Schallwand mit integriertem Waveguide und Fasen

  • Aktuell arbeite ich an einer kleinen Box mit dem Dayton TCP115-4. Im Hochton kommt entweder der ND28F-6 oder AN25Ti zum Einsatz. Allerdings gibt es auf Achse einen sehr breitbandigen Einbruch, der wohl der Schallwandgeometrie geschuldet ist. Also habe ich mir gedacht, dass ich evtl. mal eine Schallwand drucke, in die ein Waveguide integriert ist und in die man den AN25Ti einpressen könnte:

    Hat das jemand von euch schonmal gemacht? Kennt sich vllt einer von euch mit der Simulation in AKABAK aus, um verschiedene Waveguides zu simulieren?

  • Roul 15. Februar 2023 um 13:52

    Hat den Titel des Themas von „Schallwand mit Waveguide aus dem 3D-Drucker“ zu „Schallwand mit integriertem Waveguide und Fasen“ geändert.
  • Den Dayton TCP115-4 finde ich ziemlich beeindruckend für seine Größe (und vor Allem für den Preis) - War auch eines meiner Ersten Versuchsopfer :D . Was AKABAK angeht bin ich leider keine Hilfe. Falls es irgendwann soweit ist könnte ich dir die 2 Schallwände gerne CNC fräsen, wenn du da Interesse dran hättest. Spiele ja auch schon lange mit Fusion rum und eine komplexere Geometrie zu fräsen fände ich auch mal interessant :S

    LG, Janosch

  • Die CNC-Fräse fehlt mir auch. Da mir der 3D-Drucker ebenfalls fehlt ^^ , denke ich an einen eckigen Waveguide mit geraden Flanken. evtl. in 2 Segmenten.

    Etwas in dieser Form nur flacher:

    Eine gute Anleitung zu Akabak kenne ich jetzt nicht. Da ich mich mit der Randelementmethode (BEM) im allgemeinen auskenne, reichte es zumindest mir mir die Beispiele anzusehen und diese nachzuvollziehen und gründlich in die Hilfe reinzulesen..

    Ich würde empfehlen mir zumindest erstmal folgende Beispiele anzusehen:

    • BEM > 2D > Cone IB (2D). Hier kann es auch helfen das Modell in einer leeren Datei nachzubauen und alle Komponenten versuchen nachzuvollziehen. Als Hinweis: Das Interface ist wichtig, da im Bereich des Lautsprechers (Subdomain "Cone") keine unendliche Schallwand vorhanden ist (ausgeschnitten) und sonst (vereinfacht gesagt) eine Reflektion an dem Bereich der unendlichen Schallwand miteingerechnet wird, der gar nicht existiert. Dann würde natürlich Unsinn herauskommen.
    • BEM > 2D > Horn 2D. sieht auch interessant aus. Hier ist vor allem das Prinzip mit den Subdomains und Interfaces sehr gut ersichtlich. Hierfür hilft es das grundlegende Prinzip der Interfaces und Subdomains verstanden zu haben. Ich empfehle dazu folgenden Artikel: http://www.randteam.de/Publications/P…Subdomains.html
    • BEM > Loudspeakers > Speaker Cabinet SP38..... Das sind mehrere Simulationsmodelle des gleichen Lautsprechers aber mit unterschiedlichen herangehensweisen, Diese Beispiele zeigen sehr gut die Verschiedenen Elemente, die Akabak mitbringt.
    • BEM > Loudspeakers > 45Tower - BEM... Diese beiden Beispiele dürften auch noch interessant sein, da es deinem Problem recht nahe kommt
  • Falls es irgendwann soweit ist könnte ich dir die 2 Schallwände gerne CNC fräsen

    Danke für das Angebot! Bei der kleinen Kiste würde ich wohl tatsächlich auf eine 3D gedruckte Front zurückgreifen, aber es ist immer gut zu wissen, wer das entsprechende Werkzeug hat. Da werde ich sicher mal drauf zurück kommen!

    Ich würde empfehlen mir zumindest erstmal folgende Beispiele anzusehen:

    Danke für die Beispiele. Das schaue ich mir genauer an :thumbup:

  • So sieht das Teil aus:

    Der HT wird in das WG eingepresst:

    Die Stufe sorgt dafür, dass der HT nicht durchrutscht und der Ausschnitt im WG ist genau so groß, dass das Gitter durch passt. Mal gucken, wie sich das Ganze dann misst.

    Gerade als PC-Lautsprecher ist so ein Kleiner ne gute Idee, würde ich sogar mal nachbauen wenn alles klappt. :)

  • So sieht übrigens die Messung der Dayton AN25Ti an diesem kleinen Waveguide aus:

    Da kann man nicht meckern. Außer vielleicht, dass es ab 12 kHz auf Achse und unter 15 Grad einbricht. Das halte ich aber nicht für Kriegsentscheidend.

    Das sieht garnicht schlecht aus!

    Bei der Wellenlänge würde ich vermuten, dass der Einbruch ja eher auf das Gehäuse des Tweeters zurück zu führen ist.

    Könntest du mal einen Tweeter uneingebaut messen, einfach um zu sehen ob der Einbruch in der Art auch vorhanden ist?

    Fände das echt interessant, falls nicht könnte es noch eine Möglichkeit sein ihn doch von vorn in den Waveguide einzulassen.

  • Meinst du den Tweeter aus seinem Gehäuse ausbauen? Das wird nicht gehen, da das alles verklebt zu sein scheint. Was ich zeigen kann, ist eine Messung auf glatter SW ganz ohne WG:

    Hier das die Messung aus dem Datenblatt:

    Die Kerbe ist also auch ohne WG vorhanden. Es sieht im Datenblatt nur etwas anders aus, weil die Messung sehr breit ist und nur den Bereich ab 300 Hz aufwärts zeigt.

  • Meinte den Tweeter ganz ohne SW, dann könnte man genau sehen, wie sehr die Kerbe der SW geschuldet ist oder ob das vom Tweetergehäuse selbst verursacht wird. Auf glatter SW ist es im Bereich der Kerbe ja was besser. Könnte mir vorstellen, dass du ein ähnliches Ergebnis erzielst, wenn du den Tweeter von vorn in den WG einlässt und die Lippe nicht versteckst, quasi best of both worlds - ist aber nur eine Vermutung.

  • Bei meinen Versuchen mit anderen HT und angeflanschten Schallführungen war es immer der Übergang HT-Front zu WG/Horn, der über 10kHz für Störungen gesorgt hat. Da reichte schon ein kleiner Spalt von weniger als 1mm, um eine tiefe Kerbe zu erzeugen.

    Aber das ist wirklich nur ein kleiner Schönheitsfehler, unter Winkel läuft das ja auch ohne Probleme und in dem Bereich ist unser Gehör so unempfindlich...geschenkt.

    Aber vielleicht bringt ja das Glätten der Oberfläche noch was.

    Viele Grüße,
    Oli

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