• Das mit dem linken Rand ist so ne Geschichte: eigentlich Arbeiten die Chassis in dem Bereich nicht. Theoretisch sollte das auch in der Simulation keine Probleme bereiten. Aber: wenn du mal mehrere Messungen unter demselben Winkel hintereinander machst, "hüpft" dieser Teil doch durch die Gegend und KANN auch Einfluss auf den weiteren Verlauf nach oben haben. Das müsstest du mal überprüfen. Wenn der Verlauf nach oben gleich bleibt, würde ich mir da ehrlich gesagt wenig Gedanken machen. Gerade bei Hochtönern ist es oft so, dass es im ganz unteren Bereich zu diesem Phänomen kommt. Hier mal eine Messung der DT-140 in der Remnant:

    Der Teil wird eh weggefiltert und ich glaube auch nicht, dass es auf einen Fehler im Messsystem hinweist sondern möglicherweise mit dem Grundrauschen des und der Empfindlichkeit des Microphons zu begründen ist.

    Bei der Einrichtung des Setups von unserem Mitglied Markus hatten wir das Problem auch, nur aber eben bei allen Tönern und vor allem war der obere Bereich in jeder Messung immer ein wenig anders, obwohl weder die Position des Mics, noch die des Lautsprechers verändert wurde. Und das weist dann doch auf ein Problem im Messsystem hin. Zwar waren die Unterschiede nicht sooooo groß, es hat aber doch ein komisches Gefühl hinterlassen, ob man sich denn wirklich auf das was da gemessen wurde verlassen kann. Ich weiß nicht mehr, wie die Lösung damals aussah.

    Ich werde mich mal aufschlauen und mit Ivo Mateljan (ARTA-Entwickler) in Kontakt treten.

  • Hallo Rouven,

    zu den Handhabungen mit Arta ist mir noch folgendes aufgefallen und ich nehme an, dass es sich um zwei kleine Bugs handelt.

    • Sobald man File/New klickt, sollte der Arbeitsspeicher von allen Daten in Arta geleert sein. Leider sind die vorher gespeicherten Overlays immer noch vorhanden. Das ist jetzt kein Beinbruch – es sind ja nur zwei Klicks und das Programm ist geschlossen und wieder geöffnet.
    • Bei der Nutzung der Overlay-Funktion stimmt auf jeden Fall etwas nicht. Wenn man Arta startet und die erste Messung als *.pir speichert, sollte der Name im Overlaymenü übernommen werden „Set as Overlay“. Deswegen braucht man auch hier nicht noch einmal im Overlay den Namen neu einzugeben. Leider verhält sich Arta hier gerade wie es lustig ist. Manchmal übernimmt es den Namen, manchmal auch nicht. Wenn es aber den Namen bei der ersten Messung richtig übernimmt, dann wird immer dieser erste Name, der als *.pir gespeichert wurde, immer im Overlaymenü für jede weitere Messung übernommen. D.h., wenn die erste Messung im Overlaymenü z.B. als „HT_deg+00“ erscheint, werden alle weiteren Winkelmessungen (obwohl vorher als +15, +30 etc gespeichert) im Overlaymenü als „HT_deg+00“ angezeigt. Ich habe halt bisher immer mit Doppelklick auf den Namen, die letzten zwei Ziffern geändert (15, 30, 45 etc.).

    Das mit den Messungen der Übereinstimmungen am linken Rand (hatte @Alex erwähnt) habe ich jetzt auch einmal intensiver untersucht.

    Bei mir gibt es Abweichungen immer nur beim HT. Unbenommen davon sind MT und TT. Wenn ich mehrere Messungen (10 und mehr) von ein und demselben Winkel aufzeichne, dann ist es ein Glücksspiel, wenn zwei Messungen am linken Rand sich mehr oder weniger gleichen.

    Da es immer nur den HT betrifft, hatte ich sämtliche Messungen mit verschiedenen Samplingraten (88,2, 96, u. 192 kHz) durchgeführt. Leider alle mit demselben Ergebnis. Zu guter Letzt wollte ich noch die 5V Versorgungsspannung meines Focusrite mit einem Aqvox Ultra-Low-Noise Linear Netzteil aus dem Notebook umgehen - scheiterte dann aber an den falschen USB-Adaptern.

    Falls du einen guten „Draht“ zu Ivo Mateljan hast, erfahren wir vielleicht Näheres. 

    Viele Grüße

    Dietmar

  • Hallo Alex, hallo Rouven,

    ich bräuchte einmal etwas Nachhilfe von Euch, ob dieses Projekt noch Aussicht auf Erfolg hat.

    Hier noch einmal ein kurzer Überblick:

    Hatte zum Schluss die Schallwandbreite auf 32 cm erhöht, um zwei seitlich 2,7 cm breite lineare Fasen anzubringen. MT oben, HT in der Mitte.

    Für mich sehen die Messungen unbefriedigend aus. Der MT sieht gut aus und ich würde ihn wegen der einsetzenden Bündelung bei ca. 3500 Hz trennen. Den TT würde ich zwischen 350 und 400 Hz aus dem Rennen nehmen.

