Beiträge von donhighend

    Wie Oliver schon sagte, "passt" eine schmale Folie nicht zu den relativ großen MW16. Es ergibt sich ein Sprung im Abstrahlverhalten, der den "Vorteil" in Bezug auf die Wertigkeit der teureren Chassis (geringere Toleranzen etc.) zersemmelt.

    Um es auf den Punkt zu bringen, lassen sich mit preiswerten und vom Abstrahlverhalten her zueinander passenden Chassis, wie z. B. den preiswerten Serien von Dayton, SB Acoustics, oder von wem auch immer klangvollere Kombinationen erstellen als mit teuren Chassis, die nicht zueinander passen.

    Du scheinst recht festgefahren zu sein, wie es auch dein Posting in der FB Selbstbaugruppe vermuten lässt:

    Lautsprecher Selbstbau | Hallo zusammen. | Facebook
    Hallo zusammen. Ich brauche mal euer Schwarmwissen. Mein Sohn (15) und ich wollen für ihn als Winterprojekt ein paar neue Standboxen bauen. Als Rahmen würden…
    www.facebook.com

    Du fragst nach Tipps, bist aber offenbar nicht dazu bereit, den Lautsprecher, der offenbar als Modell schon in deinem Kopf verankert ist, zu überdenken. Einen schmalen Standlautsprecher mit AMT hat dir z. B. Miguel Scharfsteller angeboten. Die YoYo vereint im Prinzip eine Vielzahl der Kriterien, die dir gefallen. Durch den kleinen WG vor dem AMT und die vergleichsweise kleinen TMT passt es auch mit der Abstrahlung...

    Die Messung des TMT sieht bei frontseitiger Montage deutlich besser aus. Auch deine dazugehörende Beschaltung mit 0,68mH und 4,7µF und dem zusätzlichen Sauger passt perfekt dazu. Ich habe das gerade mal aus deinen Messungen getraced und nachgestellt. Das ist wirklich gut (und sieht optisch deutlich besser aus)...

    Leider kann ich dazu nichts sagen. Sowas erledigt unsere Sekretärin auch für uns privat. Deswegen kenne ich nicht mal den monatlichen Betrag. Sorry... ;)

    Bei meiner Schaltung muss der HT verpolt werden. Das ist im Weichenplan auch so ersichtlich. Wie hast du ihn denn nun angeschlossen? Das geht aus deiner Erklärung nicht hervor.

    Jedes Weichenbauteil dreht an der Phase. Ich wollte einen sauberen Frequenzverlauf ohne Schweinereien im Bereich der Trennfrequenz erreichen. Das ist bei deiner Schaltung, die ich testweise mal nachvollzogen habe, nicht der Fall. Zwischen etwa 1,6 und 2,2kHz spielt der Einzelzweig des HT lauter als bei der Addition zum Gesamtfrequenzgang. Das ist ein Indiz für eine fehlerhafte Phasenlage. Genau aus dem Grund habe ich den Hochpass mit der kleinen 0,08mH Spule auf 24dB Flankensteilheit erweitert. Die kleine Spule sorgt für eine korrekte Phasenlage im Bereich der Trennfrequenz, wenn man den HT denn verpolt anschließt...


    EDIT:

    Jetzt verstehe ich, warum du den HT in deinem kleinen Bildausschnitt so seltsam in den Weichenplan gewurschtelt hast. Verpolen geht einfacher, indem du unter dem Weichenlayout einfach auf das "I" für invertieren klickst. Mit einem Klick auf das "O" wird das Bauteil abgeschaltet. Das ist schonmal hilfreich, wenn du einen Zweig tot schalten möchtest. Beim Klick auf "S" wird das Bauteil kurzgeschlossen, als wäre es ein Draht.

    Natürlich musste ich auch eine Simu fummeln, und die geht in die Richtung von Rouvens Simu. Über die Variation eines einziges Kondensatorwertes lässt sich die in meinem vorherigen Posting angesprochene Senke einrichten. Das könnte man sogar über einen kleinen parallelen Kondesator schaltbar machen und je nach gehörtem Musikmaterial einstellen.

    Jo, da bin ich voll und ganz bei Rouven. Seine Simu sieht erheblich besser aus, wobei ich die zweite Alternative mit dem leicht abgesenkten Bereich bevorzugen würde. Ich würde die leichte Senke für das Genre ggfs. noch etwas stärker absenken. Den "Oberbass zu betonen" kann zwar bei dieser Art von Musik auch vorteilhaft sein. Das wäre dann aber eine leichte Anhebung des Bereichs von ca. 50-100 Hz um 2-3dB.

    Hi Ansgar,

    das sieht doch insgesamt sehr gut aus. Im Vergleich zur LYC hast du bei der Swamo auf Achse eine Senke im MHT-Bereich, die aber unter Winkeln verschwindet und zu einem insgesamt sehr ordentlichen Rundtrahlverhalten führt. Genau eine solche Abstimmung ist bei der Verwendung von HT mit kleineren WG oftmals nötig, um zu einem klanglich guten Ergebnis zu kommen.

    Deine Vergleichsmessungen zeigen aber auch identische "Problemstellen", die vom Messaufbau kommen. So sind z. B. der kleine Pickel bei 4kHz, der kleine Doppelhöcker zwischen 9-10kHz und die Tendenz des Verlaufs oberhalb in beiden Messungen vorhanden bzw. sehr ähnlich.

    Dann versuch doch einfach nochmal, deinen Aufbau so zu optimieren, dass die Position des Hilfschassis immer identisch ist. Die Messungen von Wilke sehen doch sehr gut aus. Das bekommst du auch hin. Neues Equipment kannst du immer noch anschaffen, wenn es mit der Time Reference nicht klappen sollte.

    Ja, das ist richtig, und wenn ich mich nicht irre, hat Clement bei seiner ersten Entwicklung genau dieses Verfahren angewendet. Leider kann ich aber im Detail nicht weiterhelfen, da ich mit REW keine Erfahrung habe und somit die notwendige Vorgenehsweise nicht kenne.


    Die verzappelten Messungen kommen sehr wahrscheinlich von einem unglücklich gewählten Messfenster und/oder einer suboptimalen Messumgebung. Ggfs. steht das Umik auf dem bekannten Dreifuß auf einem Tisch. Das würde auch zu Reflektionen führen, die die Messung verfälschen.