Beiträge von Y-King66

    Das ist theoretisch alles richtig, aber schau dir bitte die anderen Messungen von SB an. Fast alle Chassis (deren Messungen vom Datenblatt von 2020 oder später stammen) haben genau die gleichen "Probleme" unter 200Hz:

    https://sbacoustics.com/wp-content/uploads/2023/01/95-SATORI-WO24TX-8-curve.jpg

    https://sbacoustics.com/wp-content/uploads/2020/02/75-SATORI-MW19PNW-4-GRAFIK.jpg

    https://sbacoustics.com/wp-content/uploads/2020/02/5-SATORI-MW13P-8-GRAFIK.jpg

    https://sbacoustics.com/wp-content/uploads/2020/02/6-SB17NRX2C35-8-GRAFIK.jpg

    Egal welche Größe, egal welches Membranmaterial und egal welche Preisklasse, immer gibt es eine scharfe Kerbe bei 50Hz und eine Überhöhung bei 140Hz. Das können in meinen Augen nur die Raumeinflüsse sein, alles Andere macht wenig Sinn.

    Ist für SB natürlich keine Ruhmesblatt, da könnte man, auch im Hinblick auf die Preise der Satori-Chassis, bessere Messungen erwarten.

    Aber ich kenne ehrlich gesagt keine vernünftigen Chassis, die in dem Frequenzbereich tatsächlich ernsthafte Probleme haben.

    Das Thema wurde aus einem Entwicklungsthread ausgelagert. Es geht um Unregelmäßigkeiten bei Messungen aus den Datenblättern von SB-Acoustic.
    Hier zeigen sich unter 200Hz Störungen, die hier Diskutiert werden.

    Moin,


    Oli, ich möchte Dir zumindest in Teilen widersprechen bzgl. der Messungen des Chassis. Der Hersteller gibt die Messentfernung an:

    ...

    LG Gazza

    Moin!

    Clement ging es ja um den wenig linearen Verlauf zwischen 80 und 200Hz, das hat er im Diagramm entsprechend markiert. Dass der Satori bei rund 1,5kHz eine Störung hat, ist klar. Spielt für dieses Konzept ja aber keine Rolle, da drei Wege und der Satori damit nicht bis zu dieser Störung hinauf laufen muss.

    Bernd Timmermanns hat den Satori in Heft 4/18 übrigens ebenfalls getestet, da gibt es keinerlei Auffälligkeiten unter 1kHz. Als Tieftöner daher für mich nach wie vor interessant.

    Gleiches gilt für den Dayton in meinen Augen. Ja, der Wirkungsgrad ist sehr gering, aber hier sollen zwei Tieftöner zum Einsatz kommen. Da könnten welche mit höherem Wirkungsgrad unter Umständen für den Mitteltöner schon zu laut sein.

    Technisch sind die Daytons echte Leckerbissen - sie als "Schlammschieber" zu bezeichnen, ist vielleicht etwas voreilig. Vance Dickason und auch die Leute bei Hifi-Selbstbau scheinen von den Chassis ziemlich angetan zu sein. Hifi-Selbstbau schreibt als Fazit über den kleinen Bruder E150:
    "Der Dayton Epique ist ein erstaunliches, kleines Chassis das sich keine Fehler leistet. Wenn hoher Maximalschalldruck im Bass aus kleinem Gehäusevolumen und 2-Wege-Tauglichkeit bis 3kHz gefragt sind, gibt es keine Konkurrenz..."

    Klingt eher nicht wie die Beschreibung eines Schlammschiebers. ;)

    Es gibt aber mit Sicherheit noch viele weitere, interessante Kandidaten.

    Wo ich absolut zustimmen muss, ist das Thema [definition='4','0']GHP[/definition]. Ich werfe geschlossene Gehäuse und [definition='4','0']GHP[/definition] gedanklich immer in einen Topf, was dann natürlich verwirrend sein kann. Sorry dafür. Also ja, [definition='4','0']GHP[/definition] würde ich auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

    Bei den Messungen muss man immer etwas aufpassen, wie diese entstanden sind. In normalen Räumen kann man nur bis etwa 250Hz hinunter sauber messen, darunter gibt es sonst Verfälschungen durch den Raum. Auch spezielle Messräume können nicht alle Einflüsse bis in den untersten Bassbereich eliminieren.

    Der unruhige Verlauf im SB Datenblatt deutet darauf hin, dass hier mit Raumeinfluss gemessen wurde. Solche Spitzen oder auch die Kerbe bei 50Hz würde man ansonsten auch ganz deutlich in der Impedanzmessung sehen.

    Hier gibt es auch noch eine Messung dieses Chassis ohne Raumeinfluss. Wie man sehen kann, ist da alles in Ordnung:
    https://hificompass.com/en/speakers/me…/satori-mw16p-8

    Im Bereich bis 200Hz laufen eigentlich alle Chassis, die nicht komplett falsch designt wurden, sauber. Da muss man sich keine Sorgen machen.

