Sie sind nicht nur weg, sie sind sogar schon da! ![]()
Vielen Dank nochmal! Ich hoffe, ich kann mich mal revanchieren. ![]()
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Servus Reiner,
leider erst jetzt gesehen. Ein paar Perlen sind da ja durchaus dabei. Wenn du die echt gegen Versandkosten abgeben magst, würde ich sie nehmen falls noch vorhanden.
Gruß
Oli
Das ist wirklich Entwickeln auf sehr hohem Niveau, Kompliment. Deine bisherigen Schritte kann ich so alle nachvollziehen und finde auch genau richtig, wie du gehandelt hast.
Die erste Weichenversion sieht auf Achse natürlich schön aus, aber die starke Membranresonanz des TMT muss mMn zwingend behandelt werden, auch wenn es dann auf Achse ein klein wenig "schlechter" aussieht.
Die Polardiagramme sind für uns immer etwas ungewohnt, weil wir fast immer mit den Einzelfrequenzgängen arbeiten und dafür eher ein Auge haben, abe auch so erkennt man, dass es Hand und Fuß hat.
Generierst du die Polardiagramme immer nur aus drei FG-Messungen?
Ich glaube, das Problem ist auch, dass im Metal sehr viel in kleinen, oft privaten Studios gemischt wird, weil einfach kein Geld da ist. Und dann mischt man die Gitarren oft stark in den Vordergrund, was durch die darin enthaltenen Verzerrungen praktisch immer unsauber klingt.
Beispiel ist hier Communic mit Watching It All Dissapear oder Communication Sublime. Das ist bei beiden Songs anfangs ohne verzerrte E-Gitarre wirklich ordentlich produziert. Da hat sogar Alex damals kurz aufgehorcht. Sobald aber die Verzerrungen der Gitarre dazu kommen, ist das akustisch ziemlich schwierig, weil sie das ganze Klangbild dominieren.
Bei meinem großen 3-Weger mit MT-Kalotte, den ich gerade probehöre, ist genau das auch ein echtes Problem. Die Kalotte haut einem diese Verzerrungen so gnadenlos um die Ohren, dass man gerne leiser macht. Wenn ich die Kalotte um 1dB absenke, wird es besser. Man hört dann auch wieder den Rest der Instrumente besser, aber trotzdem erkennt man, dass die Gitarre(n) deutlich in den Vordergrund gemischt sind.
Leider machen es viele Bands, die sich auch gute und teure Studios leisten können, aber auch nicht besser.
Einen im geschlossenen Volumen laufen zu lassen, wäre durchaus eine Option. Klappt z.B. in der Italian Stallion sehr gut - und die
TSP
Wenn man BR anders abstimmt gibt es eine Überhöhung im Bereich 40-50Hz. Den darüber fallenden Bereich könnte das geschlossene Gehäuse dann in der Summe ausgleichen. ![]()
Ob man da dann einfach nur geschlossen oder GHP nimmt, müsste man mal in Boxsim genauer simulieren.
Was generell bei den Spulen wichtig ist, bei der Simulation in Vituixcad praxisnahe Werte zu verwenden. Darauf hatte ich anfangs auch nicht immer geachtet und nicht selten musste die Schaltung dann noch einmal komplett angepasst werden.
Ansonsten hat Alex schon alles Wichtige gesagt.
Bei Elkos, vor allem gebrauchten Modellen, sollte man auch nachmessen. Ich hatte z.B. erst letzte Woche den Fall, dass ein 33µF Elko glatt von Visaton tatsächlich 42µF hatte. So etwas kann einem die ganze Weiche zerschießen und die Fehlersuche ist dann sehr schwer.
Mit Folienkondensatoren ist man da in der Regel auf der sicheren Seite. Vor einiger Zeit habe ich mal größere Mengen bei Pollin bestellt und nachgemessen. Leider gibts die größeren Werte nicht mehr, aber Diese waren z.B. auch dabei.
