Beiträge von donhighend

    Das geht doch in eine gute Richtung. Leider kann man ohne die Messungen des TT keine sinnvolle Simu erstellen, die eine belastbare Bewertung des zu erzielenden Abstrahlverhaltens ermöglicht.


    Ohnehin würde ich auf Basis deiner Mesungen keine finale Simu anstellen, weil da noch irgendwo der Wurm drin ist.

    Bei den Messungen bitte darauf achten, dass die Kurven am linken Rand des Messfensters alle möglichst auf identischer Höhe beginnen. Kann es sein, dass du den Lautsprecher bei Winkelmessungen falsch drehst? Der Mittelpunkt der unteren Schallwandvorderkante muss die Drehachse bilden. Ganz 100%ig wird das nie, aber die Messungen sollten möglichst auf einer Ebene beginnen. Wenn die Drehachse nicht stimmt, produzierst du ggfs. Phasenfehler.

    Deine letzte Messung (rot 90°?) passt wohl nicht mehr in das Messfenster. Das kann durch ein etwas zu kleines Fenster und/oder durch eine fehlerhafte Drehachse passiert sein. Also, Fenster insgesamt minimal kleiner, damit auch die letzte Messung noch so sauber wie möglich eingefangen werden kann. Es kann aber auch sein, dass es eine externe STörung war, wie anspringender Kühlschrank in der Nähe, Flugzeug draußen oder oder oder...

    Mir geht es ähnlich wie Rouven, der die wichtigsten Werke schon genannt hat. Leider lese ich sehr ungerne. Auch ich bin jemand, der eine Person braucht, die mir an einem Beispiel zeigt, wie Dinge funktionieren. Anlesen kann ich mir sowas nicht.

    Bei Dickason bin ich ein wenig zwiegespalten. Sicherlich hat er einen sehr großen Wissensschatz. Betrachte ich aber anderseits seine Messungen bei AudioXpress muss ich immer wieder den Kopf schütteln. Statt in einer DIN bzw. IEC Schallwand zu messen, schraubt er seine zu testenden Probanden dauernd in irgendwelche gerade vorhandenen Schallwände, in denen sie irgendwelche Frequenzgänge produzieren, die nicht vergleichbar sind und somit keinen Nutzen bringen.

    Interessant sind auch die Grundlagenartikel bei HSB. Leider sind einige nur im Abo lesbar.

    Damit könntest du natürlich auch richtig liegen, andererseits misst K+T in der Turnhalle ohne Nahfeldfügung. Die messen durch, und da fehlt Roomgain.

    EDIT: D. h. wenn Manuel auf 87dB simuliert und seine Messungen etwa 5-6dB zu leise sind, kämen da letztlich ca. 92dB Kennschalldruck bei raus. Könnte durchaus hinkommen...

    Oli, die Menhir liegt sogar im Mittel bei 95dB. Manuels Setup fehlt aber eine Pegelkalibrierung. Die K+T Messung und auch die Messung der Menhir aus dem Monacor Datenblatt habe ich weiter oben verlinkt. Manuel misst etwa 5-6dB weniger Pegel. So habe ich meine Simu mit seinen Messungen in den 90dB Bereich gezogen. Das dürfte hinreichend genau sein. Ein halbes dB rauf oder runter macht keinen Unterschied in bezug auf den Pegel im Bass mit Roomgain.

    So langsam glaube ich auch, dass der SP-12A/302PA einen nur sehr sanften Baffle Step Effekt zeigt. An der Stelle, wo er in deinem Gehäuse einen Anstieg um ca. 6dB verursachen müsste, zeigt die K+T Messung eine leichte Senke. Das kann dazu führen, dass sich der Baffle Step als recht linearer Anstieg zeigt. Das ist beim Sica 6.5H1.5CP aus der Italian Stallion auch so.

    Du hast eine absolut blitzsaubere Simu hingelegt. Besser kann man es kaum machen. Ich denke aber, dass die 3dB, die du noch runtergezaubert hast, zu einem viel zu lauten Bass führen. Ich meine laut, nicht tief. Das kann bei wandnaher Aufstellung rumsig klingen und ganz schön auf den Sck gehen..

    Ungeachtet der sehr guten Simu, die du oben zeigst, würde ich den Kennschalldruck nicht weiter runterziehen.

