Beiträge von donhighend
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Hi Ansgar,
das geht nun in die richtige Richtung. Die Senke bei 300Hz wird wahrscheinlich durch eine Reflektion bei der Messung verursacht. Das kann der Boden sein, oder irgendwas in der Messumgebung. Zudem wird die Messung darunter durch das Fenster immer weniger gültig. Diese Senke tritt oft auf und ist ein "Klassiker". Häufig bekommt man sie durch kleine Veränderungen am Messaufbau etwas besänftigt. 5-10 cm in der Messhöhe und/oder ein minimal verändertes Fenster wirken oft Wunder. Wenn du das Nah- und Fernfeld fügst, kannst du dieses Problem in vielen Fällen umgehen, was aber abhängig von den Abmessungen der Schallwand und der Größe des Chassis ist.
P.S. Wenn du eine Grafik veröffentlichst, nimm bitte die ganze Grafik und markiere den betreffenden Bereich, um den es geht. Die kleinen Ausschnitte sind wenig hilfreich, weil man nicht sieht, um welchen Frequenzbereich es sich handelt. Du schneidest diese Angabe und auch die dB Range bei den Ausschnitten leider ab...
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Hi Ansgar,
ich fürchte, dass es trötig klingt, weil du offenbar den Baffle Step so gut wie gar nicht entzerrt hast. Versuch mal, den Achsenfrequenzgang auf das Niveau der pinkfarbenen Targetkurve zu bringen. Dann kaut's auch nicht am 👂
Bei der LYC habe ich übrigens in keiner Weise darauf geachtet, dass der SEO von TMT und HT auf identischer Ebene liegen. Das mache ich nie, da man die Phasenlage sowohl passiv als auch aktiv über die Beschaltung angleichen kann. Fakt ist aber auch, dass das bei einem tiefen Horn schwieriger ist. Bei der Albany stellte sich erst durch ein Filter 4. Ordnung eine saubere Addition ein.
Gruß Alex
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Moin,
das ist ein, wie ich finde, sehr schöner und zudem preiswerter Lautsprecher geworden. Die Entwicklung kann sich absolut sehen lassen und muss sich keineswegs verstecken. Es ist immer schwierig, sein eigenes Baby zu bewerten, besonders, wenn man noch nicht sehr viele Lautsprecher entwickelt hat. Zögere bitte dennoch nicht, eine detailliertere Klangbeschreibung zu machen. Was gefällt dir besonders?
Wenn du magst können wir den Lautsprecher auch sehr gerne wieder auf unserer HP veröffentlichen.
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Sorry, dass hier Stillstand ist. Bei der Formulierung bin ich gerne dabei. Derzeit bin ich noch im Urlaub bis Mitte Dezember. Vom Handy ist es nicht so komfortabel, alles auf der kleinen Tastatur zu tippen.
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Die Lösung mit dem "schraubbaren Untersatz" ist grundsätzlich sehr gut. Allerdings benutze ich viel lieber die Klemmen in der Classic Variante, da diese deutlich stabiler sind. Bei den flachen bricht häufig der Hebel ab, wenn er häufiger bewegt wird. Ob es dafür auch (schon) einen schraubbaren Halter gibt, weiß ich aber nicht.
Die Nachfrage bei Wago ist aber durchaus interessant. Warum also nicht?
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Ich fürchte, damit kommen wir nicht weit...
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Gute Idee, mit dem 2K Kleber. Bei dem Weichenbrett wäre das sicher eine sinnvolle Alternative. Bei Weichen ist, wie du ja erwähntest, die Belastung eher sehr klein. Sauberer wird es mit 2K Kleber aber auf jeden Fall, da der sich nicht um die Klemme herum verteilt.
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Das Brett habe ich nur einmal. Somit entwickele ich immer nur eine Box. Wenn die ausgewogen klingt, wage ich mich an den finalen Aufbau. In 99,9% aller Fälle ist das Ergebnis dann hervorragend...
