Gehäuse Resonanzen bekämpfen

  • Ich hoffe das passt hier rein,

    Da ich heute meine erste Entwicklung neu abgestimmt habe sind mir 2 kleine Ungereimtheiten im Impedanz Verlauf aufgefallen die auf Resonanzen zurück zuführen sind. Nun wollte ich mal fragen wie man diese am besten bekämpft, da tot bedämpfen ja klanglich ziemlich einschneidet (aus wenigen eigenerfahrungen). Ist ja auch eher eine grundsätzliche Frage als nur bei diesen Lautsprecher.

  • Kannst du den Impedanzverlauf mal zeigen? Wäre interessant zu sehen, wo die Resos liegen. So kann man sich Gedanken um eine gezielte Bed(k)ämpfung machen.

    Liegen die Resonanzen recht tief, kann man evtl. einen IHA einsetzen. Mit herkömmlichen Bedämpfungsmaterial wird das eher schwierig. Man kann sie damit meist nur abschwächen oder in einen Bereich ziehen, in dem es nicht stört.

  • Hast du auch eine Impedanzmessung im unverbauten Zustand gemacht? Treten dort die Buckel nicht auf?


    Ich würde die Resonanzen erstmal mit akustischen Messungen überprüfen. Am besten noch mit einer Nahfeldmessung vorm Chassis und eine vorm Port. Wenn möglich auch noch welche im Port in verschiedenen Tiefen (Das Mikro verschieden tief in den Port reinschieben). Dann solltest du ein klares Bild bekommen ob es sich bei einer Resonanz um eine Portresonanz handelt.

    Hast du vllt. noch die inneren Abmessungen? Dann kann man nachrechnen ob eine der Resonanzen einer Raummode im Gehäuse entspricht.

  • Und diese Beulen sind bei den nackten Chassis nicht vorhanden? Eigentlich würde ich etwas spitzere Resos erwarten, wenn sie von den Gehäusemaßen kommen würden. In etwa so wie hier bei 180 Hz und 320 Hz:

    Wie ist das Gehäuse im Moment bedämpf? Auch die Portmaße wären interessant. Eine Störung bei 1300 Hz würde zum Beispiel auf einen 5 cm durchmessenden und 12 cm langen Port passen.

    Um bei 550 Hz eine Störung aufgrund der Gehäuseinnenmaße zu bekommen, müsste eine der Innenseiten etwa 300-320 mm messen. Trifft das auf eine der Seiten zu?

  • Da ich den Ls gestern Abend noch an seinen Besitzer zurückgegeben habe kann ich leider aktuell keine weiteren Messungen mach ist bei dem LS auch nicht weiter tragisch da er nur in einer garten Hütte steht. Da ich aber ähnliches bei meiner letzten Entwicklung (2,5wege) auch hatte kann man ja da mal ansetzen. Da waren die Buckel am einzel Chassis nicht vorhanden. Das wären die zappeln bei 200hz die auch bei diversen Liedern hörbar sind. Aktuell ist der LS an den wänden mit Akustikschaumstoff (2cm stark) beklebt und am Boden 3cm hoch mit Polyesterwatte (IKEA Kissen ) ausgelegt.

  • Anhand der Gehäuseinnenmaße kann man relativ schnell feststellen, ob die Reso von eben diesen kommt oder aber von den Chassis selbst. Bis ca. 400-300 Hz klappt die Bedämpfung mit Materialien wie Fibsorb 100 recht gut. Eine Mischung aus mehreren Materialien kann ebenso sinnvoll sein.

    Tieferen Frequenzen kann sehr gut mit einem Internen-Helmholtz-Absorber (IHA) entgegenwirken. Einen solchen baue ich bei praktisch jeder Standbox ein, weil in solchen je nach Innenhöhe Stehwellen im Bereich um 170 Hz bilden, denen mit Bedämpfungsmaterial schlecht beizukommen ist. Außerdem würde sich eine sehr starke Bedämpfung vor allem bei ventilierten Gehäusen negativ auswirken. Wie man einen solchen IHA berechnet, hat Oli hier auf unserer Homepage beschrieben. Das Schöne bei der Sache ist, dass das Volumen des IHA weiterhin zum Boxenvolumen gehört, weil der Absorber für Frequenzen unterhalb seiner Abstimmfrequenz praktisch "unsichtbar" ist. Man muss die Box also nicht größer dimensionieren, wenn man vor hat, einen IHA einzusetzen.

  • Danke für die Antwort, das hatte ich schonmal berechnet das würde mit der Unregelmäßigkeit übereinstimmen das innen maß beträgt 964mm (höhe) da würde ich auch eine Gehäuseresonanz von 165Hz kommen. Da die box ja schon komplett verleimt und somit quasi "fertig" ist wird das mit dem IHA wohl nix mehr ich bestell mal das fibosorb und teste das.

  • Wenn schon alles zu ist, könnte man auch einen Röhrenabsorber probieren (falls man den durch den TMT-Ausschnitt rein bekommt). Dabei nimmt man ein (Kunststoff-)Rohr mit halber Länge der Innenhöhe des Gehäuses, verschließt es an einem Ende und gibt ein klein wenig Dämpfungsmaterial im Bereich der Öffnung rein.

    Nun platziert man das Gebilde so, dass sich das offene Ende mit wenig Abstand in einer der 8 Ecken befindet. Noch effektiver wird es, wenn man zwei oder gar vier solcher Absorber einfügt.

    Allzu groß müssen die Rohre nicht sein, 2-3cm Durchmesser sollten reichen.

    Damit bekämpft man ebenfalls die Längsreso und kann so Dämpfungsmaterial einsparen, was der Bassperformance zu Gute kommt.

    Viele Grüße,
    Oli

  • Ich glaube zu wissen was du meinst, das war allerdings ein außen angebrachter Helmholzresonator um in der [definition='5','0']TML[/definition] den Bereich um 200hz zu senken (Wenn ich mich nicht irre) aber dennoch danke

  • Also nach aktuellem hören der 72 Seasons Platte ist mir aufgefallen das dass drönen immer noch da ist ich habe mal das [definition='2','0']BR[/definition] Rohr sowie den TT und TMT gemessen scheint eine Port Reso zu sein Klingt wie eine Hupe bei manchen stellen der Musik.

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