    Alles klar, dann ist die Angabe geklärt, und es handelt sich wirklich um Millisekunden. Der Impuls ist seltsam. Man sieht keine wirklichen Reflektionen, und das wundert mich. Das erschließt sich mir einfach nicht. Wenn du meinen obigen ARTA Screenshot ansiehst, ist hinter dem roten Marker, den ich gesetzt habe, ein Meer an Reflektionen sichtbar.

    Am Chassiseinbau kann es nicht liegen. Ich vermute, dass bei deinem Setup irgendwas nicht stimmt. Ich glaube auch nicht, dass es dir Car HiFi Endstufe ist, denn der Impuls sieht grundsätzlich sauber und nicht verzappelt aus. Einzig, wenn der Verstärker aus gebrückten Endstufen mit einer sogenannten Phantommasse besteht, kann es Probleme geben. Aber die beziehen sich auch nicht auf Reflektionen.

    Zu der REW vs Arta Fenster Thematik:

    Die REW Screenshotfunktion verschluckt das Wichtigste:

    Genau das "Ding" was bei REW das Fenster ist, verstehe ich nicht. Bist du sicher, dass die Zahlen in dem Bereich, den ich grün umrandet habe, einer Angabe in Millisekunden entsprechen? Mich wundert, dass da nur "m" und nicht "ms" steht. Das muss nichts bedeuten, aber es wundert mich.

    Wenn ich den Impuls sehe, würde ich in ARTA so fenstern, wie ich die gelben und roten Linien gesetzt habe. Das würde aber keinen Sinn ergeben, weil dann das Messfenster mit rund 2ms viel zu klein wäre. Da nach diesem Buckel (Reflektion?) hinter meiner roten Linie aber keine weiteren sichtbaren Reflektionen folgen, schließe ich, dass entweder mit deiner/m Messung/Setup irgendwas nicht stimmt, oder dass eben die grün markierten Zahlen nichts mit Millisekunden zu tun haben.

    Vielleicht kann mal jemand von den REW Usern hier etwas zur Aufklärung beitragen...?

    Was mich gerade umtreibt ist die Frage auf welches Niveau ich mittels Weiche absenken muss ... und wie ich die Wirkung des Downfire [definition='2','0']BR[/definition] Rohrs korrekt erfasse...

    LG

    Manuel

    Deine Messung zeigt keinen Effekt des Baffle Steps. Genau das macht mich stutzig. Irgendwas stimmt mit deinen Messungen nicht. Zu dem Fenster in deinen Abbildungen kann ich leider nichts sagen, da ich mich mit REW nicht auskenne. Diesen komischen Kasten mit den schräg abfallenden Seiten, den REW als Fenster zeigt, kann ich nicht seriös bewerten. Da müsste dir jemand helfen, der sich mit REW auskennt. Nur so am Rande, so sehen ein Impuls und ein Fenster bei ARTA aus. Das Fenster setzt man einfach mit zwei Mausklicks:

    Für die Messung des Ports legst du die Box auf den Rücken uns stellst das Mikrofon direkt vor dden Beginn der Portöffnung. Die Bodennähe wird die Abstimmung zwar noch ein wenig beeinflussen, was du aber bei der Impedanzmessung siehst.

    EDIT: Ja, das ändert daran nichts. Downfire ist leider in 99,99% aller Fälle kke, weil gerade an die Stelle, an der der Port sitzt, ordentlich Bedämpfungsmaterial hin gehört.

    Es gibt aber noch ein weiteres Problem welches durch die Position des Ports im Zusammenhang mit ggfs. zu geringer Bedämpfung verursacht wird. Deine Frequenzgangmessung weist bei 200 Hz eine tiefe Kerbe auf. Diese wird durch das Aufbuckeln des Portschalls/Resonanz in genau diesem Bereich verursacht. Dieser Peak ist nur 4dB leiser als der gewollte Portanteil. Dieser Portschall ist in dem Bereich gegenphasig zum Membranschall. Somit kommt es in diesem Bereich zu einer Auslöschung. Leider sind [definition='2','0']BR[/definition] Ports im Boden meist eine sehr unglückliche Angelegenheit, was dieses Problem angeht. Man kann eine möglichst sinnvolle Portposition aber problemlos simulieren. Wenn du mir die genauen Innenmaße des Gehäuses und die Position des Chassis auf der Schallwand nennst, kann ich dir das gerne simulieren.