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Für solche Zwecke habe ich mir ein Weichenbrett gebaut, auf dem Wagoklemmen als Fixpunkte, vergleichbar mit Lötpunkten einer final aufgebauten Weiche, nach einem gewissen Muster gesetzt sind. Dazu habe ich mir kleine Kabel angefertigt, die an einer Seite eine Krokoklemme haben und am anderen Ende nur abisoliert sind, um in die Wagoklemmen gesteckt zu werden. So lässt sich eine Testweiche schnell stecken. Ein Bauteilewechsel ist eine Sache von Sekunden. Mein Brett ist als 3-Wege Lösung ausgeführt, was in 99,9% der Anwendungsfälle reicht. Ich habe auch noch ein paar kleine Kabel mit beidseitig angebrachten Krokoklemmen. So lässt sich schnell nochwas zwischenfummeln. Dieses Brett tut seit Jahren seinen Dienst. Ab und an löst sich mal eine der Wagos. Die ist aber mit Heißklebepampe schnell wieder befestigt.
Wenn ich das Brett nochmal aufbauen müsste, würde ich die Matrix der Wagos etwas verändern. Das hat einfach die praktische Anwendung gezeigt. Das ist allerdings ein Luxusproblem und Jammern auf hohem Niveau.
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An Wochenenden abends ist es bei mir leider fast nie möglich. Da sind meine Frau und ich zumeist kulinarisch unterwegs.
Euch viel Spaß...
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Auch das wird leider nichts nützen, gaaaar nichts...
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In der Praxis ist es nicht ganz so easy vertikale Messungen anzustellen. Horizontal geht das auf einem Drehteller, oder zur Not auch ohne noch recht flott. Für vertikale Winkelmessungen müsste man entweder eine entsprechende Kippvorrichtung konstruieren, oder die Mikrofonposition entsprechend verändern. Das ist nicht so trivial, wenn es genau werden soll.
Warum du deinem Lautsprecher mit einem 45er Port "mehr Bass" entlockst als mit einem 65er Port, erschließt sich mir nicht. Bei identischer Abstimmung darf sich das nichts nehmen, sofern man es mit dem Pegel nicht übertreibt. Bei höheren Pegeln sollte der größere Querschnitt klar im Vorteil sein.
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Du siehst das alles korrekt. Die blaue Kurve bildet den "Energiefrequenzgang" ab. Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit, denn das geschieht mit den von den meistern DIY'lern lediglich importierten horizontalen Winkelmessungen natürlich auch nur auf horizontaler Ebene. Für die Ermittlung eines vollumfänglich gültigen Energiefrequenzgangs müssten auch noch Messungen in vertikaler Richtung berücksichtigt werden.
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Man kann Boxsim aber prima nutzen, um das Verhalten eines T(M)T in einem bestimmten Volumen bei definierten Schallwandabmessungen zu simulieren. Dazu bedarf es eines kleinen Tricks.
Zunächst erstellt man in Boxsim ein Projekt mit irgendeinem Chassis und den gewünschten Schallwanddimensionen bei vorgegebenem Wunschvolumen aus dem Reflexkanal Rechner.
Die [definition='1','0'] TSP
"> TSP [/definition] des in Boxsim gewählten Chassis überschreibt man mit denen des eigenen Chassis. Damit der Gehäuseeditor nicht meckert, sollte das in Boxsim ausgewählte Chassis der Größe des eigenen Chassis entsprechen. In den rot umrandeten Bereichen entfernt man nun alle Häkchen und klickt auf "OK".
Im nächsten Schritt öffnet man den Reiter "Schallwand und Position. Dort korrigiert man den Membrandurchmesser, welchen man aus SD des eigenen Chassis errechnet. Dass "Konus" gewählt werden muss, sollte klar sein.
Im Weicheneditor verbindet man nun das Chassis ohne Bauteile mit dem Verstärker und erhält eine Simu der Abstimmung incl. des Effekts durch den Baffle Step.
Das geht natürlich auch in VituixCAD. Allerdings erfordert das die Nutzung mehrerer Programmmodule. Für einen schnellen Überblick innerhalb einer Transaktion nutze ich diese Möglichkeit in Boxsim gerne.
EDIT:
Hier noch die Gegenprobe aus VituixCAD
Zunächst dimensioniert man im Enclosure Tool ein Gehäuse für den TMT. Hier habe ich die Eckdaten aus dem Boxsim Reflexrohr Rechner aus obigen Beispiel verwendet.
Diese Kurve importiert man ind Diffraction Tool und stellt die Schallwanddimensionen nach
Das Resultat entspricht der Boxsim Geschichte bis auf minimale Abweichungen, die beim Vergleich verschiedener Programme immer auftreten.
