GHP mit SWANS Yt5n und Monacor DT25N

  • Das ist doch schon cool! Natürlich würde mich deine Weichenschaltung interessieren :)

    So ähnlich hatte ich es auch, siehe Bild.

    Lehrreich wäre für mich, wie man den Anstieg des Hochtöners in einen sanft fallenden wandeln könnte.

    Kosten mal außen vor. Der Lautsprecher hat sonst ja so gut wie nix gekostet...

    Zum Vergleich mal die LYC an gleicher Stelle gemessen, da sieht man auch den Raumeinfluss.

    Danke für die Bastelei, Rouven!

  • Das sieht doch schonmal gut aus. Viel mehr wird nicht herauszuholen sein. Diese Kalotten mit Kurzwaveguide, wie DT-25N, Omnes Audio T25H, Peerless/Tymphany BC25SC06-04 sind alle sehr sehr schwierig in den Griff zu bekommen. Die funktionieren auf sehr breiten Schallwänden deutlich besser.

  • Danke, Danke!

    Das mit den Kalotten auf den breiten Schallwänden ist interessant - siehe Pink Panther :)

    Rouven, schick mal das Weichenlayout rüber, bitte!

    Bester Dank an alle und ein schönes Wochenende!

    Ansgar

  • Das ist leider so. Da kann man auf etwas schmaleren SW auch wenig bis gar nichts gegen tun.

    Ich habe nach oben hin etwas ansteigen lassen, weil dann insgesamt die Energieabgabe gleichmäßiger ist. Hier die Weiche zu der Bastelei:

    Den oberen Hochton kann man mit dem Reihenwiderstand des Spannungsteilers einstellen jedoch hat das natürlich auch Einfluss auf den Übergangsbereich der beiden Töner. Aber das sind dann im Filter ein paar Bauteilewerte hoch oder runter um das dann wieder anzugleichen.

  • Interessantes Layout. Natürlich habe ich auch eines gebastelt. Ist recht ähnlich vom Verhalten. Da kann man nichts machen. Dreht man an einem Wert, wird es an einer Stelle besser, an einer anderen schlechter. So ist das bei Entwicklungen. Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man sich im Kreis dreht. Ich habe eine Nahfeldsimu aus Vituixcad angefügt, wobei ich deine Gehäusemaße mit 30x18 geschätzt habe. Das sollte bis auf kleine Toleranzen hinkommen.


  • Ich habe nicht dieses letzte .mdat Paket verwendet, das Ansgar heute nachmittag hochgeladen hat. Ich habe seine alten Messungen genommen, zu der er heute noch die Achsenmessung vom TMT nachgereicht hat. Diesen .mdat Kram kann ich nicht extrahieren.

    Wenn die alten Messungen fehlerhaft sind (oder die neuen) stimmt entweder deine oder meine Simu...

  • So sehe ich das. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Ansgar mit der Messerei noch nicht ganz so sicher ist. (EDIT: Daran lag es zum Glück nicht.)

    Meine Simu hat bewusst ein paar dB weniger Pagel, weil ich das Nahfeld aus dem Enclosure Tool und mit passender Diffraktionskurve angefügt habe. Wenn man dem Ding einen Kennschalldruck von rund 86dB verpasst, wird der Bass trotz Roomgain zu leise. Daher kann schonmal ein Unterschied kommen. Bei mir fehlt das Aufbuckeln unterhalb der für das Fenster gültigen Grenzfrequenz. Das führt natürlich zu einem ganz anderen Verhalten mit stärker ausgeprägtem Baffle Step Effekt.

