Beiträge von donhighend

    Wenn die TMT auf ein Gehäuse arbeiten, musst du bei der Messung eines der beiden Chassis das andere kurzschließen. Messen musst du selbstverständlich beide, da zwischen den beiden Chassis Laufzeitunterschiede bis zur Mikrofonposition auftreten, sprich, die Phaseninformationen weichen ab. Auch auf akustischer Ebene verhalten sich die beiden Chassis durch ihre unterschiedlichen Einbaupositionen leicht anders.

    Bei der Membranfläche von rund 280cm² rate ich AUF JEDEN FALL zu dem größeren Querschnitt. Miss bitte mal den Durchmesser am hinteren Ende. Ich schätze was um 60mm...


    EDIT: Habe es schon gesehen. Das von TLHP entspricht dem Intertechnik HP70 und das größere dem Monacor BR-70. Letzteres hat am Ende 67mm Durchmesser. Ich habe meine Simu mit 3,2mm Radius gemacht. Mit dem minimal größeren Durchmesser darf der Port noch um 1-2cm länger werden.

    Das habe ich mal eben simuliert und die beiden TMT als einen vorgegeben. Den Punkt zwischen den beiden TMT habe ich als Position für das Chassis angegeben. Bei der Kiste gibt es einen recht großen unkritischen Bereich, bei dem mal das eine, mal das andere besser wird. Wenn du den Port, gemessen ab dem Deckel, zwischen 55 und 65cm positionierst, bist du ziemlich safe, aber bitte auf der Rückseite. Laut Simu passt bei Verwendung eines HP70 oder BR70 etwa 7-8cm Länge ganz gut...

    "Früher" habe ich da weniger drauf geachtet. Inzwischen mache ich das immer häufiger, und MJK Simulationen zeigen, dass die Positionen von Chassis und Port einen großen Einfluß auf die Resonanzen haben, die sich bilden. Zudem nimmt die Position auch Einfluß auf die Intensität der stehenden Welle und deren Auswirkung auf die Performance. Dazu ein Beispiel aus meiner derzeitigen Entwicklung. Die geplante Innenhöhe liegt bei 80 cm. Rechnerisch ergibt sich in dieser Ausdehnung mit c / 2 / h (343 / 2 / 0,8) eine stehende Welle bei rund 214 Hz. Das folgende GIF zeigt die Performance bei gegebener Position des Chassis, aber unterschiedlichen Positionen des Ports.

    Wie du siehst, trifft die Simulation die errechneten ~214 Hz in beiden Fällen recht genau, aber die Unterschiede in der Ausprägung sind gravierend. Durch die Veränderung der Chassisposition könnte man das noch optimieren, aber wegen der gewünschten Optik und natürlich auch aus anderen akustischen Gründen ist die Position des Chassis gesetzt. Man könnte die Intensität der stehenden Welle weiter optimieren, was aber stärker ausgeprägte Portresonanzen in den höheren Frequenzbereichen führt. Es ist also immer ein Kompromiss. Zustande kommt das durch unterschiedliche Druck- und Schnelligkeitsverhältnisse im Gehäuse. Auf der halben Höhe, dem Schnellemaxima, ist die Geschwindigkeit am höchsten, an Deckel und Boden spricht man vom Druckmaxima, in welchem der Druck seinen höchsten Wert erreicht. Bei meinem Aufbau wird es noch einen zusätzlichen IHA geben, der für noch mehr Ruhe sorgt. Den kann das MJK Sheet leider nicht simulieren. Mit AJHorn7 ginge das, aber das Programm mag ich nicht so gerne. Es ist sehr umständlich zu bedienen und die resultierenden Kurven wirken stärker geglättet. Das ist aber eine persönliche Präferenz. Natürlich kann man das damit auch simulieren.

    Von Elektronik habe ich gar keine Ahnung. Wenn aber ein Verstärkergehäuse fühlbar brummt bzw. vibriert, liegt es zu 99,9% an einem mechanischen Problem beim Trafo. Vielleicht wurde das Gerät mal "hart" aufgesetzt, oder es ist mal irgendwo runtergefallen. I. a. R. bekommt man das dann nur mit dem Tausch des Trafos wieder hin. Es kann aber auch sein, dass sich nur dessen Verschraubung gelockert hat und kein mechanischer Defekt vorhanden ist. Das wäre recht einfach behebbar.