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Dass du keine Simukurve erhältst liegt schlicht daran, dass es sich bei diesem kleinen Nebenprogramm um eine einfache Routine ohne grafische Ausgabe handelt. Das ist reines Formelwerk und arbeitet vollkommen unabhängig vom Weicheneditor. Auf den greift das Formelwerk nicht zu. Folglich brauchst du den auch nicht zu "bestücken". Das Programm errechnet für dein Gehäuse und die von dir vorgegebene Portdimension eine Fb von 43,97 Hz. Die Fb ergibt sich allein aus den Parametern Volumen und Dimension des Ports. Sie ist für alle Chassis, die du in das Gehäuse schraubst, identisch. Die [definition='1','0'] TSP
"> TSP [/definition] brauchst du also auch nicht einzugeben. -
Puuuuuh Ansgar, ich mache so viele Simus für so viele Leute. Das kann ich dir wirklich nicht mehr sagen. Meist speichere ich sowas nicht ab, oder ich lösche es nach kurzer Zeit wieder, weil ich es ja nicht mehr brauche. Mir erscheint allerdings das Volumen "22,19" Liter seltsam, da ich so krumme Volumenangaben i. a. R. nicht mache. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich das nicht getan habe, aber wahrscheinlicher wäre es gewesen, wenn ich von 22 bzw. 23 Litern gesprochen hätte. Leider habe ich das Beispiel nicht mehr im Kopf...
EDIT: Oder waren die 22,19 Liter ein von WinISD bei einer deiner Simulationen automatisch vorgegebener Wert?
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Ob Bauteile im "Pluszweig" oder "Minuszweig" liegen, ist grundsätzlich vollkommen egal. Um diese Aussage plausibel zu machen, kann man sich einfach eine 2-Wege Kiste vor das geistige Auge rufen, bei der der Hochtöner verpolt ist. Dann liegen die Bauteile des Filters automatisch im "Minuszweig". Man kann das auch in einer einfachen Simu verifizieren, indem man Bauteile einmal im "Pluszweig" und einmal im "Minuszweig" positioniert. Die Filterwirkung wird identisch sein.
Nicht egal ist hingegen, in welcher Reihenfolge die Bauteile positioniert werden. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob z. B. ein Sperrkreis vor, zwischen, oder hinter den eigentlichen Filterbauteilen liegt. Das liegt, einfach erklärt daran, dass z. B. vor dem Filter ganz andere Spannungsverhältnisse gelten, als es zwischen, bzw. hinter den Bauteilen, die den eigentlichen Filter bilden, der Fall ist.
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@ Alex: mit welcher Portlänge hattest du simuliert?
Von welchem Port in welcher Box sprichst du? Wenn du den Port der Wavecone MK 2 meinst, kannst du dessen Dimensionen nur dann übernehmen, wenn dein geplantes Gehäuse exakt das gleiche Volumen aufweist.
Das unterschiedliche Verhalten von Ports unterschiedlichen Durchmessers, trotz angepasster Länge, liegt an unterschiedlichen Reibungsverlusten durch den unterschiedlichen Umfang. Leider bietet WinISD keine Möglichkeit, das zu berücksichtigen. Das sollte hier aber jetzt kein Thema sein. Ich wollte nur erläutern, woran das liegt.
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Jo, das sieht doch schonmal nach Fortschritt aus. Aber, wie du selbst schon festgestellt hast, produziert die Schaltung zu viel Energie im Präsenzbereich.
Das Problem ist offensichtlich. Da muss Energie raus. Wie aber kann man das bewerkstelligen, ohne auf Achse eine zu große Senke zu produzieren? Dafür gibt es kein allgemeingültiges Geheimrezept. Mann kann die Trennfrequenz variieren, und/oder mit der Flankensteilheit spielen. Das sind Dinge, die eine gewisse Erfahrung erfordern, und die man in den modernen Simulationsprogrammen sehr schön üben kann. Glaube mir, dazu lade ich oft irgendwelche Messdaten, z. B. von Dayton, HSB, Dibirama etc, und mache Fingerübungen.
Natürlich habe ich mit deinen aktuellen Messungen auch simuliert. Nur für den TMT habe ich die Impedanzmessung genommen, die du mir per Mail geschickt hast. Eines der Simuergebnisse sieht so aus:
Die Weiche dazu gestaltet sich so:
Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Sie ist in erster Linie auf ein gutes Energieverhalten optimiert. Das kann man aber variieren, so dass der FG auf Achse etwas besser wird, das Energieverhalten aber schlechter. Wie immer ist alles ein Kompromiss...