    Die SB Acoustics Chassis sind da durchaus auch interessant. Sie haben alle eine recht tiefe Resonanzfrequenz und laufen damit auch in geschlossenen Gehäusen ziemlich gut. Qualitativ sind die absolut mit den Kartesian Chassis vergleichbar.
    Von SB gibt es mit der Satori-Serie aber auch noch Chassis, die exklusiver sind. Der SB Acoustics Satori MW16P-8 wäre hier ein Kandidat.

    Sehr interessant könnte auch der neue Dayton Epique E180 HE-44 sein:

    https://doc.soundimports.nl/pdf/brands/Dayton%20Audio/E180HE-44/epique-e180he-44-spec-sheet.pdf

    Es gibt tatsächlich nicht allzu viele Chassis in der Größenklasse, die auch geschlossen richtig gut laufen. Man muss aber bedenken, dass die Simulationen von geschlossenen Gehäusen im Diagramm immer wenig beeindruckend wirken. Man sieht das schön am Beispiel von Gazza. Die gelbe Kurve scheint im Vergleich zur Grünen nur sehr wenig Bass zu liefern. Sehr wahrscheinlich wird man mit der gelben Abstimmung und bei deiner Aufstellung allerdings sauberen und tiefen Bass im Raum haben, wohingegen die grüne Abstimmung zu überzogenem und dröhnendem Bass im Raum führen wird.

    Das kann von Raum zu Raum auch sehr unterschiedlich sein, in den meisten Fällen dürfte das, vor allem bei wandnaher Aufstellung wie bei dir, jedoch zutreffen.

    Hallo Clément!

    Das ist ein sehr ambitioniertes Projekt und aufgrund der Aufstellung muss man leider sagen, dass auch der beste Lautsprecher hier nicht sein ganzes Potenzial entfalten wird. Aber ich denke, dass dir das durchaus bewusst ist.

    Bevor man so einen 3-Wege Lautsprecher beginnt, sollte man sich erst einmal mit dem Thema akustische Messungen ausführlich beschäftigen. Du benötigst zu erst einmal ein kalibriertes Mikrofon und musst dich dann für eine Messsoftware entscheiden. Viele hier arbeiten mit Arta, Andere nutzen REW. Wenn du nicht nur einmalig für dich einen Lautsprecher entwickeln willst, lohnt es sich durchaus, in ein hochwertiges Mikro wie das Isemcon zu investieren. Außerdem wird noch eine Vorrichtung zum Impedanz bzw. [definition='1','0'] TSP "> TSP [/definition] messen benötigt. Das wird hier ausführlich beschrieben:
    https://www.der-akustische-untergrund.de/tipps-n-tricks…tion-ganz-easy/

    Da du deinen Verstärker vermutlich behalten und weiter nutzen willst, vermute ich, dass die Box passiv sein soll. Das bedeutet, du benötigst auch einen Vorrat an Frequenzweichenbauteilen. Vor allem Spulen sind heute leider recht kostspielig. Das ist also ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

    Dank moderner Simulationssoftware wie Vituixcad kann man mit den Messungen der Chassis im Lautsprecher die Weichen sehr gut virtuell erstellen. Deshalb würde ich auch empfehlen, dass du dich mit diesem Programm beschäftigst.

    Die Cartesian Chassis sind durchaus gut, die von dir ausgewählten Tieftöner sind allerdings auf wenig Tiefgang ausgelegt. Auch wenn man die Aufstellung nahe an der Wand in die Abstimmung mit einfließen lässt, ist unter 40Hz nicht mehr viel geboten. Ich würde bei dem geringen Wandabstand ohnehin eher zu einem geschlossenen Gehäuse raten. Dafür sind die Wom165_vMS aber ganz und garnicht geeignet.

    Ich finde die Idee super. Für Messungen nutze ich ein kleines Netbook, welches noch Win7 drauf hat und auch damals schon so eine blöde Kombibuchse verbaut bekam.

    Auf die Idee, Impedanzmesskabel und Soundkarte in ein Gehäuse zu verpflanzen, bin ich damals nicht gekommen. Deshalb habe ich mir irgendwann das DATS V3 gekauft. So wie hier besprochen wäre das praktisch gleichwertig für deutlich weniger Geld. :thumbup:

    Vielleicht wäre es eine Option, den TT aktiv anzutreiben? Dann muss man die anderen Chassis nicht alle auf den Wirkungsgrad im Bass drücken.

    Ich hatte auch lange Zeit zwei der tollen Morel UW 1058, musste sie dann vor einigen Jahren leider abgeben. Für [definition='3','0']CB[/definition] sind die super geeignet.

    Bin gespannt, wie es weiter geht!

    Wow, das sieht echt klasse aus und passt auch optisch super zu deinem Equipment.
    Welche Endstufe ist das denn neben dem KHV?