    Manuel, irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass du ein wenig im Dunkeln stocherst. Diese Outdoor Messungen bringen eigentlich nur dann etwas, wenn du ohne Fenster möglichst weit bis in den Bassbereich runter messen willst. Dafür müssen der zu messende Lautsprecher und natürlich auch das Mikrofon auf eine entsprechende Höhe gebracht werden. Ansonsten reflektiert der Boden. Wenn du z. B. bis 34 Hz herunter messen willst, beträgt die notwendige Höhe <10 Meter. Zudem hast du Outdoor mit Umgebungsgeräuschen zu kämpfen, wie z. B. ein in der Ferne vorbeifahrender Zug, ein Flugzeug, oder der krähende Hahn vom Dorfnachbarn. Es ist wirklich toll, dass du soviel versuchst, aber das bringt dich nicht wirklich weiter.

    Also, bau dein Mess Setup in einem möglichst großen Raum auf und positioniere den Lautsprecher in diesem Raum auf etwa halber Raumhöhe (Mittelpunkt zwischen TMT und HT auf. Die Position sollte diagonal im Raum sein, so dass sich der gedachte Raummittelpunkt auf halber Länge zwischen Lautsprecher und Mikro befindet. In diesem Aufbau fertigst du Winkelmessungen in einem Meter an. Das Fenster wählst du so, dass der aus der Impulsantwort generierte Frequenzgang gerade noch fehlerfrei ist. Wichtig ist es, das Gate nicht zu verändern, wenn du das zweite Chassis misst. Fertige zuerst von jedem Chassis eine Probemessung an, um zu prüfen, bei welchem Chassis der Impuls den linken Bereich des Fensters definiert. Bei einem Hornhochtöner kann es wegen der längeren Laufzeit nämlich auch mal der HT sein. Also, einfach checken, ob die Messungen beider Chassis in das gewählte Fenster passen. Mach dich bitte frei von dem Gedanken, ein Fenster mit meinetwegen 3ms oder 4 ms oder 5ms zu setzen. Setz es bitte so, dass die Messungen sauber sind. Mach das Fenster nicht unnötig kleiner. Wenn z. B. 3,8ms oder 4,2ms noch zu sauberem Verlauf führen, nutz das aus, und verkleinere das Fenster nicht unnötig auf 3ms. Da gehen, gerade bei deiner recht breiten Schallwand, wichtige Informationen zum Baffle Step verloren.

    Es empfiehlt sich übrigens, zuerst Nahfeldmessungen anzustellen und den oben beschriebenen Aufbau erst danach vorzunehmen. Von Vorteil ist dann, dass der Aufbau unberührt bleiben kann, um nach dem Weichenaufbau die Richtigkeit der mit den eingefangenen Messungen erstellten Simulation zu prüfen. Man schafft es nämlich nicht, den Messaufbau wieder zu 100% zu reproduzieren, wenn man ihn neu aufbauen muss.

    Deine Frage lässt nicht so ganz pauschal beantworten. Es ist immer abhängig davon, welche Gehäuseart man simulieren möchte. Für die gängigen Gehäusearten [definition='3','0']CB[/definition] und [definition='2','0']BR[/definition] gibt es unzählige Onlinerechner und Programme. Da wäre z. B. WinISD (ich habe bewusst die ältere und intuitivere Version verlinkt). Auch VituixCAD bietet diese Möglichkeiten über das Enclosure Tool. Dann wäre da noch BassCADe, welches das auch recht gut erledigt. Nicht zuletzt kann das auch mit Boxsim erledigen, dem eine Studie aus einem anderen Forum die korrekteste Ermittlung der Portlänge bescheinigt. Diese kann man aber im Rahmen der Entwicklung auch durch eine kontrollierende Impedanzmessung korrigieren.

    Will man speziellere Gehäusetypen wie [definition='5','0']TML[/definition] oder [definition='6','0']TQWT[/definition] simulieren, benötigt man z. B. AJHorn oder die MJK Sheets, die aber leider nicht mehr im Verkauf sind. Beide Programme sind/waren kostenpflichtig. AJHorn bietet auch die Möglichkeit, [definition='4','0']GHP[/definition] Gehäuse zu simulieren. Letzteres können auch die Demoversion von AJHorn und Basta! von Tolvan, welches inzwischen mit einer kostenlosen Lizenz heruntergeladen werden kann.

    Persönlich simuliere ich [definition='2','0']BR[/definition] meist mit AJHorn und checke mit dem [definition='26','0']MJK Sheet[/definition] nochmal nach.