    Aber der HT gefällt mir gar nicht. Aufgrund der Bündelung müsste er bei ca. 3500 Hz getrennt werden. Aber so wie der Schalldruck verläuft ist er erst ab 5000 Hz richtig einzubinden.

    Außerdem finde ich, dass der HT und der MT viel zu leise sind, um mit dem TT mitzuhalten. Waren die Beiden schon von vornherein die falsche Wahl?

    Vielleicht sehe ich das aber total falsch und deswegen bräuchte ich mal euren fachlichen Input. Die Übersichts-Screenshots sind beigefügt.

    Hintergrund ist nämlich, dass ich bei den ganzen Messungen mit dem „linken Rand“ den HT geschrottet habe. Sollten die Messergebnisse zu keinem brauchbaren Ergebnis führen, dann brauche ich auch keine neuen HT kaufen. Habe auf jeden Fall alle Daten im Kasten, falls die Screenshots für eine Aussage nicht ausreichen.

    Viele Grüße

    Dietmar

  • eider sind die vorher gespeicherten Overlays immer noch vorhanden

    Die kann man über das Overlay-Menü über den Eintrag "Delete all overlays" löschen. Ich bin ein Fan von Tastaturshortcuts: im FR-Fenster einfach Alt+O gefolgt von Alt+D drücken und schon sind die gespeicherten Overlays weg.

    Ich hatte schon mehrfach Mailkontakt zu Ivo. Heute gehts erstmal in den Urlaub und danach werde ich mal bei ihm anfragen. Mich interessiert auch das Thema mit den "hüpfenden" Messungen unterhalb Fs.

    Zu deinen Messungen: Ja, die HT-Messung ist nicht ganz so schön. Man müsste die mal in VituixCAD laden und gucken, wie es um den Energieverlauf steht. Ich fürchte aber, dass dieser in dem Bereich zwischen 3 kHz und 6 kHz auffällig ist. Bei einer Schallwandbreite von 32 cm beginnt der Baffle Step bei etwa 600 Hz. Das passt zu deiner Messung. Wenn der TT wirklich so laut ist, dann halten HT und MT da nicht mit. Was mich ein wenig wundert, denn bei deiner ersten Messung ganz am Anfang dieses Threads lagen die Töner nicht so weit auseinander und das hätte knapp funktioniert. Irgendwie mag ich nicht glauben, dass der TT wirklich so viel lauter ist.

  • Es hat mal wieder etwas länger gedauert – hallo Alex, hallo Rouven,

    mich würde es freuen, wenn ihr bitte noch einmal auf meine Daten und mein erstes, selbsterstelltes VCAD-Projekt schauen könntet.

    Folgende Veränderungen habe ich jetzt in meine FetteDrei einfließen lassen:

    Schallwandbreite 32 cm (Höhe = 54 cm), wegen der 27 mm Fasen.

    Anderer Hochtöner: Monacor DT-25N (der Seas hat mir in dieser Schallwand nicht gefallen).

    Bei allen Messungen habe ich darauf geachtet, dass sie auf der linken Seite (?!) mehr oder weniger auf der gleichen Höhe sind. D.h., beim HT musste ich viele, viele Wiederholungsmessungen machen, bis mir die richtige Messung gefallen hat.

    Der höhere Schalldruck vom TT (Rouven) kommt vielleicht von der breiteren Schallwand (vorher 27 cm, jetzt 32cm).

    Ich habe auch gleich mein erstes VituixCAD-Projekt erstellt (bitte etwas Nachsicht). Bei den Übergangsfrequenzen habe ich versucht, einigermaßen symmetrisch zu bleiben, und den -6 dB-Punkt zu treffen.

    DREI FRAGEN stellen sich nun für mich:

    • Wie kann man den Widerstand (überhaupt in der Region um 4kHz = 0,9 Ohm) erhöhen und gleichzeitig nicht zu viel Wirkungsgrad verlieren?
    • Um 4614Hz ist der 15° Winkel etwas lauter als der 00° Grad. Kann man das per Weiche verändern oder geht das nur über die Schallwand-Geometrie?
    • Da ich immer noch nicht mit VCAD fehlerfrei das Merging vom TT hinbekomme, habe ich einfach die Fernfeldmessungen für den TT benutzt. Ich nehme an, dass das aber keinen Einfluss auf den Rest der Simulation hat. Oder liege ich da falsch?

    Sollte die Weiche eine Katastrophe sein, nur raus damit!

    Im Voraus vielen Dank…

  • Bei allen Messungen habe ich darauf geachtet, dass sie auf der linken Seite (?!) mehr oder weniger auf der gleichen Höhe sind. D.h., beim HT musste ich viele, viele Wiederholungsmessungen machen, bis mir die richtige Messung gefallen hat.

    Hallo Dietmar,

    dieser Satz bereitet mir einiges Kopfzerbrechen. Erstens verstehe ich das mit der "linken Seite" nicht. Zweitens klingt das so, als ob du dir den HT durch irgendwelche Eingriffe schöngemessen hast...???