  • Der Fehler lag offensichtlich bei mir! Ich habe die Weiche nochmal gelöscht und nochmal Stück für Stück deine nachgebaut. Hab ich zwar vorhin 5 Mal kontrolliert, aber muss wohl was übersehen haben. Bis auf den ganz unteren Bereich ist jetzt alles gleich:

    Ich denke, dass das mit 83 dB besser passen sollte. [definition='4','0']GHP[/definition] klaut untenrum ja nochmal ein 1-2 dB und der Buckel da bei 200-300 Hz scheint so nicht zu existieren, wenn man die NF-Messung anfügt. Passe ich meine Simu entsprechend an, würde das ab 400 Hz aufwärts dann so aussehen:

    Unterscheidet sich nur minimal und wir sind wieder bei der Kaffeesatzleserei bei der Frage, was denn nun "besser" wäre.

  • Jungs, es ist schon spät! :) Wahnsinn, dass ihr euch so reingehangen habt! Vielen Dank! Dann schaue ich mal, was mit den richtigen Teilen dabei rauskommt.

    Allerbester Dank und euch noch einen schönen Abend!

    Ansgar

  • Hallo zusammen,

    nach einer kleinen Ewigkeit melde ich mich zurück:

    1. Ich hatte eine Weiche gebastelt (VituixCAD & in echt), die schon recht ordentlich klang. Es flossen auch viele Modifikationen durch "akustisches Ausprobieren" mit gleichzeitiger VituixCAD-Nutzung ein: sehr interessant! Der Lautsprecher lief mehrere Monate so in meinem Arbeitszimmer im Nahfeld. Hier meine eigene Weiche & Simu:

    2. Es erfolgten dann finale akustische Messungen des gesamten Lautsprechers (allerdings mit mit Alex erster Weiche) unter exakt den gleichen Bedingungen (Raum, Positionen Mikro, LS etc) wie bei den unbeschalteten Chassis. Leider gab es trotzdem Abweichungen zu Alex erstem Weichenlayout. Begründen können wir das nicht. Ist jetzt erstmal egal.

    3. Dazu hatte ich mit Alex geschrieben, der sich spontan nochmal hingesetzt hat und ein ganz neues Weichenlayout entwickelt hat. Dieses ist wesentlich einfacher, ist aber in der Energieabgabe (blaue Linie in VituixCAD) besser als meine Weiche und klingt auch gerade im Bassbereich wesentlich ausgewogener und insgesamt stimmiger als meine.

    Dies ist Alex neue, die finale Weiche (MERCI, Alex!!!):

    Simu-Ergebnis:

    Ich habe den Hochton Widerstand im Signalweg von 8,2 auf 6,8 Ohm reduziert, so dass die Höhen einen Hauch präsenter sind. Dies funktioniert in meinem Arbeitszimmer richtig gut.

    Schön ist natürlich auch, dass sich der Bauteileaufwand in Grenzen hält. Die Chassis haben mich pro Seite ca 40 Euro gekostet. Der Holzzuschnitt rekrutierte sich aus Resten, Teichvlies und Noppe habe ich in größeren Mengen hier, also auch kein Thema. Die Weiche mag bei 30-40 Euro liegen.

    Die finalen akustischen Messungen werden hier veröffentlicht, sobald ich im Haus wieder Ruhe habe :)

    Aber da es wirklich überzeugend klingt und es am Ende nur ein Rear-Lautsprecher sein soll, der auch ein bisschen Hifi kann, wage ich die Aussage, dass das Projekt dann wohl sein Ende finden wird.

    Bis dahin sage ich allen, die sich hier geäußert oder gar mitentwickelt haben, herzlichen Dank!

    Ansgar

    Einmal editiert, zuletzt von avenue22 (15. Februar 2024 um 23:09)

  • Hallo zusammen,

    der letzte Post in dieser kleinen Entwicklung liegt schon etwas zurück; allerdings habe ich die Zeit benötigt, um die simulierte Weiche in der Praxis ausgiebig mit leicht variierenden Werten zu hören. Schließlich hat sich die Weiche als so am besten klingend herausgestellt, wie Alex sie simuliert hatte (siehe letzter Post). Vor allem das Tuning des Mitteltonbereichs scheint recht sensibel und anspruchsvoll zu sein. Klingt z.B. der verzerrte Einstieg der Gitarre in Metallicas „Battery“ super (fett und nicht „drötig“), so erscheint Anastacias Stimme mit dem gleichen Weichenlayout etwas belegt. Hier scheint man nur einen Kompromiss erzielen zu können (der m.E. gefunden wurde).

