Verschließe mal die BR-Rohre (beispielsweise mit Socken) und miss dann noch einmal die Impedanz. Dann siehst du, welche Störung vom Port kommt.
Beiträge von Y-King66
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Das Gehäuse muss natürlich so dicht wie möglich sein. Vor allem um die Chassis und das Horn muss unbedingt Dichtband, sonst sind Störungen vorprogrammiert.
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Da hat Rouven Recht.
Man muss auch beachten, dass Resonanzen des Materials am Rand am ausgeprägtesten sind. eine einfache Platte, die angeregt wird, strahlt ihre Resonanzen vor allem am Rand ab. Bei LS-Gehäusen sind die Ränder in der Regel aber mit anderen Platten im 90° Winkel verbunden, welche diese Resonanzen sehr effektiv unterdrücken.
Bleiben also "nur noch" die Flächen, die nicht versteift sind und so zum Mitschwingen neigen. Die sollten natürlich nicht allzu groß sein, damit die Amplitude nicht zu groß wird. Streben - ob mit Dämmschicht wie bei der LYC oder starr wie bei vielen normalen Bauplänen - unterdrücken auch das sehr effektiv. Kleinere Flächen schwingen dann nur noch gering und mit höherer Resonanzfrequenz mit - je höher die Resonanzfrequenz, desto besser kann sie mit Dämpfungsmaterial in den Griff bekommen werden.
Die meisten Bauvorschläge sind in Bezug auf dieses Thema also schon gut genug ausgestattet, damit das keine besonders große Rolle mehr spielt.
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Oder man verschiebt die Anfasser "L" & "R" in der Impulsantwort und geht dann über das Fenster "IR Windows" und wendet das Fenster dann auf alle Messungen an. Ist in meinen Augen ein wenig einfacher, weil man beim Verschieben der Anfasser direkt sehen kann, wie sich das auf den FG auswirkt.
Genau so hatte ich das eigentlich gemeint, mich aber wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
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Ich mache das in der Regel über den Reiter IR-Windows und trage da dann die entsprechenden Werte ein. Beim bestätigen kann man dann wählen, ob man es nur für die eine Kurve anwenden will, oder für Alle.
Zweite Möglichkeit ist, die Werte bei den Einstellungen einzugeben. Dann gilt das als Grundeinstellung für alle Messungen und wird auch bei weiteren Starts von REW automatisch angewendet.
In der Regel sollte bei gleichbleibenden Messbedingungen auch das Fenster gleich sein.
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Mit einer Impedanzmessung kann man sehen, ob es noch Resonanzen im Gehäuse gibt, die mit mehr Bedämpfung bekämpft werden kann. Dazu muss die Box fertig und die Chassis montiert sein. Eine Frequenzweiche braucht man dafür noch nicht.
Das Kabel ist schon recht dünn, aber für Längen bis etwa 5m sollte das ausreichend sein. Ich würde für das gute Gewissen aber eher zu 2x1,5mm² aus reinem Kupfer (OFC) greifen.
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Danke für die Tolle Anleitung!
Das hilft vielen Einsteigern sicher sehr.
H da ich hier genau weiß, wie ich in ein und demselben Fenster messe (Danke, Alex
). Das ist mir in REW noch nicht so klar. Wenn also jemand hier weiterhelfen kann, darf er/sie das gerne erläutern. Ich ergänze das dann in der Anleitung.Cheerz, Ansgar
Meinst du im gleichen Zeitfenster oder meinst du mit Fenster die Darstellung mehrerer Messkurven in einer Grafik?
Erstes kann man in den Einstellungen festlegen, nachdem man wie in der Anleitung gezeugt die Größe des Zeitfensters ermittelt hat. Wenn man die Einstellung vor der ersten Messung macht, sollte es aber für alle weiteren Messungen übernommen werden.
Zweites funktioniert, indem man den Reiter "All SPL & Impedance" statt "SPL & Phase" wählt.
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Meinst du mit "Filter" die Frequenzweiche?
Ich verstehe die Frage leider nicht so ganz, sorry.
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Sehr schöne Zusammenfassung.
Beim Werkzeug rate (nicht nur) ich dazu, gleich etwas Vernünftiges zu kaufen. Die Verlockung, erst mal mit billigem Gerät zu starten weil man ja nicht weiß, ob man das noch öfter braucht, ist natürlich groß. Damit macht man sich die Arbeit aber auch oft unnötig schwer, was vor allem bei eher ungeübten Händen natürlich doppelt nachteilig ist.
