Beiträge von donhighend

    Ich denke, für den Fall der Fälle, in der die Gewichtsmethode an ihre Grenzen stößt, ist die Volumenmethode sicherlich eine gangbare Alternative. Man kann sich ja an das durch den TT verdrängte Volumen möglichst genau herantasten. Welten werden kleine Abweichungen sicher nicht bewegen... ;)

    Mein Drehteller ist vom Prinzip her genauso aufgebaut wie der von Oli. Allerdings habe ich quaratische Platten mit 80 x 80cm gewählt. Damit er vollflächig belastbar ist, habe ich im größtmöglichen Radius 6 oder 8 Möbelrollen (Bockrollen), ähnlich wie DIESE, zwischen die beiden Platten geschraubt. Die Höhe muss halt zum jeweils verwendeten Drehgelenk passen. Das Gebilde ist so stabil, dass es mich (115kg) problemlos trägt. Die seinerzeit von Mat angefertigte Skalenfolie habe ich ebenfalls verwendet.

    Interessanter Ansatz, den ich nie verfolgt habe. Es ist halt wesentlich einfacher, mit der Masse Methode zu arbeiten, weil man sich die Bastelei eines Gehäuses, mindestens aber die Herstellung eines passenden Chassisausschnitts sparen kann. Die Gehäuse Methode birgt aber imho ein zusätzliches Problem. Man muss nämlich das Volumen, welches das Chassis einnimmt, subtrahieren. Wie aber will man das exakt berwerkstelligen? Das Volumen des Magneten recht genau zu bestimmen, dürfte noch die kleinste Hürde sein. Es kommen aber auch noch der Korb und der Pyramidenstumpf hinzu, den die Membran bildet. Letztere endet meist außerhalb des Gehäuses oberhalb des Ausschnitts für den Korb. Da kommen viele Unwägbarkeiten zusammen.

    Hast du diese Methode bereits erprobt? Die Frage ist natürlich, wie sehr diese kleinen Ungenauigkeiten, die die Methode mit sich bringt, das Resultat beeinflussen. Das würde mich wirklich interessieren. Vielleicht hat jemand Lust, das einmal nachzuvollziehen und die Methoden miteinander zu vergleichen...?

    Michaels Frage hätte ich auch gestellt, aber die ist nun beantwortet. Die gefensterte Messung ist noch ein wenig wellig. Ich glaube, dass das noch besser werden wird, wenn du den Lautsprecher auf einen "Ständer" stellst, der nicht über die Bodenfläche der eigentlichen Box hinausragt. Die Tischplatte könnte Reflektionen hervorrufen. Im Zweifel stell den Tisch im 45° Winkel zur Messrichtung und positioniere die Box darauf so, dass die Schallwand mit der Spitze der Tischplatte abschließt.

    Es könnte evtl. auch hilfreich sein, das Fenster noch minimal zu verkleinern, was Rouven auch schon angesprochen hat. Das ist aber nur eine Vermutung. Dazu müsste man den gefensterten Impuls sehen.

    Hallo Michael,

    danke für die verständlichen Erläuterungen. Nun leuchtet das Prinzip ein. Mir war nicht bewusst, dass es zwei kurz aufeinander folgende Impulse gibt. Da ich mich nie wirklich damit beschäftigt habe, ging ich davon aus, dass man mit zwei unterschiedlichen Verstärkern hantieren muss.

    Gruß Alex

    Hallo Michael,

    danke für deinen Einwurf. Dass das alles möglich ist, ist mir bekannt. Meist ist es aber so, dass viele User mit den Default Einstellungen messen, und offenbar sind die wohl so, dass die Darstellung etwas merkwürdig wirkt.

    Mir ist klar, dass REW und ARTA in den für uns wesentlichen Punkten hochwertige Programme sind, die sich nur in Details unterscheiden, nicht aber in der Qualität der Ergebnisse. Aber, wie bei allem, hat man seine Präferenzen. Der eine mag das, der andere das. Alles eine Sache der Gewöhnung... ;)

    Gruß Alex

    Nein nein... Ich denke, dass es hier ein Missverständnis gibt. Ich meine kein Fenster in deinem Raum. Es geht um ein "Fenster", dass du in REW einstellen musst, damit Reflektionen ausgeblendet werden.

    So sieht das in ARTA aus

    Man positioniert den Cursor (gelb) kurz vor dem ersten Impuls und den Marker (rot) vor der ersten Reflektion. Bei REW muss man auch ein solches Fenster setzen, allerdings geht das technisch etwas anders. Leider kann ich dir zu REW nichts sagen. Ich bin sicher, dass hier jemand von den Kollegen zeigen wird, wie das geht.

    Der Weg von den akustischen Zentren deines Hochtöners und deines Tieftöners sind bei der Messung unterschiedlich weit vom Mikrofon entfernt. Die Laufzeiten sind also unterschiedlich. In einer zweikanaligen Messung ist diese Zeitinformation (Phase) enthalten. In einer einkanaligen Messung ist sie nicht enthalten. Genau diese Information benötigen Simulationsprogramme aber, um korrekte Ergebnisse vorauszusagen.

