Sieht für mich alles plausibel aus. Bei 5m sind schon deutlich die ersten Reflexionen beim TMT sichtbar, mit 3m fährst du da also deutlich besser. Bei mir sind es auch meist ca. 3,5mS, die ich das Fenster offen lassen kann.
Eine Trennung im Bereich um 1,5kHz sollte machbar sein. Ca. 1,2kHz würde ich als Trennfrequenz bei den Messungen anstreben, bis dort spielt der TMT sauber und auch der HT scheint das ohne Probleme zu packen. Außerdem ist die Bündelung in dem Bereich bei beiden Chassis sehr ähnlich.
Beiträge von Y-King66
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Ja, optisch schon mal ein echter Hingucker. Bin sehr auf die Messungen gespannt!
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Ja, das ist durchaus in Ordnung so. Da der HT ja nur oberhalb seiner Resonanzfrequenz betrieben wird und hier praktisch keine Unterschiede bestehen, würde ich mir keine weiteren Sorgen machen.
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Die Mikrospeaker bräuchten wohl auch filigranere Ständer, sonst sieht das vermutlich wirklich komisch aus.
Die Vota 2 habe ich mir vor ein paar Jahren mal im Vergleich zu meinen Audecas angehört. Beim entwickeln der Audeca habe ich damals schnell festgestellt, dass die Resonanz des Bändchens bei rund 2kHz besondere Aufmerksamkeit braucht. Mit nur 12dB beschaltet hat man sogar beim Sinus-Sweep der Messung schon gehört, dass hier etwas nicht richtig wiedergegeben wird.
Ich habe mich dann für eine Kombi aus 18dB Filter mit Sauger entschieden, erst so war das Problem wirklich weg. Daher war ich etwas verwundert, dass Udo bei den Votas auf einfache 12dB Weichen gesetzt hatte.
Beim Hörtest konnte die Vota 2 durchaus gefallen, allerdings stach besagte Resonanz des Bändchens immer wieder negativ heraus und sorgte für eine deutliche Verfärbung von Stimmen (vor allem bei Frauen). Das hat auch der Besitzer etwas zähneknirschend zugeben müssen.
Ich fand es damals sehr schade, dass Udo auf meinen Hinweis ziemlich allergisch reagiert hat - die Vota 2 wäre mit 5€ mehr für zwei bis drei Weichenbauteile wirklich gut gewesen.
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Wie gesagt, die Italian Pony dürfte schon sehr gut passen. Man könnte aber beispielsweise auch so etwas wie die OverSEAS als geschlossene Kompaktbox mit rund 13L bauen. Auf dem Papier sind das dann zwar nur noch etwa 75Hz (f3), aber nahe an der Wand und bei kritischen Räumen kann das trotzdem ausreichend tief gehen.
Ok, die OverSEAS ist ein gutes Stück teurer als die angegebenen 200€, aber sie sollte auch nur als Beispiel dienen.
Die von mir oben angesprochene Box aus meiner alten Wohnung war ursprünglich auch ein Bauvorschlag für eine Transmissionline, funktioniert aber wie gesagt auch in einer kleinen Kompaktbox mehr als ordentlich. Mittlerweile hängen sie an der Wand knapp unter der Decke in einem Partykeller und gehen auch dort deutlich tiefer, als man anhand der Daten glauben mag.
Ein paar Alternativen sind mir aber doch noch eingefallen:
Rouvens CC ist beispielsweise ein richtig toller Lautsprecher, der leider etwas unter dem Radar fliegt, aber im Prinzip deine Anforderungen sehr gut erfüllt.Die zurecht allseits beliebte LYC muss hier natürlich auch erwähnt werden. Die Erfahrungsberichte sprechen für sich.
Ein wenig Exotischer wäre noch die Audeca, wobei hier der HT nur noch schwer zu bekommen ist.
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Man kann auch größere Bilder hochladen, diese werden dann aber automatisch auf die maximale Größe angepasst.
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Ok, mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass es evtl. sehr viel mehr Möglichkeiten gibt, als rein nach geschlossenen Bauvorschlägen zu suchen.
Aber ich denke, mit der Italian Pony bist du sehr gut bedient, da sie recht breit abstrahlt und damit nicht nur im Sweetspot funktioniert.
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Wenn sogar die kleinen Maxis bei dir dröhnen, sind geschlossenen LS wohl wirklich empfehlenswert. Vorteil eines zusätzlichen Subs wäre natürlich, dass man ihn flexibler aufstellen kann und so evtl. die Neigung zum Dröhnen umgeht. Andererseits sehe ich in dem Raum nicht allzu viele Möglichkeiten, einen Sub gut zu stellen.
Ich hatte in einer Wohnung vor einiger Zeit eine ganz ähnliche Situation, da standen die LS ebenfalls in einer kleinen Nische und dort habe ich auch mit geschlossenen Lautsprechern die besten Ergebnisse erzielt. Auf dem Papier machten die zwar nur rund 70Hz (f3), aber dennoch war von Bassmangel nichts zu spüren.Hast du mal getestet, wie sich die Maxi im Bass verhält, wenn du den Reflexkanal verschließt? Wenn du dann für deinen Geschmack noch genug Bass hast, kannst du praktisch alle Bausätze in Betracht ziehen und diese einfach geschlossen aufbauen.
