Projektname I.B.M. - Inspired by Menhir

  • Hallo Oli,

    ich habe das mit der Tischkante jetz mal probiert und bin bisher noch nicht auf die Lösung der Reflektion gestoßen(Vieleicht weil der Tisch ja links und Rechts noch ein Stückchen weiter geht - aber auch ne große Pappe über die Ganze Stirnseite brachte erstmal nichts)...?

    Handtuch im BR-Kanal bringt auch nix...

    Daher habe ich mal beide Boxen so gut es geht verglichen - die Position wird ja nie ganz genau gleich...

    Ergebnis des Vergleichs:

    Bin weiter am Suchen...

    Hier der Aufbau - die Schallwand ragt leicht über die Tischplatte hinaus ... diesesmal habe ich in der Garage bei geschlossenem Tor gemessen:

    Aktuell glaube ich, das alles über 2000Hz tatsächlich die Chassis selbst sind - hier ändert sich absolut nichts.

    Hat jemand einen gemessenen Frequnenzgang des Chassis?

    Quelle: https://www.monacor.de/produkte/compo…-/sp-12a-302pa/


    Hab ne Messung aus der Hobby Hifi im Kopf, welche auch etwas wellig war ...

    Durchgeführte Versuche (leider keine Bilder):

    * Große Pappe an tisch und Schallwand angelehnt ... keine Änderung des welligen Bereichs geringfügig weniger Pegel im Tiefbass

    * Pappe zwischen den vorderen Füßen ... keine Änderung des welligen Bereichs geringfügig weniger Pegel im Tiefbass

    * [definition='2','0']BR[/definition] mit Handtuch geschlossen ... keine Änderung des welligen Bereichs weniger Pegel im Tiefbass

    * Messfenster von 5ms auf 3ms verkleinert - leichte Besserung

    * Vergleich beider Boxen - "gleich" oder interpretiert Ihr das anders?

    Ideen:

    * Ursache Betonboden trotz Fenster? - Abpolstern?

    * Tisch ?

    * CAR-Hifi Class D Endstufen am PC Netzteil ?

    * Wirklich das Chassis?

    * Lagerung auf 4 Pfosten auf dem geplanten Drehteller?

    Edit:

    * Habe mir die Impulsantwort angeschaut und glaube jetzt auch irgenwie an den Tisch - habe nur noch keine Lösung gefunden:

    Der Baffle Step ist bei ca. 300-350 Hz ... daher kann ich nicht so arg weit fenstern...

    Viele Grüße,

    Manuel

  • Die Vergleichsmessung sieht schon mal besser aus, als die Letzte die du gepostet hast. Im Bereich um 1kHz ist das deutlich ausgewogener - war da das Messfenster kleiner?

    Die Störungen ab 2kHz aufwärts würde ich auch dem Chassis zuschreiben, das ist bei der Membrangröße kaum anders machbar.

    Die Garage ist ja ziemlich hoch, da würde ich den ganzen Messaufbau auf halbe Raumhöhe bringen.

    War das Auto in der Garage beim Messen?

    Kannst du die Füße an der Box zum Messen entfernen?

    Viele Grüße,
    Oli

  • Ja das Fenster war da bei 3ms ... Ich mach mir da nur nen Kopf wegen dem baffle step ... Aber den kann ich ja auch mit ner geglätteten Messung prüfen denk ich oder? Die Füße würde ich abbekommen - aber ungern, dann steht das Ding auf dem BR-Kanal und ist quasi [definition='3','0']CB[/definition] oder ? Ich Bau mir noch nen Drehteller während ich auf die Hörner warte eventuell mit einzelnen Stützen für die Füße also ohne durchgehende Platte unter der Box - ist das ne Idee?

