkt mit dem Bild auch ein paar grundlegende Infos zur Box zu schreiben.

    Ich lege dann mal mit dem los, was ich hier so auf dem PC von meinen bisher gebauten LS verfügbar habe.


    Die Asathor steht aktuell in meinem Wohnzimmer und wird dort wohl auch noch ein wenig bleiben.


    Die Speedster habe ich vor fast genau 10 Jahren gebaut. Als kleine Box mit erstaunlichem Bass noch immer eine Empfehlung wert.


    Die ER 18 MTM habe ich für einen guten Bekannten gebaut. Trotz etwas fragwürdigen Konzepts eine echt tolle Box.


    Der Bekannte wollte zu den ER 18 MTM noch passende Rear und Center, also habe ich dafür drei Audecas dafür gebaut.


    Eine meiner ersten eigenen Entwicklungen war die Aquinta. Ein sehr günstiger Aurasound Hochtöner spielt hier im Verbund mit zwei kleinen Breitbändern von Vifa/Peerless/Tymphany.


    Erst kürzlich kam die Azrael zur Welt.


    Ebenfalls als Ergänzung zu einem anderen Projekt habe ich mit den Jungs vom DAU die Ardo ins Leben gerufen. Im Gegenzug für die Entwicklung habe ich die tollen Gehäuse vom Auftraggeber bekommen.


    Für eine kleine PA-Anlage entstanden diese Tops mit BMS-Druckkammertreiber und nicht mehr erhältlichem TMT von Speakertrade.

    Die Nomo ist leider auch kaum noch nachbaubar, da der Hochtöner in der Form nicht mehr erhältlich ist. Sie hat einige Jahre gute Dienste geleistet und wurde erst durch die Asathor abgelöst.


    Mein erster eigener LS überhaupt war die (K)Langspielplatte. Hier spielt ein einzelner Vifa-BB aus der Aquinta ebenfalls auf eine Transmissionline. Dank breitem Gehäuse und flacher Anbringung an der Wand funktioniert das sogar ohne Frequenzgangkorrektur.

    Nun seid ihr gefragt. Ich bin gespannt, was bei euch im Laufe der Zeit so alles entstanden ist und in Zukunft entstehen wird.

    Und keine Scheu, wie man sehen kann, sind auch meine LS nicht alle mit tollem Finish versehen. ;)

    Wir hatten da gestern praktisch zeitgleich gepostet glaube ich.

    Ob Clou oder Osmo - ich hab mit Beiden schon viel gearbeitet und konnte in Bezug auf das Endergebnis keine allzu großen Unterschiede erkennen. Aber ja, auch das Öl ist leider vom absurden Preisanstieg nicht verschont geblieben.

    Es gab auch von Ikea mal ein schönes Möbelöl, das nur 3-4€ die Flasche gekostet hat (wenn ich es richtig im Kopf habe). Bei dem großen Heimkino eines Freundes habe ich das damals verwendet und war auch zufrieden. Ist aber leider nicht mehr erhältlich.

    Die Methode mit dick Auftragen und nach 15 Minuten den Überschuss abnehmen habe ich allerdings immer vermieden. Da war ich immer zu geizig, so viel Öl entsorgen zu müssen. Außerdem habe ich vor vielen Jahren den Tipp von meinem Opa bekommen, dass sie in der Schreinerwerkstatt das Öl immer mit zusammengeknüllten Baumwolltüchern in die Oberfläche einreiben. Die Oberfläche ist dann sehr schnell trocken (je nach Temperatur etwa 20-60 Minuten) und kann ein zweites Mal eingerieben werden.

    Der Baumwolllappen muss anschließend aber unbedingt feuerfest verschlossen oder verbrannt werden. Bei mir landet der immer im Werkstattofen.

    Aber zurück zum SaRaiFo:

    Nicht alle Furniere haben dieses Fließ auf der Rückseite. Ehrlich gesagt, hatte das noch Keines von denen, die ich verarbeitet habe. Habt ihr da Erfahrungen, welches besser zu verarbeiten ist?

    Danke Thomas, das hatte ich mir gestern Abend auch schon überlegt.

    Sehr schön sehen kann man auch beim Bericht zur Kairo auf Seite 3, dass bei den alten Messungen von SB diese Störungen im Bass nicht enthalten sind. x

    Ich vermute, die oben gezeigte Messkammer kam erst ab ca. 2020 zum Einsatz. Viele Datenblätter von SB ab diesem Zeitpunkt zeigen das seltsame Verhalten.