Von mehr als 100 Stück lagen alle innerhalb der angegebenen 10% Toleranz, 98% davon sogar im Bereich unter 5% Abweichung.
Bei dem Preis kann man dann auch mehrere parellel schalten und so genau passende Werte bilden.
Ich sehe auch die Zweite im Vorteil, ist insgesamt einfach ausgewogener. Wobei ich bei 1,8kHz den kleinen Pickel noch angehen würde. Das ist genau die Stelle, die oft bei rockiger Musik mit verzerrten Gitarren ganz schnell nervt.
Das ist jetzt aber schon Feinabstimmung. Freut mich, dass du am Ball geblieben bist und nun schon eine sehr brauchbare Abstimmung gefunden hast. ![]()
Alles gut, ich weiß nur selbst wie es ist, wenn man denkt, man hat ein gutes Ergebnis und bekommt dann zu hören, dass es noch immer weit davon weg ist, was man tatsächlich erreichen kann.
Man kann natürlich auf diesem Weg vorgehen und so den Wirkungsgrad etwas drücken, um für den HT genug Spielraum zu haben. Ich fände es jedoch eleganter, wenn man dafür etwas kleiner bauende Spulen mit höherem Innenwiderstand verwendet. Erstens wird dadurch die Weiche günstiger und zweitens kann man die Vorteile der 2,5 Wege Variante weiterhin voll nutzen.
Du hast zum Beispiel für jede Spule den gleichen Widerstandswert in der Simu - da sollten möglichst praxisgerechte Werte eingegeben werden, denn die machen durchaus einen Unterschied.
Eine geringe Impedanz ist zwar nicht schön, im oberen Hochton aber auch nicht dramatisch. Zumal der tatsächliche Widerstand in der Praxis sehr oft deutlich höher liegt als in der Vituixcad-Simu. Bei der Apica hatte ich in der Simu auch immer glatte 3 Ohm im Mittelton - als ich am Ende die Box gemessen hatte, waren es fast 4 Ohm an dieser Stelle. Gilt nicht pauschal, ist aber eben auch keine Seltenheit.
Was du in der letzen Simu schon sehr schön hin bekommen hast, ist das Abstrahlverhalten. Aber auch hier gibt es einen Haken: Der 10µF Cap vor dem HT ist so groß, dass er erst tief im Mittelton wirklich wirkt. Deshalb fällt die HT-Flanke sehr flach ab und du hast ein Phasenprobelm zwischen 1500 und 800Hz.
Das sind aber schon Feinheiten, die in anderen Kreisen vermutlich gar nicht beachtet werden würden.
Ich sags nur ungern, aber das ist leider noch immer nicht wirklich gut.
Du hast den TMT hier wieder fast so beschaltet, wie man es bei einem 2-Weger machen würde und damit den Baffle-Step zumindest zur Hälfte kompensiert - aber genau das ist bei einer 2,5-Wege Beschaltung ja nicht nötig bzw. kontraproduktiv.
Die 3-4dB, die du so verschenktst, sorgen dann natürlich dafür, dass du im HT mehr Pegel rausnehmen musst und damit die Impedanz unkritischer wird.
Aber das ist in etwa so, als würde man bei einem Auto eine Zündkerze ausbauen, weil die Reifen nicht für die volle Motorleistung geeignet sind.
Ich will aber auch nicht zu negativ kommentieren. Im Vergleich zur ersten Simu ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn das Ziel noch ein Stück entfernt ist. ![]()
Ok, mit WinISD kenne ich mich nicht so gut aus, ich nutze meist BassCADe - da wird mit einem Watt simuliert, es sei denn, man gibt etwas Anderes vor.
Im Prinzip ist es egal, mit welchem Pegel du misst (so lange er hoch genug ist, damit Umgebungsgeräusche nicht zu Problemen führen).
Wenn du, wie bei deinen ersten Messungen, allerdings mit mehr als 1 Watt misst, kann man eben keine Aussage dazu treffen, wie hoch der Kennschalldruck deiner Box ist.