Die von dir gekaufte, kleine Fräse ist da ein gutes Beispiel. Die ist günstig, hat auch viele gute Bewertungen - ist im Prinzip aber mehr Kanten- als Oberfräse. Die Auflagefläche ist entsprechend gering, was die Kippneigung deutlich erhöht. Und ehe man es sich versieht, hat man eine Macke ins Gehäuse gefräst, die anschließend mit viel Aufwand behoben werden muss.
Klar, das kann mit einer richtigen Oberfräse auch passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer.
Dennoch schön zu sehen, dass du die Flinte nicht ins Korn geworfen hast und dich nun auch ans Finish wagen willst. Zum Einstieg kann ich da Furnieren mit der Bügelmethode empfehlen. Das ist wirklich sehr einfach und verspricht doch sehr ansehnliche Ergebnisse.
Professionelles Finish mit SaRaiFo-Furnier - BügelmethodeWährend DIY-Lautsprecher klanglich häufig bereits mit wenig Aufwand die gängige Stangenware der Fertiglautsprecher deutlich hinter sich lassen, steht der…www.gazza-diy-audio.de -
Man könnte mit der Weiche, z.B. beim Spannungsteiler, auch noch etwas gegensteuern, damit die Unterschiede weniger ins Gewicht fallen. Dazu müsste man aber messen.
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Bei so günstigen Chassis ist das eine durchaus nicht unübliche Toleranz. Das ist natürlich ärgerlich, aber du könntest nochmal zwei Stück bestellen, dir ein möglichst gleiches Paar raussuchen, und die anderen Beiden wieder returnieren. Ist natürlich nicht besonders schön, aber ich würde es wohl so machen.
Ich kann mich an die Aussage eines Angestellten einer bekannten Firma erinnern, der +-2dB als übliche Toleranz bezeichnet hat. Ich finde das viel zu viel und baue daher praktisch nichts (mehr) mit den Chassis dieses Herstellers, aber besonders im günstigen Preisbereich muss man mit Schwankungen leben.
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Dann würde ich alle Messungen auf Höhe des Hochtöners machen, also die Box so platzieren, dass der Hochtöner auf 1,15m ist.
Da du nach dem Messen ein Messfenster setzen musst, kannst du auch alle Messungen bei 20Hz beginnen lassen. Wenn dann würde ich beim Hochtöner die Messungen erst bei 200Hz beginnen lassen, damit er nicht so stark belastet wird.
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Hi Clement!
Leider sind bei vielen Lautsprechern dieser Bauart die BR-Ports viel zu klein gewählt und funktionieren bei höheren Pegeln nicht mehr richtig. Auch so bei der JBL, die hier als Vorlage dient.
Nico Germanos von Quint-Audio hat das bei der Entwicklung der L.O.U.D. untersucht (den Entwicklungsbericht gibt es auf Anfrage bei Quint). Selbst bei Portflächen, die 33% der Membranfläche entsprechen, kommt es bei hohen Pegeln zu Kompressionseffekten:
Wie man hier schön sehen kann, ist bei moderaten und leicht gehobenen Pegeln die Funktion noch gut. Bei hohen Pegeln verändert sich die Abstimmung und geht man an die Grenze der Belastbarkeit, hat das Verhalten im Bass kaum noch etwas mit der ursprünglichen Abstimmung zu tun.
Bei zwei 4,7cm Röhren hast du etwa einen Querschnitt von 35cm², dein Tiefmitteltöner hat eine Membranfläche (SD) von knapp 350cm² - die Reflexports haben also nur 10% der Membranfläche. Das halte ich bei einem Lautsprecher, der auch mal richtig laut spielen soll, für viel zu wenig. Das Doppelte, also 20% von SD, halte ich für das Minimum, wenn man die Fähigkeiten des TMT auch nutzen möchte. Zwei 6,8cm Rohre sind also durchaus angebracht.Das bedeutet aber auch, dass die größeren Kanäle erheblich länger werden müssen, um die gleiche Abstimmung zu erreichen. Dem kann man entgegenwirken, indem man das Gehäuse vergrößert - bei 48 Liter Volumen müssten die BR-Rohre beispielsweise nur noch etwa 20cm lang sein für die gleiche Abstimmung.