    Auto war in der Garage aber gleich weit weg wie die Seitenwand ...also außerhalb des Fensters in der Theorie

    Einmal editiert, zuletzt von Manuel S. (21. Mai 2023 um 18:42)

  • Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, aber ich hatte mal die nächstkleinere Version des SP-12A/302PA, den SP-10A/302PA (Tieftöner der Moppel 101 :)) in einem Gehäuse von 30 cm Breite gemessen. Der Bafflestep ist IMHO gut zu erkennen:

    Das Messfenster konnte ich aber mit 5 ms relativ groß für eine Wohnzimmermessung wählen, dort ist die Zimmerdecke deutlich über normal hoch.

    Die gefensterte Messung ist ergänzt mit Nahfeldmessungen (so nah wie möglich!) des Treibers und des BR-Ports. Das Ganze wurde mit dem Diffraction-Tool in VituixCAD um die Einflüsse der Schallwand im Fernfeld ergänzt an die gefensterten Messungen angefügt (gemerged im Merger-Tool von VituixCAD).

    Überhaupt mache ich alle Messungen in REW, bearbeite sie mit diesem Programm aber kaum, es bleibt ausschließlich bei der Fensterung der Fernfeldmessungen. Alles andere (Merging von Nah- und Fernfeldmessungen nach Anpassung von Pegel und Einbeziehung der Schallwandgeometrie für die Nahfeldmessungen, Entwirrung der Phasengänge durch Rausrechnen der Messdistanz bzw. anderweitiger Delays und so Sachen halt) mache ich in VituixCAD.

    Viele Grüße,

    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von Azrael (21. Mai 2023 um 22:12)

  • Ok, den BR-Kanal sollte man schon offen lassen, auch wenn es im relevanten Bereich nicht unbedingt einen Einfluss hat.
    Du könntest die Box aber auch noch auf den Kopf stellen. Dann muss zwar der Unterbau höher werden, aber es gäbe keine Tischplatte, die reflektieren kann.

    Ich messe oft mit Bierkisten als Unterbau, wobei die Kisten dann um 45° gedreht werden und somit nur eine Ecke mit der Mitte der Schallwand bündig abschließt. Eine Stelzenkonstruktion wie bei Michael ist aber natürlich auch nicht verkehrt.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Hallo zusammen,

    hier das Ergebnnis eines kurzen Tests - hatte leider nicht so viel Zeit (die Winkel sind Schätzungen - noch keine Skala).

    Fenster 5ms:

    Fenster 3ms:

    Impuls 5ms (Ist etwas besser geworden mit der Welligkeit um 1000Hz):

    Viele Grüße,

    Manuel

  • Bis 4ms scheint der Impuls sauber zu sein, danach kommt eine leichte Welligkeit, die bei der 5ms Darstellung wohl die Unruhe ausmacht.

    Sieht jedenfalls erstmal sehr brauchbar aus, die Schaltung verstehe ich aber nicht ganz. Warum so viele Widerstände statt eines Einzelnen und warum zwei Spulen in Reihe vor dem ersten, parallelen Kondensator? Ich hab so etwas aber noch nie probiert, vielleicht bringt es ja Vorteile.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Hi, die Widerstände hab ich wegen der elektrischen Belastbarkeit multipliziert. Da die erste Spule ja über die Widerstände auch umgangen werden kann wirkt sie hauptsächlich auf den Anfang des Plateau. Die eigentliche Trennung wird erst danach realisiert... Ob das Vorteile hat kann ich dir nicht sagen, die Menhir macht das aber sehr ähnlich bei höherer Trennung und anderem Gehäuse volumen... Hab auch noch andere Varianten probiert, bin aber bisher nicht auf ne vergleichbare Kurve gekommen... Werde noch weitere Varianten ausprobieren... Vielleicht kann uns ja jemand über vor und Nachteile aufklären 😜

    Edit - so könnte es auch gehen:

    Das ist jetzt eher standard oder ? - bin am überlegen wie weit ich wegen dem Bass den Pegel senken soll...

    So jetzt nochmal besser auf Basis der 3ms gefensterten Messung:

    Für mich sieht das jetzt doch ziemlich gut aus - ich bin gespannt wenn die Hörner kommen ....