    BTW: Wenn du dir nochmal die Mühe machst so viele Dateien hochzuladen, pack bitte alle Messungen, egal ob Fernfeld, Impedanz, Nahfeld, Hochtöner, Mitteltöner, Tieftöner, oder was auch immer, in einen Ordner. Es ist zwar lobenswert, dass du dir die Mühe mit 1000 Unterordnern machst. Es erschwert aber die Arbeit im Umgang mit den Dateien erheblich, weil man immer zwischen den ganzen Ordnern hin und her springen muss.

  • Hallo Alex,

    mit der Sache auf „der linken Seite“ habe ich mich auf deinen Post vom 27. Juli 23 bezogen. Der HT startet bei mir halt nicht reproduzierbar an der gleichen Stelle am linken Rand. Rouven hatte gemeint, dass er deswegen einmal bei Ivo Mateljan (ARTA-Entwickler) nachfragen wollte. Deswegen habe ich (aber nur beim HT) mehrere Messungen bei jedem Winkel gemacht und dann die am besten passende ausgesucht, damit die Kurven am linken Rand in einer Nähe sind. Im Bereich von 200 Hz bis 20000 Hz sind sie sowieso alle deckungsgleich.

    Ok, werde das nächste Mal alle Daten in einem Ordner ablegen. Das gesamte VituixCAD Projekt (12-c-1.vxp) liegt übrigens im Unterordner VCAD.

    Viele Grüße

    Dietmar

  • Danke Dietmar, jetzt weiß ich was du meinst. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Gerne hätte ich ein wenig gemerged und ein wenig mit deiner Simu gespielt. Leider sind deine Nahfeldmessungen unbrauchbar. Da stimmt irgendwas nicht. Das Nahfeldverhalten des MSH-116 könnte ich noch aus [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] generieren, aber die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] von dem TT habe ich leider nicht.

    Leider klappt es nicht so einfach, wenn man das Vituix Projekt in das Programm lädt. Das Programm mokiert dann, dass die kompletten Frequenzgang- und Impedanzmessungen fehlen. Das ist korrekt so, denn das Projekt bezieht sich auf den Dateispeicherort auf deinem Rechner. Genau deswegen muss man alle Messungen wieder in Vituix einlesen, und das geht eben deutlich schneller, wenn alles in einem Ordner liegt... ;)

    Ein großes Problem ist, wie du schon angesprochen hast, die Impedanz. Leider ist es bei 4 Ohm Chassis so, dass die Impedanz bei einer etwas sinnvolleren Beschaltung heftig in die Knie geht. Es gibt zwar ein paar Schaltungstricks, die dem ein wenig entgegenwirken, aber das ist sehr schwierig.

    EDIT: Ich seher gerade, dass du die [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] des TT im ersten hochgeladenen .zip dabei hast. Ich fummele mal.

    Nochmal EDIT: Wie sieht denn jetzt die Chassisverteilung auf der Schallwand aus?

  • Hallo Alex,

    ja, mit den Nahfeldmessungen stimmt etwas nicht.

    Die Maße sind folgt:

    Breite = 32,0 cm

    Höhe = 54,0 cm

    Fasen = 27 mm

    Chassis-Orte gemessen von unten:

    TT = 16,5 cm

    HT DT-25N = 36,0 cm

    MT MSH 116/4 = 46,0 cm

    Viele Grüße

    Dietmar

  • Das wird schwierig... Warum das schwierig wird? Ok, du hast es gut gemeint, aber durch den Tausch des Hochtöners hast du es verschlimmbessert. Diese Hochtönerbauform mit Kurzwaveguide neigt zu recht ungünstigem Abstrahlverhalten. Obenrum bündeln die so stark, dass man auf Achse zumeist mit einem Anstieg abstimmen muss, damit unter Winkeln noch genug Energie abgestrahlt wird. Diese Kurzwaveguides sind meist sehr steil und relativ tief, so dass die Bündelung recht aprupt und dann stark einsetzt. DT-25N, DT-28N, Omnes T25H, Sica LP53x58.28 TW, Vifa/Tymphany/Peerless BC25SC06-04 etc. sind in diesem Punkt alle sehr ähnlich.

    Auch der Übergang vom 10 Zöller zu dem kleinen 4 Zoll MT ist nicht ganz ideal, aber es ist durchaus machbar, das gangbar zu machen.

    Meine Simulation ist nicht prickelnd, und ich weiß natürlich nicht, inwieweit der dazugestrickte Nahfeldanteil passt. Leider sind auch wieder sehr viele Reflektionen in deinen Messungen enthalten, insbesondere beim HT.


  • Hallo Alex,

    recht herzlichen Dank für deine Arbeit und die Professionalität, die dahinter steckt.

    Als Nächstes werde ich mal die Bauteile besorgen, die Weiche stecken und Durchmessen.

    Ich bin gespannt 🤩 🤩 .

    Viele Grüße

    Dietmar

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