Die zweite Möglichkeit, den Kanal zu kürzen, ohne die Abstimmung zu verändern ist, ihn möglichst nahe an die inneren Wände der Box anzubringen. Auch JBL hat das bei seiner Box so gemacht. Befindet sich das BR-Rohr in der Ecke, verlängern die inneren Wände den Kanal und die Abstimmung wird deutlich tiefer als berechnet.So habe ich bei dem Gargamel-Sub beispielsweise 50% Länge eingespart - das war aber ein extremes Beispiel. In der Praxis liegt der Effekt meist bei 20-30%. Genauer kann man das aber leider erst sagen, wenn man eine Impedanzmessung im fertigen Gehäuse gemacht hat. Da muss man sich etwas mit Try&Error dem gewünschten Ergebnis annähern.
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Wenn schon alles zu ist, könnte man auch einen Röhrenabsorber probieren (falls man den durch den TMT-Ausschnitt rein bekommt). Dabei nimmt man ein (Kunststoff-)Rohr mit halber Länge der Innenhöhe des Gehäuses, verschließt es an einem Ende und gibt ein klein wenig Dämpfungsmaterial im Bereich der Öffnung rein.
Nun platziert man das Gebilde so, dass sich das offene Ende mit wenig Abstand in einer der 8 Ecken befindet. Noch effektiver wird es, wenn man zwei oder gar vier solcher Absorber einfügt.
Allzu groß müssen die Rohre nicht sein, 2-3cm Durchmesser sollten reichen.
Damit bekämpft man ebenfalls die Längsreso und kann so Dämpfungsmaterial einsparen, was der Bassperformance zu Gute kommt.
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EQ-APO wollte ich auch schon lange mal testen - da ich mir gerade einen neuen Mess-PC zugelegt habe, könnte ich das endlich mal angehen.
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Sieht super aus! Das Alubutyl ist ne sehr gute Alternative, da muss gar kein Sand mehr rein.
Nach dem Schleifen und vor dem Ölen das Furnier nochmal mit einem nassen (aber nicht tropfnassen) Lappen abreiben und warten, bis alles trocken ist. Dabei stellen sich dann idR noch einmal kleine Holzfasern auf, die anschließend abgeschliffen werden können. Macht man das nicht, stellen sich die Fasern beim Ölen auf, was dann nicht so toll ist.
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Mit den beiden Resonanzen bei 2 und 3kHz könnte das schwierig werden. Die werden dir etwas Probleme machen befürchte ich. Mit dem großen Horn und dem Kartesian sollte aber auch eine Trennung bei 1000Hz oder sogar etwas darunter möglich sein. Die empfohlene Trennfrequenz von 1500Hz bezieht sich auf den harten PA-Einsatz, wo es um sehr hohe Pegel und Betriebssicherheit geht. Bei einem Party-Lautsprecher hat man da mehr Reserven, da wird der Celestion als erstes an seine Grenzen kommen.
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Hi Clement!
Kann ich alles nachvollziehen, so ein Projekt ist eine schöne Möglichkeit um in das Thema Selbstbau einzusteigen.
Und keine Sorge über die 45Hz - das ist für normale Musik vollkommen ausreichend, vor allem, wenn die Lautsprecher auch noch in der Nähe der Wände stehen werden. Viele Subwoofer im PA-Bereich gehen auch nicht wirklich tiefer.
Das Chassis hat jedenfalls sehr schöne [definition='1','0'] TSP
"> TSP [/definition] für so eine Box und ich drücke die Daumen, dass es auch im Mittelton gut läuft. -
Hallo Clement!
Die Idee gefällt mir und ich denke, die beiden Chassis sollten gut zueinander passen.
Ein bisschen schade bei der JBL 4349 ist, dass die BR-Ports auf der Front und noch dazu in den unteren Ecken platziert wurden. Damit bekommt man zwangsläufig deutliche Störungen, die auch in Messungen dieser Box zu sehen sind.
Wenn du also nicht zu 100% Wert auf diese Optik legst, dann platziere die Ports lieber auf der Rückseite.
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Wenn dir die LYC und Eala genug Bass gemacht haben, dann solltest du auch mit der Asathor nichts vermissen. Die LYC geht zwar auf dem Papier ein wenig tiefer, aber die erheblich größere Membranfläche der Asathor macht da auch nochmal einen Unterschied.