    Endlich hatte ich Zeit, die SWAMO final akustisch zu messen. Leider passte die erste Messung gar nicht, da eine Lötstelle an einer Spule sich gelöst hatte, was ich erst anschließend bemerkte. Dummerweise war das Wohnzimmer bereits wieder komplett „zurückgebaut“. Heute ergab sich spontan nochmals die Gelegenheit zur Messung. Die Lötstelle war korrigiert, gemessen wurden nun auch beide Lautsprecher.

    Leider lässt sich die ursprüngliche Messsituation nicht mehr 100%ig reproduzieren (z.b. durch ein neues Sofa). Trotzdem möchte ich das Projekt messtechnisch so gut wie möglich abschließen.

    Hier sind die Messungen (Simulation = siehe letzter Post, letzte Simu):
    Linke Box:

    Rechte Box:

    Impuls:

    Anmerkungen: Der Pegel ist nicht kalibriert; nur ganz näherungsweise an der LYC orientiert.

    Wie gesagt, ist das Projekt für mich nun abgeschlossen. Es war mein erster „von vorne bis hinten“ (soweit ich es eben wusste) entwickelter 2-Weger. Von der ersten Idee bis zur heutigen Messung hat es ca. 2 Jahre gedauert. Klanglich bin ich wirklich sehr zufrieden. Auch Klaus Kleber vom DAU Münsterland hatte während einer ausgiebigen Session nichts einzuwenden. Wir haben den ganzen Abend entspannt gelauscht. Ganz herzlicher Dank an euch alle hier, die mitentwickelt haben! Ohne den DAU wäre es nicht möglich gewesen! Insbesondere wäre die GHP-Simulation oder das finale Weichenlayout ohne Alex nicht möglich gewesen (Rouven: Danke auch für deines!). Außerdem danke ich meinem DAU-MS-Kumpel Klaus K., der für einfach alles eine pragmatische und funktionierende Lösung hat!

    Nach dem Projekt ist vor dem Projekt…

    Ansgar

    Einmal editiert, zuletzt von avenue22 (16. September 2024 um 17:47)

  • Hi Ansgar,

    das sieht doch insgesamt sehr gut aus. Im Vergleich zur LYC hast du bei der Swamo auf Achse eine Senke im MHT-Bereich, die aber unter Winkeln verschwindet und zu einem insgesamt sehr ordentlichen Rundtrahlverhalten führt. Genau eine solche Abstimmung ist bei der Verwendung von HT mit kleineren WG oftmals nötig, um zu einem klanglich guten Ergebnis zu kommen.

    Deine Vergleichsmessungen zeigen aber auch identische "Problemstellen", die vom Messaufbau kommen. So sind z. B. der kleine Pickel bei 4kHz, der kleine Doppelhöcker zwischen 9-10kHz und die Tendenz des Verlaufs oberhalb in beiden Messungen vorhanden bzw. sehr ähnlich.

  • Hi Alex,

    freut mich, dass es nicht totaler Murks ist. Diese Weiche stammt ja auch von dir :). Meine Simulation sah damals so aus:

    Die klang sehr ähnlich und auch ganz gut, aber eben nicht so ausgewogen.

    Die nächsten akustischen Messungen werde ich noch besser dokumentieren als diese. Ich hatte, bis auf den Millimeter genau, die Position des Lautsprechers im Raum notiert: allerdings keine Bilder gemacht.
    Ob vielleicht kleinere Gegenstände auf Möbelstücken zu solchen Abweichungen führen?
    Beste Grüße! Ansgar

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