    Im Hörraum benutze ich übrigens auch das runde Cordial Kabel, welches Rouven genannt hat. Meine Stecker hatte ich bereits genannt. Grundsätzlich reichen "normale" Laborstecker und Laborbuchsen. Die sind halt günstig, und mal zahlt keinen Hai Ent "Pornozuschlag". Hohlbananas sind vom Durchmesser minimal großer als übliche 4mm Buchsen an Verstärkern und Lautsprechern. Bein Einschieben in die jeweilige Buchse werden die zusamengedrückt, was durch den gewellten/gezackten Schlitz möglich wird. Deswegen sitzen sie halt auf Spannung in der Buchse und verrutschen nicht. Man braucht schon sanfte Kraft, um sie aus einer Buchse herauszuziehen. Die Grafik sollte das Prinzip verdeutlichen.

    Wie gesagt, sind für unsere Zwecke beide Lösungen bestens geeignet. Da würde ich einfach nach Bauchgefühl kaufen.

    Ach du meinst Hohlbananas. Den Ausdruck BFA hatte ich bislang noch nie gehört. Ich benutze solche. Natürlich einfache, die keinerlei Probleme hinsichtlich der Kontakte machen. Das einzige, was ich ihnen nachsagen kann ist, dass sich die Plastikummantelung nach einer Zeit im Betrieb und vielem Umstecken lockert. Die drehe ich dann wieder fest, und gut ist. Den Vorteil von diesen Teilen sehe ich darin, dass sie in der Buchse auf Spannung sitzen, was einen sehr guten Kontakt garantiert.

    So, die Veröffentlichung habe ich vorgenommen. Zuerst dachte ich, dass es die Reckhorn Kalotte offenbar nicht mehr gibt. Auf der Reckhorn Website wurde nur noch ein Modell mit Frontgitter, dafür aber ohne Montageflansch angeboten. Auch der Link zu der Kalotte, den Rouven im Artikel seiner Eala gesetzt hat, läuft ins Leere. Erst später habe ich festgestellt, dass man im Angebot der Kalotte mit Gitter die alternative Variante auswählen kann.

    Tja, das ist die Strafe für das Denken in die Hai Ent Richtung. ;)

    Schau dich nach einfachen 4mm Laborsteckern, meinetwegen auch vergoldet, von Stäubli oder Hirschmann um. Centware, aber mit perfektem Sitz. Als Lautsprecherkabel empfehle ich SOWAS oder vergleichbare Ware. 1,5mm Ware reicht locker aus. Wenn man für's gute Gewissen 2,5mm kauft, ist das auch ok, aber nicht nötig. Versuch bitte nicht, die Innenverkabelung deiner Lautsprecher mit dem 4mm Zeugs vorzunehmen. Das Zeug killt unglaublich gerne die filigranen Anschlussfähnchen von Hochtönern. Bitte dabei 0,75mm oder 1,5mm Ware verwenden. Beim Kauf ist es sinnvoll, keine CCA Ware zu wählen, das ist nur verkupferter Aludraht, der einen höheren Widerstand aufweist. Faustformel für den Widerstand: 1,5mm CCA = 0,75mm Kupfer, 2,5mm CCA = 1,5mm Kupfer, 4mm CCA = 2,5mm Kupfer etc.


    Gruß Alex

    Das sieht ganz ordentlich aus. Das Gehäuse ist ein wenig zu groß und der Kondensator dafür etwas zu klein. Im Prinzip könnte man das aber so durchaus machen. Mit etwas kleinerem Volumen und ggfs. einem 560er Kondensator wäre der Durchhänger weg. Allerdings geht es dann etwas weniger tief.

    Probiere das mal mit BR und deinem vorhandenen Volumen. Man muss dabei mit der Portlänge und dem Kondensator ein wenig jonglieren, bis das brauchbar wird. Oft sind deutlich höhere Kapazitäten erforderlich, die sich aber preiswert basteln lassen.

    Als BR5 bzw. BRHP bezeichnet man eine Bassreflexabstimmung mit Hochpasskondensator (HPC) wie bei GHP. Mit AJHorn lässt sich das sehr gut simulieren. VituixCAD und Boxsim müssten das auch können. Vorgestellt wurde das vor Jahren mal als "Neuerfindung" in einer Ausgabe der Hobby HiFi. Das hat der Autor Bernd Timmermanns aber Jahre zuvor auch von GHP behauptet. Allerdings haben Hersteller wie z. B. Canton das schon in den 80er Jahren gemacht. BR5 rührt wahrscheinlich daher, dass die Flanke im Gegensatz zu normalem BR mit 5er Ordnung abfällt, statt mit 4er Ordnung.