Die Italian Pony beispielsweise ist zwar eine geschlossene Box, bietet allerdings nicht weniger Tiefgang wie die Maxi und geht fast so tief wie die Crazy Again. Es wäre also gut möglich, dass sie trotz geschlossener Bauweise den Raum ähnlich stark anregt.
Deshalb würde ich erstmal ein paar Handtücher oder ähnliches in die BR-Kanäle der Maxis stecken und schauen, ob du mit der Performance leben könntest.
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Tolle Umsetzung!
Ich kann die Begeisterung sehr gut nachvollziehen, die LYC macht einfach alles richtig und dabei dennoch eine menge Spaß.
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TBM die VOX wandert ins Kinderzimmer und wird dort weiter genutzt. Hat zwar etwas mehr Tiefgang aber im Mittel- Hochtonbereich kommt sie bei weitem nicht an die Spielfreude und Bühne der Asathor ran🙂.
Wow, das ist ein tolles Kompliment für meine "kleine" Entwicklung. Danke dafür, und großes Kompliment für die Umsetzung. Macht sich sehr gut in deinem Raum.
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Schön, dass sie dir und deinem Freund gefallen. Es hätte sicher noch Verbesserungspotenzial gegeben, aber wenn ihr zufrieden seid, dann ist alles in Ordnung. Viel Spaß damit!
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Ich persönlich würde die Front wohl den einen Millimeter breiter bzw. höher machen, aber im Endeffekt spielt das keine Rolle, weil man es bei unterschiedlichen Oberflächen nur sehr schwer so angepasst bekommt, dass es am Ende wirklich 100% bündig ist.
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Großes Kompliment und danke fürs Teilen deiner tollen Arbeit. Toll zu sehen, wie sich die verschiedenen Winkel und Verhältnisse auswirken, da kann man wirklich viel lernen. Bin gespannt, wie es weiter geht.
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Kompliment, nicht nur für eine erst eigene Entwicklung sieht das sehr gut aus! Da kann sich so mancher Profi in der Szene schon ne Scheibe abschneiden...

LS mit Waveguide bündeln im Hochton ja etwas mehr und daher finde ich die Abstimmung des minimal zu lauten Hochtöners auf Achse nicht verkehrt. Unter 15°, was wahrscheinlich mit nur leicht eingedrehten LS dem Abhörwinkel in der Praxis entspricht, passt der Pegel super!

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Da kann ich mich nur anschließen: Richtig schön sind deine Asathor geworden.
Dass schlechte Aufnahmen so abfallen, wundert mich etwas, denn ich höre privat fast nur schlechte Aufnahmen und bemühe mich daher, dem einen Hauch entgegenzuwirken. Aber es gibt natürlich auch unterschiedliche Arten von schlechten Aufnahmen. Bei mir sind sie meist im Mittelton überzogen und Bassschwach. Daher mag ich eine ganz leichte Zurückhaltung im oberen Mittelton gerne.
Dass dann Aufnahmen mit flachem, zurückhaltendem Mittelton noch flacher klingen, ist dann natürlich klar. Ich hoffe aber, dass sich nicht allzu viele solcher Scheiben in deiner Playliste befinden... -
Oh, na dann ist das Ergebnis natürlich nicht verwunderlich. Bin mal gespannt, wie viel der Verstärker da verbogen hat. Die einzelnen Chassis solltest du aber dennoch auch messen.
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Ok, leider ist die Messung doch recht weit von der Simulation weg. Kannst du mal die einzelnen Chassis mit der Weiche messen?
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Ah ok, das ergibt dann natürlich Sinn. Dass die Bauteile in Frankreich so teuer sind, ist natürlich schade. Dafür sind die Chassis bei TLHP meist deutlich günstiger.
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Ich bewege die Membran vor dem Messen immer einige Male mit den Fingern hin und her, bis ein deutlicher Widerstand von der Aufhängung zu spüren ist. Ab und an sind die Chassis out of the Box noch etwas steif - das könntest du mal probieren.
Beim CR-120 sehen die Simulationen schlüssig aus. Bei deinen und den K&T Datensätzen hast du ja eine deutlich höhere Tuningfrequenz angegeben (kürzeres bzw. größeres BR-Rohr). Wenn du das auf den Wert von Alex anpasst, sollte auch die Simu sehr ähnlich sein.
Der unruhige Impedanzverlauf kann von etwas wackeliger Aufstellung beim Messen kommen. So kleine Chassis kann man ruhig auch hochkant zwischen Hand und Oberschenkel einklemmen beim Messen.
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Die Kondensatoren dürfen gar keine Polarität haben, weil das Musiksignal aus Wechselstrom besteht.
Die Mundorf Evo sind übrigens zum testen reichlich teuer, da hätten es auch sehr günstige, normale Folienkondensatoren getan. Ein Jantzen Cross Cap oder ein Intertechnik Q4 zum Beispiel. Die kosten nur etwa ein Drittel des Mundorf und funktionieren genauso gut.