    Die Messung deines Hochtöners sieht recht gut aus, besonders oberhalb von 3 kHz. Darunter sind noch kleinere Unregelmäßigkeiten zu sehen, die sehr wahrscheinlich durch die Messumgebung (Reflektionen) und/oder ein zu großes Messfenster verursacht werden. Je tiefer die zu messenden Frequenzen sind, desto größer sind ihre Wellenlängen, und desto stärker verfälschen Reflektionen das Messergebnis. Deswegen ist die Messung deines Tieftöners sehr unruhig und für eine Simulation eher nicht zu gebrauchen.

    Das grundsätzliche Problem ist aber die einkanalige Messung, die die notwendige Zeitinformation nicht enthält.

    Die 7er Version kann einiges mehr als die 6er. Ich habe beide, benutze die 7er aber nicht, weil ich sie extrem "unhandlich" finde.

    Bei Vergleichssimus von [definition='6','0']TQWT[/definition] mit MJK und AJH7 ist MJK exakter und bildet gerade solche Resonanzen deutlicher und klarer ab. Grundsätzlich müsste das aber mit AJH7 auch gehen. Mit AJH6 geht es definitiv nicht.

    Oh, du misst mit einem UMIK. Leider können solche USB Mikrofone keine (Semi-)zweikanal Messungen machen. Die Messungen sind dann für Simulationsprogramme nicht gut geeignet. Da kannst du nur mit Bauteiletausch/Messung, Bauteiletausch/Messung etc. on the fly entwickeln.

    Deine Messungen sind immer noch sehr fehlerhaft. Kannst du ein Foto von deinem Messaufbau machen?

    Hier deine Version (oben) zur optimierten Version. Nun sitzt der Port exakt 10cm tiefer als bei dir, nämlich auf 72cm vom Deckel entfernt.

    Meine Simu zeigt in der Tat, dass der Port noch 2cm länger werden dürfte.

    Das ist aber Kaffeesatz Leserei. in der Praxis wird das nicht sehr viel ausmachen. Du musst auch bedenken, dass die Simu mit der Aktion "mach ein Chassis aus zwei vorhandenen" nicht zu 100% korrekt ist.

    Ok, ich habe im Web Archive auch noch einen älteren [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Satz von Udo gefunden. Der ist vollständig und recht nah an dem, was du gemessen hast. So kommt es mit den 42 Litern eher hin.

    Die Positionen deiner Chassis und des Ports habe ich anhand deiner Angaben nur grob schätzen können. So habe ich den Punkt zwischen den beiden W176/8 mit 40cm und für den Mittelpunkt des Ports mit 60cm unterhalb des Deckels angenommen. Die zweite Simu zeigt das Verhalten, wenn der Port 11cm tiefer sitzt. Das macht bei der ersten Resonanzspitze einen Unterschied von fast 10dB und bei den hinteren beiden immer noch rund 5dB aus.

    Wie gesagt, das ist eine ziemlich improvisierte Simu, die aber die vorhandene Realität recht gut abbildet.

    Hier ist das Datenblatt von Intertechnik. Leider ist der [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] Satz nicht vollständig. Die Messungen dürfte damals Udo gemacht haben.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    @Alex: Mitteltonmüll, der durch den Port entweicht?

    Naja da kommt einiges zusammen. Das Gehäuse ist mit etwas über 40 Litern zunächst einmal viel zu klein für die beiden Gradient TMT. Das wäre vom Volumen eher für einen davon geeignet. Vas beträgt laut Datenblatt bei knapp 25 Litern bei einem Qts von 0,44. Leider sind die Positionen der beiden TMT und die Lage des Ports so unglücklich zueinander, dass sich die ungünstigen Dinge addieren. Leider kann ich das mit einer Simu nicht zu 100% nachstellen, da MJK nur ein Chassis in der Simu erlaubt. Deswegen habe ich die Parameter der beiden Gradient so umgebaut, dass sie annähernd für ein Chassis gelten, und als Chassismittelpunkt habe ich den Punkt zwischen den beiden Chassis gewählt. Die Simu ist deswegen nur eine Annäherung, die aber recht gut zeigt, wohin die Reise geht.

    Die ARTA Messung des Ports von weiter oben habe ich farblich invertiert und in der Größe angepasst, so dass man den direkten Vergleich hat. Durch das zu kleine Gehäuse wird der Anteil des Ports sehr breitbandig. Durch die Lage des Ports bilden sich starke Resonanzen, die in meiner angenähereten Simu be etwai 350, 510 und 890 Hz liegen. Man kann eine ganz klare Tendenz sehen.

    In meiner angenäherten Simu habe ich einfach nur die Lage des Ports verändert und komme zu folgendem Ergebnis

    Auch das ist wieder nur als Beispiel zu sehen, weil die originale Situation leider nicht nachgestellt werden kann. Etwas stärkere Bedämpfung kann das noch unterstützen.

    EDIT: Ich sehe gerade, dass meine Simu bei 10 Hz beginnt und die Messung bei 20 Hz. Zur Verdeutlichung sollte der Vergleich dennoch reichen. ;)