    So ein Projekt würde mich durchaus auch einmal reizen. Bisher habe ich mich an Elektronik nicht richtig ran getraut, aber Malen nach Zahlen würde ich auch hin bekommen. ^^

    Kannst du noch was zu den Kosten sagen?

    Ja, Ex Eye ist echt gewöhnungsbedürftig. ^^

    Ich muss mal noch ein wenig suchen, irgendwie hab ich da noch was im Hinterkopf, auf dessen Name ich im Moment aber nicht komme.

    Ein bisschen softer, dafür musikalisch erste Klasse:

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    PT geht auch immer:

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    Und nicht zu vergessen die großartigen RUSH, die vor allem in der Anfangszeit viel experimentiert haben:

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    Aber die sollte man ohnehin kennen... ;)

    Vielleicht ist auch "Ex Eye" was für dich:

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    Ich kenne das gut. Es gibt tausende Bands, die eigentlich genau meinen Stil spielen, aber nur ganz wenige, die auch meinen Nerv treffen.

    Hab da mal reingehört. Ist nicht so ganz meine Richtung, aber mir kam beim Hören immer wieder Animals As Leaders in den Sinn. Ist vielleicht etwas weniger Jazz, aber schon ähnlich würde ich sagen.
    Hier mal ein Beispiel:

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    Die Monacöre sind mittlerweile zwar ganz schön teuer, würden für den Versuch aber super passen. Durch den nach vorne gezogenen Blechkorb kann man die wohl auch unfallfrei face-to-face gegeneinander schrauben, damit ist die Membran perfekt geschützt beim Versand.

    Wichtig ist nur eine sehr stabile und wiederverwendbare Umverpackung. Die Paketdienste sind ja nicht gerade zimperlich...

    Das mit dem Fräsen habe ich mir auch schon öfter überlegt. Eigentlich hat mich nur die enorme Staubentwicklung dabei davon abgehalten. Dafür wäre ein Frästisch mit guter Absaugung ideal.

    Es gibt ja auch spezielle Gehrungs- bzw. Verleimfräser, hier mal ein Beispiel:

    Gehrungs- u. Verleimfräser
     Gehrungs-Verleimfräser HW (HM) 45° Zum stabilen Verleimen für 90°-Gehrungen. Aber auch gerade Verbindungen sind möglich, wenn man die Endstücke dreht.…
    www.sautershop.de

    Doch das MDF ist heutzutage oft so weich (minderwertig), dass ich da ein wenig Bedenken habe.

    Bisher habe ich nur mit einer sehr alten Scheppach Baukreissäge gearbeitet, die mein Vater damals von meinem Opa geerbt hat. Gehrungsschnitte waren da nicht drin, weil nicht verstellbar.

    Durch einen sehr glücklichen Zufall konnte ich allerdings vor gut 4 Jahren nach einer Geschäftsauflösung eine gebrauchte Metabo TK1688 für lau "abstauben". Ich musste sie nur abholen. (man glaubt kaum, was in so einen Focus Kombi alles rein passt).

    Die stand nun aber lange in der Scheune eines guten Freundes, weil erst kürzlich meine Garage fertig wurde. Nach dem Verputzen wird die im Frühjahr dann endlich einziehen und dank Verschiebeschlitten sind dann auch saubere Gehrungen endlich möglich. 8)

    Das ging mir damals ähnlich. Ich habe mit einem ausrangierten PC und dem günstigen 5€ Messkabel sowie Arta nach der Anleitung aus der Hobby Hifi meine ersten TSP-Messversuche gestartet. Das funktionierte zwar auf Anhieb, nach wenigen Minuten gab es allerdings einen Systemabsturz, was sich auch bei den weiteren Messungen leider immer wiederholte.

    Dazu kam noch, dass sich die verwendete Knete an der Membran des Messobjektes nicht mehr rückstandsfrei ablösen lies.

    Insgesamt also eine recht frustrierende Erfahrung.

    Da mir auch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten bei Arta nie das Gefühl gaben, wirklich alles richtig gemacht zu haben, habe ich das Ganze dann irgendwann wieder aufgegeben.

    Ich muss auch dazu sagen, dass ich was PCs angeht keine Koryphäe bin. Wenn es nicht einfach und logisch funktioniert, habe ich in diesem Bereich nur einen sehr dünnen Geduldsfaden. Daher fielen auch die Motivationsversuche meiner DAU-Kollegen auf wenig fruchtbaren Boden.

    Da zu einer ernsthaften Entwicklung allerdings auch TSP-Messungen gehören, habe ich vor einiger Zeit in ein DATS V3 von Dayton investiert. Für mich ideal, weil sehr schnell eingerichtet und dann sofort bereit für die Messungen.

    Mit ~150€ allerdings nicht gerade günstig, deshalb finde ich die Idee hier super. Mit der Hilfe des Forums und dem Ringversuch kann man sich dann auch sicher sein, alles richtig gemacht zu haben und falls es doch mal Ungereimtheiten gibt, kann man zusammen auf Fehlersuche gehen. :thumbup: