Beiträge von Y-King66

    So ist es. Zum Glück bleibt man beim bewussten Hören ja in der Regel auf einer Höhe. +-20cm macht die Phase auf 3-4 Metern nicht wirklich kaputt, das ist also messtechnisch ein größeres Problem als in der Praxis. Bei 1m Messabstand ist der Winkelfehler natürlich größer als später auf Hörabstand.

    Die Phase möglichst sauber hin zu bekommen ist natürlich schön, aber wegen kleiner Abweichungen muss man sich nicht verrückt machen.

    Bis 4ms scheint der Impuls sauber zu sein, danach kommt eine leichte Welligkeit, die bei der 5ms Darstellung wohl die Unruhe ausmacht.

    Sieht jedenfalls erstmal sehr brauchbar aus, die Schaltung verstehe ich aber nicht ganz. Warum so viele Widerstände statt eines Einzelnen und warum zwei Spulen in Reihe vor dem ersten, parallelen Kondensator? Ich hab so etwas aber noch nie probiert, vielleicht bringt es ja Vorteile.

    Ok, den BR-Kanal sollte man schon offen lassen, auch wenn es im relevanten Bereich nicht unbedingt einen Einfluss hat.
    Du könntest die Box aber auch noch auf den Kopf stellen. Dann muss zwar der Unterbau höher werden, aber es gäbe keine Tischplatte, die reflektieren kann.

    Ich messe oft mit Bierkisten als Unterbau, wobei die Kisten dann um 45° gedreht werden und somit nur eine Ecke mit der Mitte der Schallwand bündig abschließt. Eine Stelzenkonstruktion wie bei Michael ist aber natürlich auch nicht verkehrt.

    Die Vergleichsmessung sieht schon mal besser aus, als die Letzte die du gepostet hast. Im Bereich um 1kHz ist das deutlich ausgewogener - war da das Messfenster kleiner?

    Die Störungen ab 2kHz aufwärts würde ich auch dem Chassis zuschreiben, das ist bei der Membrangröße kaum anders machbar.

    Die Garage ist ja ziemlich hoch, da würde ich den ganzen Messaufbau auf halbe Raumhöhe bringen.

    War das Auto in der Garage beim Messen?

    Kannst du die Füße an der Box zum Messen entfernen?

    Das sieht zumindest schon mal sehr ordentlich aus. Kommt auch auf das Verhalten unter verschiedenen Winkeln an. Gefühlt würde ich im Bereich um die Trennfrequenz noch etwas Pegel raus nehmen, zum Beispiel mit einem etwas kleineren Kondensator vor dem Hochtöner (C1).

    Den Drehring würde ich auch so groß wie möglich wählen. Bei schweren Kisten hat mein Teller schon etwas Probleme, weil er ja einseitig belastet wird.

    Ich habe aber schon eine passende, kleine Möbelrolle, die ich noch gegenüber der Winkelanzeige zwischen die beiden Platten setzen werde.

    Das sind dann also ziemlich genau 5ms, die das Fenster offen ist. Für Indoor-Messungen wäre das schon sehr viel, bei deinem Aufbau könnte das aber durchaus hinkommen, die Impulsantwort spricht zumindest dafür.

    Da du aber ohnehin im Bereich um 1kHz oder darüber trennen wirst, würde ich das Fenster dennoch etwas verkleinern. Die Welligkeiten im oberen Übertragungsbereich sollten damit etwas glatter werden und man verkünstelt sich später nicht bei der Weiche, weil ein paar kleine Pickel zu sehen sind.

    Edit meint:
    Dass sich die Tischkante nicht zeigt, hat mich etwas stutzig gemacht. Wenn man genau hin sieht, ist bei 5m ein Schlenker in der Impulsantwort. Ich denke, dass ist die Tischplatte, die hier reinpfuscht und nur nicht deutlich zu sehen ist, weil der Ausschwingvorgang noch nicht ganz beendet war.

    Mit den Füßen ist es natürlich schwer, die Kiste so zu messen, dass unten nichts Reflektiert. Deshalb würde ich die Lücke zwischen Box und Tischkante mit einem Stück Pappe schließen, also die Schallwand akustisch verlängern. So sollte es keine Reflexionen mehr geben.

    Da ich meinen Drehteller erst kürzlich fertig gestellt habe, kann ich das gerne machen.

    Ich hatte von einem Subwoofer-Projekt mit zwei 21" Chassis noch schöne, runde Scheiben Buche-MPX, die ich dafür verwendet habe.

    Der von mir verwendete, kugelgelagerte Drehteller ist bei Pollin leider nicht mehr verfügbar, aber diese Alternative sollte ebenfalls funktionieren.

    Unser DAU-Mitglied Mat hat vor einigen Jahren tolle, große Aufkleber mit einer Winkelskala drucken lassen, vielleicht kann man die ja auch für die Community noch einmal anfertigen lassen.

    So sieht mein Ergebnis aus:

    Zur leichteren Orientierung habe ich noch einen Nagel als Zeiger angebracht.

    Auf der Unterseite sorgen Filzgleiter für satten Stand.

    Hinzu kommt aber auch noch der Verlustfaktor des Gehäuses - und der steigt mit dem Gehäusevolumen an. Wobei da wiederum das verwendete Material eine Rolle spielt. Also noch eine sehr schwammige Variable, die das Ergebnis beeinflusst.

    Meinem Verständnis nach geht es auch um die prozentuale Verschiebung der Resonanzfrequenz. Wenn man also bei einem Chassis mit 100Hz FS per Zusatzmasse auf beispielsweise 85Hz kommt (was ausreichen sollte für die Ermittlung), dann muss ein Chassis mit FS 20Hz gerade mal auf 17Hz gedrückt werden für die gleiche prozentuale Verschiebung.

    Am Besten machst du erst einmal alle Messungen in 1m Abstand von Hochtöner und Tieftöner inklusive allen Winkelmessungen mit genau den gleichen Einstellungen. Das Mikrofon und die Lautstärke also nicht ändern. Wenn das alles gespeichert ist, kannst du noch Nahfeldmessungen machen.

    Wenn während der Messungen das Mikrofon oder der Lautstärkeregler bewegt werden, sind die Messungen mehr oder weniger wertlos.

    Da bin ich bei dir Rouven. Die akustische Phase sollte natürlich im Idealfall die perfekte Addition ergeben, aber wenn es mal nicht ganz so perfekt ist, halte ich das für durchaus akzeptabel. Dazu kommt, dass schon wenige Grad in vertikaler Richtung eine deutliche Verschiebung der Phase nach sich zieht. Besonders bei Projekten mit Horn ist das (wie ich derzeit leidvoll erfahren muss) mitunter sehr extrem.

    850Hz ist zu tief für eine Trennfrequenz, denn so müsste der Hochtöner immer mit voller Last laufen. Das wird sich durch sehr angestrengten Klang bemerkbar machen, vor allem bei hohen Lautstärken. Außerdem dürfte das nicht lange gut gehen, bis der Hochtöner defekt ist. Ich würde eher eine Trennung bei 1,2kHz anstreben.

    Das ist wirklich seltsam!
    Ich würde jetzt mit dem Sinusgenerator mal 230Hz abspielen und schauen, wo die Störung her kommt.

    Oder mal das andere Chassis in dieses Gehäuse schrauben und noch einmal eine Messreihe durchführen. Vielleicht liegt der Fehler ja am Chassis selbst.

    Von den Seitenwänden sollte eine so tiefe Störung eigentlich nicht kommen. Hast du sonst schon alles abgedichtet?

    Eine ähnliche Störung hatte ich beim AEG-Pimp auch, weil die Tiefmitteltöner keine Dichtung hatten.

    Du kannst auch mal einen Sinuston bei der Frequenz spielen und dann hören, wo es seltsam klingt/vibriert.