Das ist gerade im Metal-Bereich ein echtes Problem. Gute Produktionen kosten Geld, und genau das ist bei Metal-Bands in der Regel eher Mangelware.
Dazu kommt noch, dass viele Leute gerade von solcher Musik erwarten, dass sie einen direkt anspringt und möglichst laut klingt. Dynamik bleibt dabei dann auf der Strecke, obwohl Metal prinzipiell eigentlich ein sehr dynamischer Stil wäre.
Und dann spielt da unser Gehör auch noch eine große Rolle, weil die Gitarren genau in dem Bereich verzerren, in dem das Ohr besonders empfindlich ist. Das geht bei gemäßigter Lautstärke meist noch recht gut, aber mit höherem Pegel wird es dann ganz schnell nervig. Zumal hier bei vielen Lautsprechern aufgrund ungünstigem Bündelungsverhaltens oft auch noch zu viel Energie im Raum ist.
Bei manchen Subgenres gehört schlechte Aufnahmequalität sogar zum guten Ton. Echte Black-Metal Fans würden eine saubere Produktion ihrer Lieblingsband vermutlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.
Die Voraussetzungen sind also ziemlich mies.
Da ich auch sehr viel Metal höre, baue ich für mich privat immer eine deutliche Senke im Bereich zwischen 1,5 und 3kHz ein. Das nimmt bei hohen Pegeln den Druck auf die Ohren, den die Verzerrungen oft verursachen. Damit kann man die meisten Alben dann wirklich gut und angenehm hören, muss aber natürlich bei guten Produktionen mit einer zu braven Wiedergabe leben.
Ideal wäre hier eine schaltbare Metal-Abstimmung. Das gelingt oft sogar relativ einfach, wenn man die Trennfrequenz von (T)MT und HT etwas auseinander zIeht. Dafür genügt es mit etwas Glück schon, den Cap vor dem HT oder die Paralellspule eine oder zwei Nummern kleiner zu machen.
Hier mal ein Beispiel vom aktuellen PA-Koax:


Auch das Original hat schon eine leichte Badewanne, für reine Metal-Anwendungen könnte man aber im Bereich zwischen 1,3 und 3kHz etwa 3dB raus nehmen und dazu muss man nur die Parallelspule um zwei Nummern verkleinern.
Und das könnte man auch durchaus schaltbar machen.