Außerdem muss man dann schon fast zwingend den Bass korrekt fügen, um zu sehen, auf welches Niveau der Rest gebracht werden muss.
Misst du bei einem Watt, kannst du dich bezüglich dem Pegelniveau im Mittelhochton bei einfachen 2-Wegern oder BB-Lautsprechern auch an der Simulation von WinISD, BassCADe, AJHorn usw. orientieren.
Als Beispiel:
WinISD sagt bei einer Box 87dB Kennschalldruck voraus, du misst aber mit 4,27 Watt und deine Messung von 250Hz aufwärts zeigt dann entsprechend eine Kurve mit Pegeln zwischen 93 und 99dB an.
Wenn du das nun in VituixCAD lädtst, weißt du nicht, auf welchen Pegel du deine Simulation im Schnitt bringen musst, damit es zum Bass passt. Du hast dann vielleicht einen ausgewogenen Verlauf von 250-20000Hz, er ist aber 2dB zu laut oder zu leise im Verhältnis zum Bass. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst.
Misst du dagegen mit 1Watt, kannst du dich schon von Anfang an an den 87dB aus der WinISD-Simulation als Zielwert in VituixCAD orientieren.
Leider ist das noch immer nicht wirklich gut. Der TT läuft hier deutlich zu hoch, der müsste sich ab 400Hz verabschieden, um den Bereich unter dem Bafflestep aufzufüllen.
Aber nicht aufgeben, das bekommst du schon noch hin! ![]()
Klar, 5Hz weniger Tiefgang ist bei manchen Stücken sicher hörbar, aber in der Regel reichen die 42Hz f3 für fast Alles.
Die 60L scheinen auch etwas viel gewesen zu sein, deshalb gibt es am unteren Ende diesen kleinen Überschwinger. Gut möglich, dass es so sogar besser klingt.
Das sieht schon mal sehr gut aus. Ich drück die Daumen, dass es bei den Messungen keine bösen Überraschungen gibt.
Wo hattest du die denn gekauft?
Kannst ja, für dein Verständnis, die Chassis heute Nachmittag nach dem Abkühlen nochmal messen.
In den 6 Litern sollten recht viele Chassis dieser Größe ganz gut laufen. Ist natürlich ärgerlich, dass der kleine SB so deutlich abweicht. SB ist eigentlich recht zuverlässig, was die
TSP
Kannst du natürlich versuchen, aber da tut sich nicht mehr viel und es bringt auch nichts, die
TSP
Ich hab auch schon einige Chassis teils sehr lange eingespielt, in kaltem Zustand waren fast alle wieder ganz nah an den Ausgangswerten. Hier gibts auch einen Bericht dazu:
Als Alternative zum SB könntest du dir mal den Faital 5FE100 bzw. 120 anschauen. Dank eckigem Korb bauen die relativ schmal, sind aber dafür natürlich nicht so einfach einzufräsen.
In rund könntest du dir Diesen hier mal anschauen:
Wenn man die Datenblätter vergleicht, scheint der SEHR ähnlich zum Dayton DA115-8 zu sein, nur mit silberner Dustcap:
Alex hat natürlich Recht, dass man mit einem Sauger und sanfterem Tiefpass sehr oft, wahrscheinlich auch hier, zu einem noch besseren Ergebnis kommen würde. Wenn du das aber für dich so lassen magst, ist das natürlich auch völlig ok.
Was den Aufwand angeht, sieht die Weiche mit so einer Beschaltung dann zwar umfangreicher aus, der deutlich kleinere Spulenwert sorgt aber oft dafür, dass sich der finanzielle Mehraufwand sehr in Grenzen hält.
Tolle Doku, macht Spaß zu lesen.
Schön auch, dass du einige Entwicklungsschritte begründest und zeigst, wie sich die Toleranzen auswirken. Das macht es, insbesondere für Anfänger, nachvollziehbar und nimmt Unsicherheiten. ![]()