    Die 50Hz Kerbe könnte auch von der Netzfrequenz kommen - auch in Indonesien gibt es ein 230V Stromnetz mit 50Hz Netzfrequenz. Evtl. arbeitet ein Gerät oder eine Maschine in der Messumgebung und löst diese Störungen aus.

    Ich werde da mal nachfragen.

    Da ich das Thema recht spannend finde, habe ich ein wenig recherchiert.

    Schau dir mal das Video an, bei 0:45 sieht man, wie gemessen wird.

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    Sieht für mich nach einer Messkammer aus, die nicht besonders groß und innen wohl stark bedämpft, aber schlussendlich gegen die Hauptmoden nicht 100%ig wirksam ist.

    Selbst in sehr großen Messräumen wie z.B. bei Visaton können die Moden im Tiefbass nicht gänzlich eliminiert werden.

    Und natürlich können Moden auch destruktiv sein. Das sieht man ja bei jeder Raummessung.

    In Dänemark bei den Danesian-Leuten, die für die Entwicklung der Chassis zuständig sind, gibt es ebenfalls eine solche Kammer:

    Breite und Höhe der Kammer schätze ich auf rund 3m, das würde also eine Mode bei rund 57Hz nach sich ziehen. Mit starker Bedämpfung eher etwas tiefer. Die Messungen zeigen bei 50Hz den scharfen Einbruch...

    Das ist alles natürlich ein wenig spekulativ, aber für mich durchaus schlüssig.

    Die Tabelle ist schon mal hilfreich. Für geschlossene bzw. geschlossene mit Hochpass ([definition='4','0']GHP[/definition]) Gehäuse eignen sich Chassis mit niedrigem FS und eher höhere Gesamtgüte Qts. Du könntest deiner Tabelle noch eine Spalte hinzufügen, welche die Division von FS und Qts zeigt. Je kleiner der Wert, desto besser ist das Chassis für geschlossene Gehäuse geeignet.

    Die Seas sind eigentlich nicht leiser als andere Chassis, außerdem möchtest du ja zwei Tieftöner einsetzen. Hier kommen noch einmal 6dB in der Theorie dazu (wobei davon wieder ~5dB durch den Baffle Step verloren gehen). Ich würde die Seas nicht ausschließen. Den Wirkungsgrad des fertigen Lautsprechers jetzt schon festzulegen halte ich für unnötig. Ob ein Lautsprecher nun 85dB oder 89dB an einem Watt liefert, ist in der Praxis relativ egal, solange man keine sehr schwachen Verstärker einsetzt. Dein Rega ist zwar nicht besonders kräftig, mit ~70 Watt an 4 Ohm aber ausreichend stark auch für Lautsprecher, die nicht sehr wirkungsgradstark sind.

    Von Seas gibt es übrigens noch den L16RN-SL. Der wurde damals in Kooperation mit Siegfried Linkwitz entwickelt, wobei möglichst viel Membranfläche und Verschiebevolumen bei geringen Abmessungen und gutes Verhalten in geschlossenen Gehäusen die Entwicklungsziele waren. Der könnte also hier auch gut passen, wobei solche Chassis immer etwas weniger Wirkungsgrad mitbringen.

    Hi Fabian!

    Da kann ich nur zustimmen, ich arbeite auch sehr gerne mit dem SaRaiFo. Einfacher geht es kaum und die Ergebnisse sind optisch absolut wohnzimmertauglich.

    Die erste Box, die ich damit nach der Methode von Gazza furniert habe, steht nun schon fast 10 Jahre bei einem guten Bekannten und alles hält wie am ersten Tag.

    Bei mir steht demnächst das Furnieren eines ganzen Schlagzeuges an, das wird aufgrund der runden Kessel eine Herausforderung. Evtl. versuche ich hier auch noch einmal die Pattex-Methode, wobei der beim ersten Versuch Klumpen beim Auftragen gebildet und damit das Ergebnis unbrauchbar gemacht hat.

    Wir könnten hier ja auch eine kleine Bildergalerie aufmachen, damit man sieht, wie die Furniere an realen Objekten wirken.

    Das ist zum Beispiel Makassar SKS mit farblosem Hartwachsöl von Clou (und schwarz lackierten Fronten, leider nicht die beste Bildqualität):