    Viele Grüße,

    Manuel

    2 Mal editiert, zuletzt von Manuel S. (29. Mai 2023 um 22:10)

  • Schon mal mit dem virtuellen Probieren von Trennungen am TMT loszulegen, ehe damit auch am HT beginnen zu können, schadet zwar nicht, viel nützen wird es aber IMHO auch nicht.

    Insbesondere, wenn es an die Phasenbeziehungen zwischen TMT und HT geht, wird mit Sicherheit auch einiges an Vorabüberlegungen für den Tiefpass des TMT den Weg alles Irdischen gehen, kann ich jedenfalls aus leidvoller Erfahrung sagen, erst recht, wenn es um Konstruktionen mit eher weit auseinanderliegenden SEOs geht (was bei mir bisher immer der Fall war wg. Horn im HT).

    Aktiv via DSP getrennt u.a. unter Zuhilfenahme von Delay ist man da natürlich fein raus, aber wo bleibt da die Herausforderung....? 8)

    Viele Grüße,

    Michael

  • Da kann ich Michael nur zustimmen - geht mir bei meinen beiden aktuellen Projekten (leider) auch so. Aber als Fingerübung ist so ein Durchprobieren verschiedener Schaltungen durchaus hilfreich.

    Bin gespannt auf die Messungen mit HT. :thumbup:

    Viele Grüße,
    Oli

  • Hallo zusammen,

    ich habe die Problematik verstanden und die Herausforderung angenommen ;)

    Ab wieviel Zeitversatz der durch unterschiedlich positionierte Schallentstehungszentren hervorgerufen wird, ist das tatsächlich ein hörbares Problem?

    Ich habe in den Weiten des Netzes was von 0,002sec als Grenze gehöhrt - bei 343m/s sind das immerhin 0,686m - so viel Versatz werde ich nicht haben - es werden im Worst Case 0,200m Versatz ... eher weniger

    Viele Grüße,

    Manuel

  • Es geht dabei nicht unbedingt um den absoluten zeitlichen Versatz, sondern darum, dass sich bei der Trennfrequenz die Einzelfrequenzgänge möglichst ideal zu einer Summe addieren.

    Praktisch sieht das in einem Messdiagramm so aus, dass sich bei richtiger Polung zweier Treiber bei der Trennfrequenz möglichst kein Bereich zeigt, bei dem die Einzelfrequenzgänge mehr Pegel machen, als in Summe. Gleichzeitig sollte die Summe bei falscher Polung in möglichst keinem Bereich größeren Pegel zeigen, als die Einzelfrequenzgänge.

    Es geht weniger um die Verzögerung des Weges mit dem weiter entfernten SEO (trotzdem sollte man natürlich bestrebt sein, die von dir erwähnte Grenze einzuhalten), sondern darum, dass TMT und HT im Bereich der Trennfrequenz in Phase sind.

    Das ist mir passiv bei Hochtönern mit Horn noch nie wirklich 100prozentig gelungen, aber zumindest in meinen Ohren ausreichend genau. Das 100prozentig hinzubekommen halte ich auch schon deshalb für kaum möglich, weil die Phasengänge zweier Treiber mit derart auseinanderliegenden SEOs zwangsläufig unterschiedliche Steilheiten aufweisen, die man kaum über einen größeren Frequenzbereich hinweg deckungsgleich hinbekommt.

    Es ist wie bei so vielem im LS-Bau die Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss. :)

    Viele Grüße,

    Michael

  • So ist es. Zum Glück bleibt man beim bewussten Hören ja in der Regel auf einer Höhe. +-20cm macht die Phase auf 3-4 Metern nicht wirklich kaputt, das ist also messtechnisch ein größeres Problem als in der Praxis. Bei 1m Messabstand ist der Winkelfehler natürlich größer als später auf Hörabstand.

    Die Phase möglichst sauber hin zu bekommen ist natürlich schön, aber wegen kleiner Abweichungen muss man sich nicht verrückt machen.

    Viele Grüße,
    Oli

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