Beiträge von Y-King66

    Ich bin auch ein wenig zwiegespalten bei Tool. Da sind teilweise Sachen dabei, die ich klanglich ganz gut finde, andere aber wieder gar nicht.

    Nur wenn man irgendwo nach gut produziertem Metal fragt, wird recht oft Tool genannt. Deshalb finde ich das schon erstaunlich, dass es dazu auch komplett gegenteilige Meinungen gibt.

    Interessant, denn gerade Tool gilt eigentlich als ein Beispiel dafür, dass Metal auch einigermaßen gut produziert sein kann.

    Interessant finde ich auch, dass selbst Größen wie Metallica, Maiden oder AC/DC es nicht schaffen, einen wirklich sauberen Sound auf den Datenträger zu pressen. Am Geld sollte es da nicht scheitern. Sieht man z.B. auch daran, dass Metallica mit Star-Produzenten wie Rick Rubin zusammenarbeiten. Das schwarze Album hat der auch tatsächlich ziemlich gut hin bekommen. Seit dem steht sein Name aber meiner Meinung nach eher für klangliche Fehlgriffe.

    Bei meiner Lieblingsband Sybreed ist es so, dass damals vom Gitarristen Drop versucht wurde, die Produktion in die eigenen Hände zu nehmen. Inzwischen hat er zwar ein Studio mit ganz gutem Ruf, aber die mangelnde Erfahrung hört man ihm vor allem auf dem ersten Album schon sehr deutlich an.

    Der Loudness-War hat vor allem auch im Metal sehr stark eingeschlagen. Seit der Jahrtausendwende gibt es kaum ein Album, welches noch nennenswert Dynamik aufweist. Bands wie Iced Earth haben zwar versucht, dagegen anzukämpfen, aber der Großteil der Leute fanden/finden lautere Scheiben eben besser.

    Das hatte ich z.B. auch auf unserem Motorrad-Treffen im Sommer. Da gab es am Donnerstag als Warm-Up eine kleine Wacken-Party und es lief Arch Enemy mit einem gewissen Pegel. Als nächstes war dann Testaments "Alone in the dark" in der Playlist und das war gefühlt nicht mal halb so laut. Da ich für die Beschallung und Playlist zuständig war, ließen die Beschwerden nicht lange auf sich warten. Als ich den Leuten versuchte zu erklären, dass es so eigentlich richtiger und besser ist, konnte das niemand so richtig verstehen. Die Theorie von Jemandem, dass man Mitte der 80er Jahre technisch noch nicht so gut Musik produzieren konnte wie heute, wurde dagegen als logisch akzeptiert. :rolleyes:

    Das ist gerade im Metal-Bereich ein echtes Problem. Gute Produktionen kosten Geld, und genau das ist bei Metal-Bands in der Regel eher Mangelware.

    Dazu kommt noch, dass viele Leute gerade von solcher Musik erwarten, dass sie einen direkt anspringt und möglichst laut klingt. Dynamik bleibt dabei dann auf der Strecke, obwohl Metal prinzipiell eigentlich ein sehr dynamischer Stil wäre.

    Und dann spielt da unser Gehör auch noch eine große Rolle, weil die Gitarren genau in dem Bereich verzerren, in dem das Ohr besonders empfindlich ist. Das geht bei gemäßigter Lautstärke meist noch recht gut, aber mit höherem Pegel wird es dann ganz schnell nervig. Zumal hier bei vielen Lautsprechern aufgrund ungünstigem Bündelungsverhaltens oft auch noch zu viel Energie im Raum ist.

    Bei manchen Subgenres gehört schlechte Aufnahmequalität sogar zum guten Ton. Echte Black-Metal Fans würden eine saubere Produktion ihrer Lieblingsband vermutlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.


    Die Voraussetzungen sind also ziemlich mies.

    Da ich auch sehr viel Metal höre, baue ich für mich privat immer eine deutliche Senke im Bereich zwischen 1,5 und 3kHz ein. Das nimmt bei hohen Pegeln den Druck auf die Ohren, den die Verzerrungen oft verursachen. Damit kann man die meisten Alben dann wirklich gut und angenehm hören, muss aber natürlich bei guten Produktionen mit einer zu braven Wiedergabe leben.

    Ideal wäre hier eine schaltbare Metal-Abstimmung. Das gelingt oft sogar relativ einfach, wenn man die Trennfrequenz von (T)MT und HT etwas auseinander zIeht. Dafür genügt es mit etwas Glück schon, den Cap vor dem HT oder die Paralellspule eine oder zwei Nummern kleiner zu machen.

    Hier mal ein Beispiel vom aktuellen PA-Koax:

    Auch das Original hat schon eine leichte Badewanne, für reine Metal-Anwendungen könnte man aber im Bereich zwischen 1,3 und 3kHz etwa 3dB raus nehmen und dazu muss man nur die Parallelspule um zwei Nummern verkleinern.
    Und das könnte man auch durchaus schaltbar machen.

    Wie ist das mit dem größeren Volumen des IHA, um eine im Gehäuse höher liegende Versteifung zu erreichen?

    Je größer das IHA-Volumen, desto kürzer oder kleiner im Durchmesser wird der Kanal.

    Wenn du den IHA also deutlich größer als normal machst, wird die Öffnung so klein, dass sie nicht mehr effektiv arbeiten kann. Auch die Gefahr der Fehlabstimmung wird größer, weil kleine Abweichungen im Durchmesser prozentual relativ viel ausmachen.


    Davon würde ich also eher abraten.

    Den Bock wirds nicht fett machen, aber man kann es ja trotzdem berücksichtigen.
    Da die Schallwand durch die Chassisausschnitte deutlich geschwächt ist und an dieser Stelle auch der Impuls aufs Gehäuse am größten ist, mache ich gerne eine Kreuzstrebe zwischen den Chassis.

    Ein Kreuz + IHA Brettchen sollte genügen bei 18/19mm Materialstärke. Bei 16mm oder weniger werden auch zwei Kreuze nicht zu viel sein. ;)

    Der Pioneer dürfte keine schlechte Alternative sein. Das Gerät stammt noch aus einer Zeit, als die Hersteller mit hochwertiger Verarbeitung und dicken Netzteilen überzeugten.


    Die Dali scheinen auch recht gut abgestimmt zu sein, zumal für einen eher günstigen Fertig-LS.

    Wie bei Dali üblich, ist der Hochton auf Achse etwas überhöht, aber wenn man die Kisten nicht auf den Hörer, sondern parallel zu den Seitenwänden ausrichtet, sollte das ganz gut passen.

    Ja, wenn man den Rechner in BassCADe nutzt passt das. Klaus hatte ja aber erst mit der alten Methode im normalen BR-Gehäuse Simulator gerechnet. Deswegen lagen eure Ergebnisse auch so weit auseinander.


    Vielleicht sollten wir den Artikel entsprechend anpassen.

    Klasse Box, fast schon zu schade für die Garage. Und damit gibt es nun auch eine Kompakt-Version der Alta Voce, deshalb wäre eine Veröffentlichung des Projekts super.


    Wir sind bei den Treffen auch immer wieder beeindruckt, wie schnell Alex eine wunderbar ausgewogene Abstimmung aus dem Ärmel zaubert. Da kann man sich viel abschauen. Und Vituixcad ist dabei natürlich ein Segen. Wenn ich überlege, wie viel Zeit ich früher mit Bauteiletausch und Nachmessen verbracht habe...

    Da bin ich im Grunde eher bei dir Alex, aber der WiiM Amp Pro ist wirklich sehr gut und auch das Impedanzthema ist hier Keines:

    WiiM Amp Pro Streaming Stereo Amplifier Review
    This is a review and detailed measurements of the WiiM Amp Pro networked streaming stereo class D amplifier. It was sent to me by the company and costs US…
    www.audiosciencereview.com


    Optisch finde ich ihn auch deutlich schöner als den Iotavx (wer denkt sich bitte solche Namen aus?). Allein schon das Logo sieht beim SA3 in meinen Augen so billig aus, dass ich mir das Ding nie zulegen würde. Aber da sind die Geschmäcker natürlich verschieden.

    Optisch macht das natürlich Eindruck (haha, was ein Wortspiel^^), aber ich fürchte, diese Form wird eher Probleme verursachen denn welche lösen.

    Die daraus resultierende Fase ist ja sehr flach, an der Gehäusekante bleibt also eine relativ harte Kante, die vor allem beim HT Probleme machen wird (wenn dessen Schallwand ähnlich aussieht).

    Und die abgerundete Form sorgt dafür, dass du das Chassis nicht ringsum bündig versenken kannst.

    Wenn es außen bündig ist, steht die Schallwand in der Mitte unten und oben über den Chassisrand hinaus und sorgt so dafür, dass du dir eine sehr frühe, erste Reflexion einfängst.

    Machst du es in der Mitte bündig, steht der Korb seitlich über - auch nicht ideal.

    So eine ähnliche Impulsantwort hatte ich kürzlich auch bei 10" PA-Koaxen. War nicht ganz so verzappelt bis zur ersten Reflexion, aber schon vergleichbar.

    Ganz so glatte Impulsantworten wie bei dir Alex bekomme ich bei mir in der Garage auch nicht hin. Muss ich nächstes mal festhalten und hier mal zeigen.

    Ich konnte mir das neulich auch nicht richtig erklären, aber die Messungen sahen mit ~4ms Gate so aus, wie ich das erwartet habe, deshalb hab ich nicht länger drüber nachgedacht.

    Kann es sein, dass durch große (Papp-)Menbranen Reflexionen von den Innenwänden des Gehäuses oder gar vom Chassiskorb im Impuls sichtbar werden? Vielleicht auch Schwingungen vom Gehäuse?

    Sehr schönes Böxchen, gefällt mir. In den letzten Tagen hatte ich den SB13PFCR25-8 (ich hab die Bezeichnung in deinem ersten Post korrigiert, da stand SB25PFCR;)) auch ein wenig auf dem Schirm als möglichen Ersatz für den TMT aus der DAUmino-M, aber im etwas größeren Gehäuse wie bei deiner El Compacto kann der sich erst richtig entfalten. :thumbup:


    Die Fasen könnten wohl noch etwas breiter sein, aber ob das den Einbruch auf Achse im Bereich um 3kHz deutlich verbessern würde, ist dennoch fraglich. Da aber unter Winkeln das Abstrahlverhalten sehr gut aussieht, dürfte das nur ein kleiner Schönheitsfleck sein. Bei Bestückungskosten von rund 50€/Box ist das auf jeden Fall richtig gut.


    Glückwunsch!